07.08.2020 | Presseinfo Nr. 50

Kindergeld für Schulabgänger

Grundsätzlich wird das Kindergeld bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt.
 
Für Kinder über 18 Jahre besteht bis zum 25. Lebensjahr weiter Anspruch auf Kindergeld, wenn sie nach Schulende innerhalb der folgenden fünf Monate
ein Studium

eine Ausbildung in einem Betrieb oder einer Schule

ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr bzw. einen sonstig anerkannten Freiwilligendienst beginnen.

 
Wenn in den fünf Monaten nach Schulende kein Ausbildungsplatz gefunden werden konnte, müssen die Bemühungen hierzu nachgewiesen werden. Das kann durch schriftliche Bewerbungen, Zwischennachrichten, Absagen von Ausbildungsbetrieben oder die Registrierung als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit bzw. einem SGB II-Träger (Jobcenter) erfolgen.
 

Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres wird außerdem Kindergeld gezahlt, wenn  das Kind arbeitsuchend gemeldet ist. In diesem Fall benötigt die Familienkasse eine entsprechende Mitteilung.

 

Zu beachten ist, dass für ein über 18 Jahre altes Kind, dass eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium erfolgreich abgeschlossen hat und 

 

  • weiterhin für einen Beruf ausgebildet wird

  • sich in einer Übergangszeit befindet

  • einen Freiwilligendienst leistet oder

    • seine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen kann

Kindergeld gezahlt werden kann, wenn es eine Erwerbstätigkeit ausübt, die unschädlich ist. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch gelten als unschädlich.

 

Weitere Informationen, Merkblätter und Vordrucke zum Kindergeld stehen im Internet unter www.familienkasse.de zur Verfügung oder können telefonisch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 30 angefordert werden.