30.06.2021 | Presseinfo Nr. 68

Dessau-Roßlau: Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Mit den fortschreitenden Lockerungen aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzen erholt sich auch die Wirtschaft und sorgt weiter für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt.

Arbeitslosigkeit
Im Juni waren 3.189 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 123 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 234 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 8,2 Prozent, 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Dessau-Roßlau lag damit 1,2 Prozentpunkte über der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juni bei 4.381. Das waren 202 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 11,1 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen
Im Juni wurden 126 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 23 mehr als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 196 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 8 mehr als im Mai.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen blieb auf dem Niveau des Vormonats. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 214 neue Stellen. Die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit), die öffentliche Verwaltung und der Handel haben im Juni die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit
Es gab im Juni weniger als 3 neue Anzeigen für insgesamt 17 Beschäftigte.

Jobcenter Dessau-Roßlau
Das Jobcenter Dessau-Roßlau hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Juni 5.133 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 1.702 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) sank ebenfalls. Aktuell werden 4.056 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Mai war es 51 Bedarfsgemeinschaften mehr.

„Mit den fortschreitenden Lockerungen aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzen erholt sich auch die Wirtschaft und sorgt weiter für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Nach der krisenbedingten Zurückhaltung steigt die Nachfrage nach Gütern, Waren und Dienstleistungen. Daher suchen viele Arbeitgeber aus unter-schiedlichsten Branchen jetzt verstärkt Personal, um die auflaufenden Aufträge umsetzen zu können und neue Projekte zu erschließen. Das führt zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, von denen annährend alle Personengruppen profitieren. Insbesondere ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit auch bei den Gruppen sichtbar, die von der Krise besonders betroffen waren, wie beispielsweise den Jüngeren. Dazu kommt, dass der Rückgang von Kontaktbeschränkungen wieder mehr arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ermöglicht, wie etwa die berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen. Das entlastet den Arbeitsmarkt und erhöht die Chance von Arbeitslosen wieder eine Arbeit zu finden“, so Torsten Narr, Chef der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.



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