31.08.2021 | Presseinfo Nr. 90

Dessau-Roßlau: Trotz saisontypischer Sommerflaute bleibt die Arbeitslosigkeit unter dem Vorkrisenniveau

Der Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Die Anzahl der Arbeitslosen liegt trotz saisontypischer Sommerflaute unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Arbeitslosigkeit
Im August waren 3.065 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat stieg die Anzahl um 20 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 416 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 7,9 Prozent, 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Dessau-Roßlau lag damit 0,9 Prozentpunkte über der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im August bei 4.267. Das waren 344 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 10,8 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Es finden wieder verstärkt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel Qualifizierung statt.

Einstellungen und Entlassungen
Im August wurden 185 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 30 mehr als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 228 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im August im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 203 neue Stellen. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel haben im August die meisten Stellen gemeldet.

Jobcenter Dessau-Roßlau
Das Jobcenter Dessau-Roßlau hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im August 5.011 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 1.672 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) sank ebenfalls. Aktuell werden 3.958 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Juli war es 28 Bedarfsgemeinschaften mehr.

„Der Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Die Anzahl der Arbeitslosen liegt trotz saisontypischer Sommerflaute unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Der aktuell leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat hat vor allem saisonale Ursachen und betrifft im Besonderen jüngere Menschen, die sich nach dem Schulabschluss oder Beendigung der Ausbildung arbeitslos melden. Außerdem stellen Arbeitgeber in der Ferienzeit erfahrungsgemäß weniger ein. Es ist aber davon auszugehen, dass die übliche Herbstbelebung in den kommenden Monaten zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und einer weiteren Stabilisierung des Arbeitsmarktes führen wird. Entscheidend für eine weitere positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aber die Frage, ob die sich derzeit abzeichnende vierte Corona-Welle, mit einer verstärkten Impfkampagne und ohne Lockdown gebrochen werden kann. Denn ein weiterer Lockdown würde den derzeit positiven Trend zumindest unterbrechen. Auch der derzeit zu beobachtende Materialmangel und Lieferengpässe können zunehmend Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, erklärt Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg die Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt.


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