01.06.2021 | Presseinfo Nr. 58

Landkreis Anhalt-Bitterfeld: Sinkende Inzidenzen lassen Arbeitsmarkt erholen

Viele Arbeitgeber blicken jetzt verhalten optimistisch auf die nächsten Monate und stellen wieder neue Mitarbeiter ein.

Arbeitslosigkeit
Im Mai waren 5.590 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 144 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 741 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent, 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,2 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Mai bei 7.920. Das waren 759 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 10,0 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen
Im Mai wurden 288 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 102 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 347 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 94 weniger als im April.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im Mai im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 259 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel haben im Mai die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit
Es gab im Mai 17 neue Anzeigen für insgesamt 196 Beschäftigte.

Jobcenter KomBA-ABI
Das Jobcenter KomBA-ABI hatte im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Mai 9.067 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.484 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) stieg. Aktuell werden 7.348 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im April waren es 37 Bedarfsgemeinschaften weniger.

„Steigende Impfquoten und sinkende Inzidenzen und die damit verbundenen Lockerungen wirken sich positiv auf die Arbeitsmarktentwicklung im Mai aus. Viele Arbeitgeber blicken jetzt verhalten optimistisch auf die nächsten Monate und stellen wieder neue Mitarbeiter ein. Die Zahl der Kündigungen und Entlassungen geht zurück. Gleichzeitig stabilisiert das Instrument der Kurzarbeit weiterhin die Wirtschaftsbereiche, die nach wie vor von Einschränkungen und der konjunkturellen Krise betroffen sind. Problematisch bleibt weiterhin das Thema Langzeitarbeitslosigkeit. Auch wenn die aktuelle Statistik leichte Entspannungstendenzen zeigen, bleibt der Anteil der Langzeitarbeitslosen weiterhin sehr hoch. Häufig sind die Langzeitarbeitslosen diejenigen, die als letztes von einem Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren. Wir werden lange brauchen, um wieder den positiven Trend bei der Langzeitarbeitslosigkeit zu erreichen, den wir vor der Pandemie hatten“, so Torsten Narr, Chef der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.


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