29.01.2021 | Presseinfo Nr. 12

Anhalt-Bitterfeld: Arbeitsmarkt zeigt sich im Januar trotz Lockdown robust

Der Dezember-Lockdown hinterlässt derzeit deutlich weniger Spuren als die Eindämmungsmaßnahmen im vergangenen Frühjahr.

Arbeitslosigkeit

Fast 6.400 Frauen und Männer waren im Januar arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat stieg die Anzahl um 725 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 134 Frauen und Männer gestiegen.

Die Arbeitslosenquote lag bei 8,1 Prozent, 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,1 Prozentpunkte über der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Januar bei 8.464. Das waren 164 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 10,5 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen

Im Januar wurden 942 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 452 mehr als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 284 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 13 weniger als im Dezember.

Stellenmeldungen

Die Zahl der Stellenmeldungen sank im Januar im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 141 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und die Gesundheit- und Sozialbranche haben im Januar die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit

Die Zahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit ist im Januar gesunken. Es gab 171 neue Anzeigen für insgesamt 1.575 Beschäftigte. Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit* zeigt, dass es im August 3.326 Kurzarbeiter in 432 Betrieben gab. Die Kurzarbeiter-Quote, die die Kurzarbeiter ins Verhältnis zu allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte setzt, beträgt 6,0 Prozent.

Jobcenter KomBA-ABI

Das Jobcenter KomBA-ABI hatte im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Januar 9.072 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.489 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) stieg. Aktuell werden 7.490 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Dezember waren es 200 Bedarfsgemeinschaften weniger.


*Erste und einzige Hochrechnung auf Kreisebene zu diesem Monat. (Die Daten haben eine Wartezeit von 4 Monaten).