Die 5 häufigsten Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld

Die zeitnahe Zahlbarmachung des Kurzarbeitergeldes (Kug) stellt einen wesentlichen Aspekt für die Agentur für Arbeit dar, um den Unternehmen in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten schnellstmöglich Unterstützung zukommen zu lassen.

Wir haben leider festgestellt, dass Anträge auf Kurzarbeitergeld und Abrechnungslisten häufig fehlerhaft oder unvollständig eingehen. Diese Anträge und Abrechnungslisten können dann nicht bearbeitet werden und müssen wieder zur Korrektur oder Vervollständigung zurückgesandt werden. Dies bedeutet Mehrarbeit auf beiden Seiten und zeitliche Verzögerung bei der Auszahlung des Kurzarbeitergeldes.

Aus diesem Grund haben wir die häufigsten Fehlerquellen zusammengefasst, die es zu vermeiden gilt, damit wir Ihre Anträge schnell bearbeiten können.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld

1. Es wird nur ein Teil des Antrags eingereicht:
Der Antrag besteht aus den beiden Vordrucken Kug 107 – „Kurzantrag auf Kug“ und Kug 108 – „Kug-Abrechnungsliste“, die beide zusammen eingereicht werden müssen.

2. Es wird Kug für Auszubildende und geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer beantragt:
Hier ist zu beachten, dass geringfügig Beschäftigte grundsätzlich keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Auszubildende bekommen grundsätzlich erst nach dem 6-wöchigen Entgeltfortzahlungszeitraum Kurzarbeitergeld, § 19 Abs. 1 Nr.2 BBiG.

3. Es wird Kug für gekündigte Arbeitnehmer abgerechnet:
Gekündigte Arbeitnehmer haben keinen Anspruch, da der Sinn des Kurzarbeitergeldes, der Erhalt des Beschäftigungsverhältnisses, in diesen Fällen nicht erreicht werden kann.

4. Bei der Kug-Berechnung werden auch sozialversicherungsfreie Entgeltbestandteile sowie Einmalzahlungen mit herangezogen:
Auf diesen Punkt ist bei der Berechnung besonders zu achten. Grundlage für die Kug-Berechnung ist das laufende sozialversicherungspflichtige Entgelt.

5. Tatsächlich gezahltes Arbeitsentgelt wie Feiertagsvergütung wird nicht als Ist-Entgelt aufgeführt:
Auch bei sog. Kurzarbeit 0, wenn also gar nicht mehr gearbeitet wird, fällt Feiertagsvergütung an, die als erzieltes Entgelt bei der Berechnung zu berücksichtigen ist.