30.06.2021 | Presseinfo Nr. 69

Landkreis Wittenberg: Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Mit den fortschreitenden Lockerungen aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzen erholt sich auch die Wirtschaft und sorgt weiter für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt.

Arbeitslosigkeit
Im Juni waren 4.167 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 209 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 449 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent, 0,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Wittenberg lag damit 0,5 Prozentpunkte über der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juni bei 5.272. Das waren 500 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 8,2 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen
Im Juni wurden 224 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 16 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 328 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 32 mehr als im Mai.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 377 neue Stellen. Die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit), die öffentliche Verwaltung und der Handel haben im Juni die meisten Stellen gemeldet.

Kurzarbeit
Es gab im Juni 5 neue Anzeigen für insgesamt 13 Beschäftigte.

Jobcenter Landkreis Wittenberg
Das Jobcenter Landkreis Wittenberg hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Juni 6.138 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 1.834 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) sank ebenfalls. Aktuell werden 4.902 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Mai waren es 62 Bedarfsgemeinschaften mehr.

„Mit den fortschreitenden Lockerungen aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzen erholt sich auch die Wirtschaft und sorgt weiter für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Nach der krisenbedingten Zurückhaltung steigt die Nachfrage nach Gütern, Waren und Dienstleistungen. Daher suchen viele Arbeitgeber aus unterschiedlichsten Branchen jetzt verstärkt Personal, um die auflaufenden Aufträge umsetzen zu können und neue Projekte zu erschließen. Das führt zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, von denen annähernd alle Personengruppen profitieren. Insbesondere ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit auch bei den Gruppen sichtbar, die von der Krise besonders betroffen waren, wie beispielsweise den Jüngeren. Dazu kommt, dass der Rückgang von Kontaktbeschränkungen wieder mehr arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ermöglicht, wie etwa die berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen. Das entlastet den Arbeitsmarkt und erhöht die Chance von Arbeitslosen wieder eine Arbeit zu finden“, so Torsten Narr, Chef der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.

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