05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Anhalt-Bitterfeld: Arbeitsmarkt – Corona-Folgen noch nicht absehbar

Auf den ersten Blick halten sich die Auswirkungen der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt in Anhalt-Bitterfeld in Grenzen.

Arbeitslosigkeit

Fast 5.700 Frauen und Männer waren im Dezember arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat stieg die Anzahl um 10 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 8 Frauen und Männer gesunken.

Die Arbeitslosenquote lag bei 7,1 Prozent, 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,2 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Des-sau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Dezember bei 8.172. Das waren 179 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 10,1 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen

Im Dezember wurden 490 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlas-sen und meldeten sich arbeitslos, 38 mehr als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 297 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das wa-ren 72 weniger als im November.

Stellenmeldungen

Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 254 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel sowie die Gesundheit- und Sozialbranche haben im Dezember die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit

Die Zahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit ist im Dezember weiterhin gestiegen. Es gab 148 neue Anzeigen für insgesamt 898 Beschäftigte. Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit* zeigt, dass es im Juli 4.588 Kurzarbeiter in 514 Betrieben gab. Die Kurzarbeiter-Quote, die die Kurzarbeiter ins Verhältnis zu allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte setzt, beträgt 8,2 Prozent.

Jobcenter KomBA-ABI

Das Jobcenter KomBA-ABI hatte im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Dezember 9.160 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.592 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) stieg. Aktuell werden 7.455 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im November waren es 34 Bedarfsgemeinschaften weniger.


*Erste und einzige Hochrechnung auf Kreisebene zu diesem Monat. (Die Daten haben eine Wartezeit von 4 Monaten).