31.03.2022 | Presseinfo Nr. 38

Ausbildungsmarkt: Gebraucht werden in der Region

Anhalt-Bitterfeld: Arbeitsagentur legt Zwischenbilanz bei den Ausbildungsmarktdaten vor

Mehr Bewerber und mehr Ausbildungsstellen
Im Spätsommer beginnt für viele junge Menschen in der Region der Einstieg ins Berufsleben: Sie beginnen ihre Ausbildung. Trotz der pandemischen Lage ist es uns gelungen, mehr Bewerber für den regionalen Ausbildungsmarkt zu begeistern. Für das im Spätsommer 2022 beginnende Ausbildungsjahr haben sich seit Oktober 2021 in Anhalt-Bitterfeld 419 Bewerberinnen und Bewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 24 mehr als im März 2021. Hinzu kommen die Jugendlichen, die ihren zukünftigen Aus-bildungsbetrieb über Schülerpraktika, Bewerberbörsen oder über Familien und Freunde schon für sich gefunden haben.

Arbeitgeber in Anhalt-Bitterfeld setzen weiter auf Ausbildung. Das zeigt die aktuelle Statistik für das Ausbildungsjahr 2021/2022. So wurde dem Arbeitgeber-Service von Oktober 2021 bis März 2022 739 Ausbildungsstellen für den Ausbildungsbeginn im Spätsommer gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 90 Stellen mehr, was einem Plus von 13,9 Prozent entspricht.

„Im Vergleich zum „Vor-Pandemie“-Jahr 2019 beobachten wir sowohl einen Anstieg bei den Bewerberzahlen als auch bei den gemeldeten Ausbildungsstellen. Da entwickelt sich der Landkreis Anhalt-Bitterfeld gegen den Landestrend. Das Interesse an einer Ausbildung und die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist eine wichtige Säule um den Fachkräftebedarf zu decken. Das ist angesichts des oftmals hohen Altersdurchschnitts in Unternehmen der richtige Weg und eine nachhaltige Investition in die Zukunft, weil der demografische Wandel mit seinen Folgeerscheinungen die größte Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt bleiben wird“, beschreibt Birgit Ruhland, Chefin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt.

Für Schülerinnen und Schüler rechnerisch eine komfortable Situation. Jedoch würden bestimmte Berufe förmlich überrannt und andere gingen teilweise leer aus. Zu den begehrten Berufen gehören bei den Jungen nach wie vor der KFZ-Mechatroniker und bei den Mädchen die Bürokauffrau. Hoch im Kurs stehen Ausbildungsplätze in der Industrie, während die Vorteile des Handwerks nicht immer auf den ersten Blick erkannt werden.

Den Jugendlichen empfiehlt Ruhland „Es ist wichtig, Berufe in den Blick zu nehmen, die nicht nur an der Spitze der Top 10 stehen. Es gäbe jede Menge Berufsbilder, die genau das mitbringen, was Jugendlichen vorschwebt. Hier hilft das eingehende Beratungsgespräch mit dem Berufsberater beispielsweise auch über die Videokommunikation.“

Alle Infos zum Thema „Ausbildung“ und den direkten Weg zur Berufsberatung per Video oder Telefon bündelt die Bundesagentur für Arbeit jetzt auf der Seite: www.arbeitsagentur.de/ausbildungklarmachen


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