31.03.2022 | Presseinfo Nr. 35

Landkreis Anhalt-Bitterfeld: Arbeitsmarkt in Anhalt-Bitterfeld weiter stabil

Ende erstes Quartal 2022 sank die Arbeitslosigkeit weiter, jedoch nicht so stark wie in den Vorjahresmonaten.

Arbeitslosigkeit
Im März waren 5.019 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 178 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 955 Frauen und Männer gesunken.

Die Arbeitslosenquote lag bei 6,4 Prozent, 1,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,3 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März bei 7.294. Das waren 926 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 9,2 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind.

Einstellungen und Entlassungen
Im März wurden 347 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 6 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 340 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 13 weniger als im Februar.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen sank im März im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 187 neue Stellen. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 853 Stellen gemeldet, das waren 243 mehr als von Januar bis März 2021. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel haben im März die meisten Stellen gemeldet.

Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
Stand September 2021 waren in Anhalt-Bitterfeld 57.280 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 737 mehr als im September 2020.

Jobcenter KomBA-ABI
Das Jobcenter KomBA-ABI hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im März 8.307 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.275 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) sank ebenfalls. Aktuell werden 6.720 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Februar waren es 6 Bedarfsgemeinschaften mehr.

„Ende erstes Quartal 2022 sank die Arbeitslosigkeit weiter, jedoch nicht so stark wie in den Vorjahresmonaten. Die Zahl der Beschäftigten stieg an. Aktuell sind in Anhalt-Bitterfeld über 57.000 beschäftigt. Arbeitgeber meldeten zwar weniger neue Arbeitsstellen. Auf der anderen Seite erhöhte sich insgesamt der Bestand an offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr, ein Indiz für mögliche Besetzungsschwierigkeiten. Aus dem Gesundheitswesen gab es in Folge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht aktuell keine vermehrten Arbeitslosmeldungen. Die vollen Auftragsbücher vor allem im Handwerk sowie die Lockerungen der Corona-Maßnahmen wer-den die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt weiter beschleunigen. Weiter ist zu erwarten, dass die Folgen des Krieges in der Ukraine in den nächsten Wochen Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen werden. In erste Linie geht es jetzt erst einmal um die humanitäre Hilfe für die geflüchteten Menschen. Parallel bereiten wir die Schritte für eine Beratung zu Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt mit unseren Partnern vor, wie beispielweise die Themen Anerkennung von Berufsabschlüssen und Sprachkurse“, erklärt Birgit Ruhland, Chefin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

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