02.03.2021 | Presseinfo Nr. 23

Anhalt-Bitterfeld: Im Februar zeigte der Arbeitsmarkt Beständigkeit in der Krise

„In der anhaltenden Krise zeichnet sich der Arbeitsmarkt in Anhalt-Bitterfeld durch Beständigkeit aus. Die Wirtschaft hält ihre Beschäftigten auch in der Coronakrise – das zeigt die hohe Nutzung der Kurzarbeit insbesondere in den aktuell vom Lockdown betroffenen Branchen. Schon vor der Pandemie war die Sicherung der Fachkräftebedarfe für viele Unternehmen ein Thema. Umso mehr wird jetzt deutlich, dass neben der Rekrutierung der Fachkräfte die ständige Anpassung von Kenntnissen ein Dauerthema in den Betrieben ist. Durch die Pandemie hat sich der Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt beschleunigt, auch wenn die Geschwindigkeit in den einzelnen Branchen unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Daher empfiehlt es sich bereits heute, auch in Corona-Zeiten, auf Qualifizierung und Weiterbildung der eigenen Belegschaft zu setzen, um auf die Veränderung der Arbeitswelt gut vorbereitet zu sein. Der Gesetzgeber hat dafür die Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten geregelt und die bestehenden Möglichkeiten zum Jahresbeginn nochmals weiter verbessert. Dazu passend haben wir unser Beratungsangebot erweitert. Mit der Lebensbegleitenden Berufsberatung haben wir ein Beratungsangebot, das sich gerade an Beschäftigte wendet, die sich beruflich weiterentwickeln möchten oder müssen. Auch hier lohnt es sich mit den Beratern der Arbeitsagentur Kontakt aufzunehmen", so Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Arbeitslosigkeit

Über 6.200 Frauen und Männer waren im Februar arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 119 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 236 Frauen und Männer gestiegen.

Die Arbeitslosenquote lag bei 7,9 Prozent, 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,1 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Februar bei 8.407. Das waren 203 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 10,4 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen

Im Februar wurden 363 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 579 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 337 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 53 mehr als im Januar.

Stellenmeldungen

Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im Februar im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 194 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und die Gesundheit- und Sozialbranche haben im Februar die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit

Die Zahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit ist im Februar gesunken. Es gab 86 neue Anzeigen für insgesamt 598 Beschäftigte. Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit* zeigt, dass es im September 2.894 Kurzarbeiter in 381 Betrieben gab. Die Kurzarbeiter-Quote, die die Kurzarbeiter ins Verhältnis zu allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte setzt, beträgt 5,2 Prozent.

Jobcenter KomBA-ABI

Das Jobcenter KomBA-ABI hatte im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Februar 9.267 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.496 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) sank ebenfalls. Aktuell werden 7.461 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Januar waren es 109 Bedarfsgemeinschaften mehr.

*Erste und einzige Hochrechnung auf Kreisebene zu diesem Monat. (Die Daten haben eine Wartezeit von 4 Monaten).

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