20.10.2021 | Presseinfo Nr. 111

Arbeitsmarktentwicklung in der Gastronomie:

„Das Gastgewerbe ist und war eine der in der Pandemie am stärksten betroffenen Branchen. Die Einschränkungen aufgrund der Pandemie sorgen dafür, dass die Branche unter Druck steht. Hinzu kommt, dass im Gastgewerbe Minijobs und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse weit verbreitet sind. Die Minijobber gehörten zu den betroffenen Personengruppen, die in der Krise als erste ihren Job verloren haben“, erklärt Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Die Details zum Arbeitsmarkt zeigen, wie sich die Branche in den letzten Monaten entwickelt hat.

Wie entwickelte sich das Gastgewerbe?

Vor Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 waren im Agenturbezirk Dessau-Roßlau-Wittenberg insgesamt 9.442 Unternehmen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (svB) tätig. Im Februar 2021 waren es 145 Unternehmen weniger.

In der Gastronomie ist die Anzahl der Betriebe in diesem Zeitraum um 32 Unternehmen gesunken, von 604 Betriebe auf 572. Jedes 5. Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten ist in dem letzten Jahr vom Markt verschwunden.

Noch im Februar 2020 waren 3.430 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigte (svB) im Gastgewerbe tätig.13 Monate später waren es 211 Beschäftigte weniger. Auch bei den Minijobbern ging die Anzahl der Beschäftigten im Gastgewerbe zurück. Von 2.661 Frauen und Männer, die im Nebenjob sowie ausschließlich geringfügig beschäftigt waren, ist die Anzahl auf 1.990 Personen gesunken.

„Viele Unternehmen suchen aktuell Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch Auszubildende. Gerade bei den Azubis können unsere Berufsberater mit individuellen Förderinstrumenten unterstützen, wenn der Bedarf bei den Jugendlichen besteht“, ergänzt Narr.

Wie wurde die Kurzarbeit In Anspruch genommen?

Erstmalig verfügen wir aufgrund der sechsmonatigen Wartezeit über die Zahlen der tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit, mit Beginn der Pandemie im März 2020 im Vergleich zum März 2021.

Im Frühjahr letzten Jahres haben 309 Gastronomiebetriebe mit 1.420 Beschäftigten kurzgearbeitet. Ein Jahr später waren es 340 Beherbergungs-und Gastronomiebetriebe mit 1.946 Kurzarbeitern.

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