31.03.2022 | Presseinfo Nr. 37

Landkreis Wittenberg: Arbeitsmarkt im Landkreis Wittenberg weiter stabil

Ende erstes Quartal 2022 sank die Arbeitslosigkeit weiter, jedoch nicht so stark wie in den Vorjahresmonaten.

Arbeitslosigkeit
Im März waren 4.127 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 157 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 554 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent, 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Wittenberg lag damit 0,1 Prozentpunkte über der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März bei 5.050. Das waren 598 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 7,8 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind.

Einstellungen und Entlassungen
Im März wurden 229 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 77 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 284 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 10 mehr als im Februar.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen sank im März im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 331 neue Stellen. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 1.047 Stellen gemeldet, das waren 265 mehr als von Januar bis März 2021. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und das Gastgewerbe haben im März die meisten Stellen gemeldet.

Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
Stand September 2021 waren im Landkreis Wittenberg 43.433 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 36 mehr als im September 2020.

Jobcenter Landkreis Wittenberg
Das Jobcenter Landkreis Wittenberg hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im März 5.606 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 1.735 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) sank ebenfalls. Aktuell werden 4.436 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Februar waren es 98 Bedarfsgemeinschaften mehr.

„Ende erstes Quartal 2022 sank die Arbeitslosigkeit weiter, jedoch nicht so stark wie in den Vorjahresmonaten. Die Zahl der Beschäftigten stieg an. Aktuell sind im Landkreis Wittenberg über 44.000 beschäftigt. Arbeitgeber meldeten zwar weniger neue Arbeitsstellen. Auf der anderen Seite erhöhte sich insgesamt der Bestand an offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr, ein Indiz für mögliche Besetzungsschwierigkeiten. Aus dem Gesundheitswesen gab es in Folge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht aktuell keine vermehrten Arbeitslosmeldungen. Die vollen Auftragsbücher vor allem im Handwerk sowie die Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt weiter beschleunigen. Weiter ist zu erwarten, dass die Folgen des Krieges in der Ukraine in den nächsten Wochen Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen werden. In erste Linie geht es jetzt erst einmal um die humanitäre Hilfe für die geflüchteten Menschen. Parallel bereiten wir die Schritte für eine Beratung zu Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt mit unseren Partnern vor, wie beispielweise die Themen Anerkennung von Berufsabschlüssen und Sprachkurse“, erklärt Birgit Ruhland, Chefin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.


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