30.12.2021 | Presseinfo Nr. 136

Letzter Arbeitstag für Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur

Ab Januar 2022 nimmt Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg
eine neue Aufgabe in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg war. Er leitete
2 Jahre lang die Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

„24 Monate durfte ich diese Agentur für Arbeit leiten, von denen wir uns 21 Monate mehr oder weniger in einer Krisensituation befanden. Ein Ausnahmezustand für die Gesellschaft und für die Wirtschaft, die uns auch in den kommenden Monaten noch prägen wird“, erklärt Torsten Narr, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Rückblickend auf die 2 Jahre ist für Narr der März 2020 besonders in Erinnerungen geblieben. Denn mit den ersten Infektionszahlen und dem Lockdown blieb auch im bisherigen Handeln der Arbeitsagentur kein Stein auf dem anderen. „Ich erinnere mich gut daran, dass die Telefone heiß gelaufen sind und die Leitungen regelrecht überlastet waren. Innerhalb kürzester Zeit haben Kolleginnen und Kollegen sich im Bereich Kurzarbeit qualifiziert, um die Anfragen der Unternehmen und Beschäftigten bearbeiten zu können. Im März und April 2020 haben über 3.700 Unternehmen Kurzarbeit für fast 35.000 Beschäftigte angezeigt. Die Regelung zum Kurzarbeitergeld hat sich stabilisierend auf dem Arbeitsmarkt ausgewirkt, denn der Anstieg der Arbeitslosigkeit verlief in diesen Monaten moderat. Auch einen spürbaren Anstieg von Insolvenzen können wir nicht verzeichnen. Die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachten, zeigten sich in Wellen bei der
Nachfrage von Kurzarbeitergeld und dem Anstieg von Arbeitslosigkeit. Mittlerweile sind die Arbeitslosenzahlen wieder annähernd auf dem Vorkrisenniveau. Die Zahlen zeigen aber auch deutlich, dass Beschäftigte im Helferbereich besonders von der Situation betroffen waren und dass sich Arbeitnehmer aus den stark betroffenen Branchen neu orientiert haben und durch andere Tätigkeiten ihr Gehalt generieren“, so Narr.

Dennoch bestimmten die Zukunftsthemen, die den Arbeitsmarkt stark verändern werden, die tägliche Arbeit des Agenturchefs. Hierfür wurden in den letzten 2 Jahre weitere Weichen gestellt. „Der Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt, die demographische Entwicklung und die durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung verändern die Arbeitswelt in immer schnellerem Tempo. Vorausschauende Personalentwicklung und berufliche Weiterbildung gehören zu den wirksamsten Strategien, um als Unternehmen die Auswirkungen des Strukturwandels zu meistern. Mit der Gründung der Weiterbildungsagentur und mit der Etablierung unserer Berufsberatung, die Beschäftigten im Einklang mit den Unternehmen beraten, haben wir wichtige Elemente geschaffen, um die regionale Wirtschaft bei den Zukunftsthemen zu begleiten“, erklärt Narr.

„Mir ist bewusst, dass die Bewältigung der Mammutaufgabe der letzten 2 Jahre und der Herausforderungen für die Zukunft nur durch das Zusammenwirken von Netzwerkpartnern und Arbeitsmarktakteure möglich war und möglich sein wird. An dieser Stelle möchte ich mich dafür bei allen bedanken. Ich habe in der Region Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau und dem Landkreis Wittenberg eine starke Region erlebt, die mein tägliches Handeln erleichtert hat“, resümiert Narr.

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