31.01.2019 | Presseinfo Nr. 13

Lippischer Arbeitsmarkt im Januar

Arbeitslosigkeit nimmt saisonbedingt im Januar um 604 Personen im Vergleich zum Vormonat zu. Aktuell 11.224 Arbeitslose, somit 858 Personen bzw. 7,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent, vor einem Jahr im Januar: 6,6 Prozent.

 

Der Arbeitsmarkt im Überblick

In Lippe nahm die Arbeitslosigkeit saisonbedingt im Januar gegenüber dem Vormonat um 604 Personen auf 11.224 Frauen und Männer zu. Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird erneut deutlich unterschritten, und zwar um 858 Frauen und Männer bzw. um 7,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,1 Prozent. Im Januar 2018 lag die Quote bei 6,6 Prozent.


„In der kalten Jahreszeit haben saisonale Effekte für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gesorgt“, erläutert Heinz Thiele, Leiter der Agentur für Arbeit Detmold. „Nicht nur die klimatischen Verhältnisse, sondern auch Entlassungen zum Quartals- bzw. Jahreswechsel beeinflussten die aktuelle Arbeitsmarktlage. Das Weihnachts- und Jahresendgeschäft sowie Nichtübernahmen nach Abschluss betrieblicher Ausbildungen machten sich zudem bemerkbar. Gleichwohl ist die Entwicklung in Lippe günstig, da die Arbeitslosenzahl des Vorjahres einmal mehr deutlich unterschritten wurde“, so der Agenturchef.

 

Im Januar meldeten sich im Kreis Lippe 2.299 Personen neu oder wieder arbeitslos; 1.708 Frauen und Männer meldeten sich im aktuellen Monat aus der Arbeitslosigkeit ab. Im Rechtskreis SGB III (Versicherungsbereich, Agentur für Arbeit Detmold) liegt die Arbeitslosigkeit im Januar bei 3.294 Frauen und Männer, das sind 407 Personen mehr als im Vormonat und 317 Menschen weniger als im Vorjahresmonat. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung, Jobcenter Lippe) gab es im Januar 7.930 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 197 Personen gegenüber Dezember. Im Vergleich zum Januar 2018 sind es 541 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGB-III-Arbeitslosigkeit liegt bei 1,8 Prozent; die anteilige SGB-II-Arbeitslosigkeit bei 4,3 Prozent.

 

Personengruppen

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) nahm im Vergleich zum Vormonat um 52 Personen zu. Damit sind aktuell 1.217 junge Frauen und Männer arbeitslos. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,5 Prozent.

Bei den über 50-Jährigen nahm die Arbeitslosenzahl im Januar gegenüber Dezember ebenfalls zu. Diese liegt aktuell bei 3.506 Personen (plus 241 zum Vormonat). Die Zahl der Älteren in Arbeitslosigkeit in den vergangenen zwölf Monaten fiel um 143 Personen bzw. um 3,9 Prozent. Die altersspezifische Arbeitslosenquote beträgt 5,3 Prozent, gegenüber 5,7 im Vorjahresjanuar.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen nahm im Vergleich zum Vormonat um 47 Personen zu. Es sind aktuell 4.792 Menschen langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum Januar 2018 sind es weniger Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit, und zwar 207 Frauen und Männer oder 4,1 Prozent.

Im Januar sind 3.108 ausländische Arbeitnehmer arbeitslos. Das sind 168 Personen mehr als im Vormonat und 143 Personen oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Kräftenachfrage/ Stellenentwicklung

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Detmold, der mit dem Kreis Lippe deckungsgleich ist, waren im Januar 2.291 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Dezember ist dies ein Minus von 284 Stellen oder elf Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 77 Stellen mehr, was einem Plus von drei Prozent entspricht. Arbeitgeber meldeten im Januar 611 neue Arbeitsstellen, was einem Zuwachs von immerhin 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

 

Regionale Entwicklung

In allen Geschäftsstellen des Agenturbezirkes Detmold war im Vergleich zum Vorjahresmonat die Arbeitslosigkeit rückläufig. Die Arbeitslosenquoten zeigen sich aufsteigend sortiert folgendermaßen: Geschäftsstelle Lemgo (4,6 Prozent), Geschäftsstelle Blomberg (5,2 Prozent), Geschäftsstelle Bad Salzuflen (6,4 Prozent), Hauptagentur Detmold (6,9 Prozent). Am günstigsten entwickelte sich der Arbeitsmarkt in Lemgo, wo der Bestand an Arbeitslosen gegenüber Januar 2018 um neun Prozent abnahm. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Bad Salzuflen mit einer Abnahme von sieben Prozent.

 

Der Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe

 

Im Januar stellte sich Winterwetter ein, sodass die Zahl der Arbeitslosen deutlich gestiegen ist. So stieg in unserer Region die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Vergleich zum Dezember 2018 um 7,5 Prozent auf 59.603 Personen. Das sind insgesamt 4.181 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote steigt auf 5,3 Prozent. Mit diesem Stand liegt sie 0,4 Prozentpunkte unter dem Ergebnis für den Januar 2018.

Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat stimmt positiv. Im Januar 2018 waren noch 6,3 Prozent oder 4.026 Menschen mehr ohne Arbeit registriert. Damit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Region Ostwestfalen-Lippe weiter über NRW-Schnitt. In NRW konnte die Zahl der arbeitslosen Menschen von Januar 2018 zu Januar 2019 um 6,2 Prozent reduziert werden.

Erfreulich ist, dass der zu beobachtende Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin fast alle Personengruppen betrifft. Demnach profitierten von der guten Entwicklung Jugendliche, Langzeitarbeitslose oder auch Ausländer, deren Arbeitslosigkeit aufgrund der Fluchtmigration zugenommen hatte.

Die Zahl der offenen Stellen, die von den Jobcentern und Arbeitsagenturen in OWL angeboten werden konnten, lag auch im Januar auf einem hohen Niveau. Gleichwohl lag der Bestand mit 19.797 freien Stellen um 804 Stellen niedriger, als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig sank die Zahl der von den Arbeitgebern in der Region gemeldeten neuen Stellen im Januar im Vergleich zum Vormonat und auch zum Vorjahresmonat. Dabei zeigen sich allerdings starke Unterschiede zwischen den Regionen in OWL.

Die günstigste Arbeitslosenquote in unserer Region findet sich im Agenturbezirk Paderborn (4,9 Prozent), gefolgt von den Bezirken Herford (5,0 Prozent), Bielefeld (5,4 Prozent) und Detmold (6,1 Prozent). Alle Regionen liegen damit deutlich unter dem Landesschnitt von 6,7 Prozent.