30.06.2021 | Presseinfo Nr. 67

Landkreis Anhalt-Bitterfeld: Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Mit den fortschreitenden Lockerungen aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzen erholt sich auch die Wirtschaft und sorgt weiter für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt.

Arbeitslosigkeit
Im Juni waren 5.341 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 249 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 1.044 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 6,9 Prozent, 1,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,1 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Des-sau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juni bei 7.720. Das waren 1.002 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 9,7 Pro-zent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen
Im Juni wurden 303 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 15 mehr als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 367 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 20 mehr als im Mai.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 282 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel haben im Juni die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit
Es gab im Juni 11 neue Anzeigen für insgesamt 235 Beschäftigte.

Jobcenter KomBA-ABI
Das Jobcenter KomBA-ABI hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Juni 9.002 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.475 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) stieg. Aktuell werden 7.253 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Mai war es 10 Bedarfsgemeinschaften weniger.

„Mit den fortschreitenden Lockerungen aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzen erholt sich auch die Wirtschaft und sorgt weiter für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Nach der krisenbedingten Zurückhaltung steigt die Nachfrage nach Gütern, Waren und Dienstleistungen. Daher suchen viele Arbeitgeber aus unterschiedlichsten Branchen jetzt verstärkt Personal, um die auflaufenden Aufträge umsetzen zu können und neue Projekte zu erschließen. Das führt zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, von denen annähernd alle Personengruppen profitieren. Insbesondere ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit auch bei den Gruppen sichtbar, die von der Krise besonders betroffen waren, wie beispielsweise den Jüngeren. Dazu kommt, dass der Rückgang von Kontaktbeschränkungen wieder mehr arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ermöglicht, wie etwa die berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen. Das entlastet den Arbeitsmarkt und erhöht die Chance von Arbeitslosen wieder eine Arbeit zu finden“, so Torsten Narr, Chef der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.


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