31.03.2021 | Presseinfo Nr. 40

Dessau-Roßlau: Arbeitsagentur legt Zwischenbilanz bei den Ausbildungsmarktdaten vor

Gleichviel Bewerber und mehr Ausbildungsstellen

Im Spätsommer beginnt für viele junge Menschen in der Region der Einstieg ins Berufsleben: Sie beginnen ihre Ausbildung. Trotz der pandemischen Lage ist es uns gelungen, gleichviel Bewerber für den regionalen Ausbildungsmarkt zu begeistern. Für das im Herbst 2021 beginnende Ausbildungsjahr haben sich seit Oktober 20201 in Dessau-Roßlau 220 Bewerberinnen und Bewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind nur 13 weniger als im März 2020. Hinzu kommen die Jugendlichen, die ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieb über Schülerpraktika, Bewerberbörsen oder über Familien und Freunde schon für sich gefunden haben.

Auf Seiten der Unternehmen zeigt sich erfreulicherweise kein durch Corona bedingter Rückgang der Ausbildungsbereitschaft. So ist die Zahl der zur Besetzung gemeldeten Ausbildungsstellen auf insgesamt 360 gestiegen. Das sind 9 mehr als im Vorjahresmonat. Viel spricht also dafür, dass die regionalen Arbeitgeber auch in der jetzigen Situation auf die Nachwuchskräftegewinnung als wichtigen Baustein zur Fachkräftesicherung setzten.

Im März 2021 waren 224 Stellen noch unbesetzt, während 149 Bewerber noch keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden haben. Rechnerisch kommen damit 1,5 offene Berufsausbildungsstellen auf jeden noch suchenden Bewerber.

Besonders groß ist die Auswahl für Bewerber bei den Ausbildungsstellen im Einzelhandel und Verkauf sowie im Büromanagement.
„Für Schülerinnen und Schüler rechnerisch eine komfortable Situation“, beschreibt Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg, die Situation. Jedoch würden bestimmte Berufe förmlich überrannt und andere gingen teilweise leer aus. Zu den begehrten Berufen gehören bei den Jungen nach wie vor die Berufe des Fachlageristen und bei den Mädchen die Verkäuferin. Hoch im Kurs stehen Ausbildungsplätze in der Industrie, während die Vorteile des Handwerks nicht immer auf den ersten Blick erkannt werden.

Den Jugendlichen empfiehlt Narr „Es ist wichtig, Berufe in den Blick zu nehmen, die nicht nur an der Spitze der Top 10 stehen.“ Es gäbe jede Menge Berufsbilder, die genau das mitbringen, was Jugendlichen vorschwebt. Hier hilft das eingehende Beratungsgespräch mit dem Berufsberater über die Videokommunikation oder telefonisch. Am besten gleich Ausbildung klarmachen – das bringt weiter! Meldet Euren Beratungsbedarf unter folgender Nummer an: 340 502 2255

„Um auch weniger bekannte, aber genauso spanende Berufsbilder den Jugendlichen präsentieren zu können, hoffen wir je nach pandemischer Lage im Jahresverlauf wieder verstärkt Veranstaltungen zur Berufsorientierung und –suche vor Ort gemeinsam mit unseren Partnern durchführen zu können“, so Narr.

Ausbildungsplätze sichern

„Für klein und mittelständische Unternehmen, die sich aufgrund der einhergehenden wirtschaftlichen Situation noch nicht für eine Ausbildung in diesem Jahr entscheiden konnten, bietet die Ausbildungsprämie über das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ die Möglichkeit in der aktuellen Lage doch an der Ausbildung festzuhalten“, empfiehlt Narr.

Die Kolleginnen und Kollegen des Arbeitgeber-Service beraten sie dazu: 0800 4555520