10.06.2022 | Presseinfo Nr. 68

Neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Arbeitsagentur, Stadt und Jobcenter führen erfolgreiche Zusammenarbeit im Jugend.Berufs.Zentrum Dessau-Roßlau fort

Die Stadt Dessau-Roßlau, die Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg und das Jobcenter Dessau-Roßlau legen mit der Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Jugend.Berufs.Zentrums (JBZ). Sie einigen sich damit auf die gemeinsame Weiterführung des JBZ ab 01. Juli 2022. Wesentliches Ziel der künftigen Zusammenarbeit ist die Sicherstellung dauerhafter Kooperations- und Unterstützungsstrukturen zur beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Integration junger Menschen der Stadt.

Das JBZ wurde gemeinsam mit den Kooperationspartnern im Rahmen der Umsetzung des Landesprogramms „Regionales Übergangsmanagement in Sachsen-Anhalt“ (RÜMSA) für die Stadt Dessau-Roßlau aufgebaut und nun verstetigt. Seit der offiziellen Eröffnung am 19. September 2019 bietet es als zentrale Anlaufstelle am Übergang Schule-Beruf Unterstützung rund um Themen wie Schule, Ausbildung, Studium, Beruf, Schulden oder zu persönlichen Problemen und Sorgen. Hierfür arbeiten Berufsberatung, Arbeitsvermittlung und Jugendsozialberatung unter einem Dach zusammen. Für die Jugendlichen bedeutet das: kurze Wege und schnelle, passgenaue Hilfe. Das Jugend.Berufs.Zentrum war damit 2019 das erste in Sachsen-Anhalt, das im Rahmen des Programms RÜMSA realisiert wurde.

„Die Fortführung und Verstetigung des Jugend.Berufs.Zentrums war immer erklärtes Ziel aller Partner. Auch wenn Stadtverwaltung, Jobcenter und Arbeitsagentur schon immer gut zusammen gearbeitet haben, erreicht das JBZ mit einem zentralen Angebot und mit einem modernen Auftritt noch besser unsere Zielgruppe, die Jugendlichen in Dessau-Roßlau.“, erklärt Jens Krause, Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Bildung.

In den Anfangsjahren startete es allerdings zunächst unter erschwerten Bedingungen. Mit Beginn der Corona-Pandemie 2020 war großer Publikumsverkehr nicht realisierbar. Trotz dessen konnte die Beratung der jungen Menschen durchgehend gewährleistet werden – persönlich, telefonisch und auch digital.

„Vom ersten Tag an ging es allen Beteiligten darum, alle Beratungskompetenzen der Partner im Interesse junger Menschen unter einem gemeinsamen Dach zusammenzubringen, so adressatengerecht Unterstützung anzubieten - um gelungene Erwerbsbiografien am Übergang Schule – Beruf ausgestalten zu helfen. Nachhaltig wollen wir unnötige Brüche zu Beginn einer Erwerbsbiografie durch unser gemeinsames Tun vermeiden helfen. Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung haben wir uns alle auf die Fahne geschrieben, die Anzahl der Ausbildungsabbrecher zu reduzieren, ggf. erneut für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung in Dessau – Roßlau zu gewinnen.“ sagt Ines Blaschczok, Geschäftsführerin des Jobcenters Dessau-Roßlau.

Wesentliche Punkte zur Erweiterung der digitalen Angebote für die Zielgruppe waren zudem die Erstellung der eigenen JBZ-Website (2019) sowie die Veröffentlichung einer regionalen Online-Praktikumsbörse (2022). Neben freien Plätzen für Praktika und Ferienjobs, werden den jungen Menschen auf der Website vielfältige Informationen und nützliche Tipps rund um das Thema Berufsorientierung, Beratungskontakte, Veranstaltungstermine oder Kurzfilme zu verschiedenen Ausbildungsberufen aus dem Projekt „Berufskompass“ zur Verfügung gestellt.

Die erzielten Umsetzungsergebnisse im Rahmen des Programms RÜMSA, das zum 30.06.2022 endet, bilden zudem Grundlage für die Weiterführung und -entwicklung.

„An der individuellen Beratung der Jugendlichen halten wir auch in Zukunft fest. Unsere Beratungsangebote wollen wir noch weiter ausbauen, besonders an den Orten, wo sich Jugendliche aufhalten. Um den Übergang von Schule in das Berufsleben noch reibungsloser gestalten zu können, werden wir zukünftig stärker die Eltern, Lehrer und auch die Unternehmen einbinden und denen Möglichkeiten aufzeigen. Ein wichtiger Schlüssel dafür ist es Transparenz über Dienstleistung, Aktivitäten und Fördermöglichkeiten zu schaffen. Ein erster Schritt wurde gestern getan, indem sich erstmalig der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft in Dessau-Roßlau nach einer sehr langen pandemie-bedingten Pause getroffen hat, um die Erwartungen und Vorstellungen von Schule und Wirtschaft abzuklopfen, um dann gemeinschaftlich Jugendliche auf ihren Lebensweg nach der Schule zu begleiten“, betont Birgit Ruhland, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.
 



Über das JBZ:
Seit 2019 unterstützt das Jugend.Berufs.Zentrum Dessau-Roßlau (JBZ) junge Menschen am Übergang Schule - Beruf. Sie erhalten hier durch die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der Agentur für Arbeit, des Jugendamtes und des Jobcenters unter einem Dach gezielte Beratung und Unterstützungsleistung bei der Berufs- und Studienorientierung, der Arbeits- und Ausbildungssuche sowie bei persönlichen Sorgen und Problemen oder finanziellen Schwierigkeiten.

Kontakt:
Jugend.Berufs.Zentrum Dessau-Roßlau
Seminarplatz 1
06846 Dessau-Roßlau
E-Mail: jugendberufszentrum@dessau-rosslau.de
www.jbz-dessau-rosslau.de

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