29.07.2022 | Presseinfo Nr. 93

Landkreis Wittenberg: Arbeitsmarkt trotz vielfältiger Herausforderungen weiterhin robust.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Wittenberg hat sich in den letzten Wochen positiv entwickelt.

Arbeitslosigkeit
Im Juli waren 4.051 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat fiel die Anzahl um 39 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 22 Frauen und Männer gesunken.
Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahresmonat. Der Landkreis Wittenberg lag 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juli bei 5.054. Das waren 98 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 8,0 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind.

Einstellungen und Entlassungen
Im Juli wurden 273 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 37 mehr als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 252 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 57 mehr als im Juni.

Stellenmeldungen
Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 365 neue Stellen. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 2.346 Stellen gemeldet, das waren 214 mehr als von Januar bis Juli 2021. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel haben im Juni die meisten Stellen gemeldet.

Jobcenter Landkreis Wittenberg
Das Jobcenter Landkreis Wittenberg hat im vergangenen Monat fallende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im Juli 5.828 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 1.903 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) fiel ebenfalls. Aktuell werden 4.666 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im Juni waren es 105 Bedarfsgemeinschaften weniger.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Wittenberg hat sich in den letzten Wochen positiv entwickelt. Ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund des Rechtskreiswechsels der ukrainischen Flüchtlinge tritt im Landkreis Wittenberg nicht auf und belegt damit die zügige Bearbeitung und den Vollzug der Umstellung der Personengruppe bereits im letzten Monat.
Auswirkungen der gestiegenen Energiekosten, Störungen in den Lieferketten sowie Folgen der hohen Inflationsrate lassen sich in der Entwicklung am Arbeitsmarkt noch nicht erkennen.
„Entgegen des Trends im letzten Monat besteht weiterer Arbeitskräftebedarf auf Seiten der Unternehmen, in allen Geschäftsstellen ist die Zahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen gestiegen und liegt damit über den Vorjahresniveau. Inwiefern dieser Trend anhält und der Arbeitsmarkt sich trotz der erkennbaren Veränderungen und daraus resultierenden Herausforderungen weiterhin robust präsentiert ist derzeit nicht absehbar“, beschreibt Birgit Ruhland, Chefin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg die Situation am Arbeitsmarkt.


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