29.10.2020 | Presseinfo Nr. 56

Ausbildungsmarkt - Jahresbilanz 2019/2020

Richard Paul, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Donauwörth zieht zum Ende des Berichtsjahres 2019/2020 Bilanz: „Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde es für Ausbildungssuchende und Arbeitgeber recht schwierig, zusammen zu kommen. Ausbildungsmessen wurden abgesagt, Betriebspraktika konnten nicht stattfinden, Vorstellungsgespräche wurden oftmals auf später verschoben. Und trotz allem lässt sich das Ergebnis der Jahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt sehen.“
 

Richard Paul, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Donauwörth zieht zum Ende des Berichtsjahres 2019/2020 Bilanz: „Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde es für Ausbildungssuchende und Arbeitgeber recht schwierig, zusammen zu kommen. Ausbildungsmessen wurden abgesagt, Betriebspraktika konnten nicht stattfinden, Vorstellungsgespräche wurden oftmals auf später verschoben. Und trotz allem lässt sich das Ergebnis der Jahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt sehen.“

„Die Berufsausbildung hat nach wie vor einen hohen Stellenwert in unserer Region. Fast 60 Prozent unserer gemeldeten Bewerber haben eine berufliche Ausbildung begonnen. Das entspricht dem Vorjahresniveau, denn Viele entscheiden sich auch für eine schulische Ausbildung oder weiterführende Schulen. Ein Berufsabschluss ist eine gute Investition in die berufliche Zukunft, da das Risiko von Arbeitslosigkeit deutlich sinkt und sich für Fachkräfte über die gesamte Dauer des Berufslebens bessere Perspektiven bieten. Ich freue mich besonders darüber, dass die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe - trotz der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Probleme für sehr viele Unternehmen - nicht nachgelassen hat. Die betriebliche Ausbildung ist ein wichtiger Faktor bei der Deckung des Fachkräftebedarfs und des Standorts“ führt Richard Paul aus.

Im Berichtjahr 2019/2020 wurden 4.602 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 156 oder 3,3 Prozent. Demgegenüber meldeten sich 3.347 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 379 oder 10,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Stichtag 30.09. waren noch 493 Berufsausbildungsstellen unbesetzt (2019: 561 unbesetzte Ausbildungsstellen) und 54 Jugendliche unversorgt (2019: 33 unversorgte Bewerber). Die Kolleginnen und Kollegen in der Berufsberatung unterstützen diese natürlich auch weiterhin, um einen passenden Weg in die berufliche Zukunft zu finden, denn kein Jugendlicher soll auf der Strecke bleiben.

Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen zeigt, wie schwer es in manchen Branchen ist, geeignete Nachwuchskräfte zu finden. Allein 39 Prozent aller nicht besetzten Ausbildungsstellen belegt der Bereich Handel und Verkauf. Viele noch offene Ausbildungsplätze gibt es in den Berufen Friseur/in, Maurer/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellt/r, Kaufmann/frau – Büromanagement und Bäcker/in.


Ausbildungsmarkt - Jahresbilanz 2019/2020 in den Regionen

Landkreis Dillingen

Im Berichtjahr 2019/2020 wurden 734 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 16 oder 2,1 Prozent. Demgegenüber meldeten sich 559 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 131 oder 19 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Stichtag 30.09. waren noch 79 Berufsausbildungsstellen unbesetzt (2019: 42 unbesetzte Ausbildungsstellen) und 14 Jugendliche unversorgt (2019: 14 unversorgte Bewerber). Rund 63 Prozent der gemeldeten Bewerber mündeten in eine Berufsausbildung. Weitere rund 22 Prozent gehen weiter zur Schule oder beginnen ein Studium.

Landkreis Donau-Ries

Im Berichtjahr 2019/2020 wurden 1.545 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 88 oder 5,4 Prozent. Demgegenüber meldeten sich 1.029 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 86 oder 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Stichtag 30.09. waren noch 167 Berufsausbildungsstellen unbesetzt (2019: 141 unbesetzte Ausbildungsstellen) und 14 Jugendliche unversorgt (2019: 6 unversorgte Bewerber). Rund 68 Prozent der gemeldeten Bewerber mündeten in eine Berufsausbildung. Weitere rund 23 Prozent gehen weiter zur Schule oder beginnen ein Studium.

Landkreis Günzburg

Im Berichtjahr 2019/2020 wurden 1.085 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 45 oder 4,3 Prozent. Demgegenüber meldeten sich 714 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 82 oder 10,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Stichtag 30.09. waren noch 128 Berufsausbildungsstellen unbesetzt (2019: 196 unbesetzte Ausbildungsstellen) und 9 Jugendliche unversorgt (2019: 6 unversorgte Bewerber). Rund 63 Prozent der gemeldeten Bewerber mündeten in eine Berufsausbildung. Weitere rund 20 Prozent gehen weiter zur Schule oder beginnen ein Studium.

Landkreis Neu-Ulm

Im Berichtjahr 2019/2020 wurden 1.238 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 97 oder 7,3 Prozent. Demgegenüber meldeten sich 1.045 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 80 oder 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Stichtag 30.09. waren noch 119 Berufsausbildungsstellen unbesetzt (2019: 182 unbesetzte Ausbildungsstellen) und 17 Jugendliche unversorgt (2019: 7 unversorgte Bewerber). Rund 46 Prozent der gemeldeten Bewerber mündeten in eine Berufsausbildung. Weitere 35 Prozent gehen weiter zur Schule oder beginnen ein Studium.