31.03.2021 | Presseinfo Nr. 36

Anhalt-Bitterfeld: Im März zeigen sich erste Lichtblicke am regionalen Arbeitsmarkt

„In normalen Jahren ist im Monat März mit der Frühjahrsbelebung ein Beschäftigungsaufschwung am Arbeitsmarkt spürbar. Die anhaltende Situation in der Corona-Pandemie begrenzt den Effekt. Dass die Auswirkungen der Pandemie am Arbeitsmarkt weiter spürbar sind, zeigt zudem die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresniveau.
Wir können jedoch feststellen, dass die Nachfrage nach Fach- und Arbeitskräften der regionalen Unternehmen in diesem Monat höher ausgefallen ist als im Vorjahresmonat. Ob dies allein dem Umstand geschuldet ist, dass die Unternehmen zu Beginn der Einschränkungen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben im März des letzten Jahres schon zurückhaltend mit Neueinstellungen waren und ob diese positive Entwicklung auf dem Stellenmarkt sich fortsetzt, hängt maßgeblich von der weiteren Dauer des Lockdowns ab“, so Torsten Narr, Chef der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Arbeitslosigkeit

Im März waren 5.974 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 263 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 321 Frauen und Männer gestiegen.
Die Arbeitslosenquote lag bei 7,6 Prozent, 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,2 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März bei 8.254. Das waren 152 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 10,2 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen

Im März wurden 345 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 18 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 378
Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 41 mehr als im Februar.

Stellenmeldungen

Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im März im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 275 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und die öffentliche Verwaltung haben im März die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit

Die Zahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit ist im März gesunken. Es gab 25 neue Anzeigen für insgesamt 125 Beschäftigte.

Jobcenter KomBA-ABI

Das Jobcenter KomBA-ABI hatte im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im März 9.276 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.510 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) stieg. Aktuell werden 7.441 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Februar war es eine Bedarfsgemeinschaft weniger.

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