31.08.2021 | Presseinfo Nr. 49

Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt an

·         Arbeitslosenquote steigt auf 2,4 Prozent
·         Qualifizierte Arbeitskräfte werden gesucht
·         Noch rund 1.400 unbesetzte Ausbildungsstellen
 

„Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth, zu der die Landkreise Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm gehören, leicht an. Entgegen dem saisonüblichen Muster macht sich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit dieses Jahr erst zeitverzögert im August bemerkbar. Die Gründe liegen in der pandemiebedingten Verschiebung von schulischen und beruflichen Abschlussprüfungen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,4 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Juli. Derzeit sind 7.450 Menschen ohne Arbeit, 244 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 3,1 Prozent und insgesamt waren 9.785 Personen ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher.“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

„Bei den jungen Menschen bis unter 25 Jahren verzeichnen wird den stärksten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit 26,8 Prozent, während sich das Plus bei den anderen Personengruppen auf einem niedrigen einstelligen Wert bewegt. Die Jugendlichen haben nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung nicht immer nahtlos eine Anschlussbeschäftigung und müssen sich deshalb arbeitslos melden. Insgesamt sind 1.009 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 213 mehr als im Juli, aber 510 weniger als vor einem Jahr“ so Möritz weiter.

Im August haben sich 2.557 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 970 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 2.314 die Arbeitslosigkeit beenden, 778 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 7.450 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 4.758 (plus 270 im Vergleich zum Vormonat, minus 2.378 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 2.692 (minus 26 im Vergleich zum Vormonat; plus 43 zum Vorjahr) in den vier Jobcentern Donau-Ries, Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm gemeldet.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im August wurden 1.277 neue Arbeitsstellen gemeldet, 174 bzw. 12 Prozent weniger als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 369 Stellen (plus 40,6 Prozent) mehr gemeldet.

Arbeitssuchende können aus 5.501 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 179 bzw. 3,4 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 1.921 bzw. 53,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Insgesamt gesehen ist der Stellenmarkt weiter auf Erholungskurs, das Vorkrisenniveau ist aber in unserer Region noch nicht erreicht. So wurden im August 2019 beispielsweise 1.633 Stellen neu gemeldet und wir hatten 6.560 Arbeitsstellen im Bestand“ bewertet der stellvertretende Agenturleiter die Situation.

Kurzarbeit

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im August im Vergleich zum Vormonat nochmals gesunken. Bis zum 25.08.2021 gingen 11 Anzeigen für 132 Beschäftigte ein. Im Juli wurden 27 Anzeigen für 506 Beschäftigte eingereicht.

Ausbildungsmarkt

Seit Oktober, dem Beginn des Berufsberatungsjahres, bekam die Agentur für Arbeit Donauwörth insgesamt 4.069 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 460 beziehungsweise 10,2 Prozent weniger als im letzten Jahr. Im gleichen Zeitraum haben sich 3.152 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 156 junge Menschen weniger (- 4,7 Prozent) als im Vorjahr. Insgesamt 296 Jugendliche haben noch keine Ausbildung oder eine andere Alternative.

„Eine duale Berufsausbildung ist eine stabile Basis für die Zukunft und bringt zugleich das erste eigene Gehalt. Viele erfolgreiche Führungskräfte und Selbständige haben mit einer Ausbildung angefangen und später erst eine Aufstiegsfortbildung absolviert. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen, Geld verdienen oder Karriere machen, oder beides gleichzeitig. In unserer Region sind 1.398 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, hat also gute Chancen für den Ausbildungsstart im Herbst“, so Werner Möritz.

Das Angebot an offenen Ausbildungsstellen ist breit gefächert. Unter den Top 5 der offenen Berufsausbildungsstellen sind Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/-in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Handelsfachwirt/in, Maurer/in. Aber auch in vielen anderen Berufsfeldern gibt es noch viele unbesetzte Ausbildungsstellen. Das Angebot kann ganz einfach mit dem Handy über die Jobbörse auf www.arbeitsagentur.de abgerufen werden. Wer noch unentschlossen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Berufsberatung wenden. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater helfen bei allen Fragen rund um Ausbildung und bieten Termine in der Arbeitsagentur oder per Videoberatung an.

Arbeitslose Arbeitslosgenquote Aug 21 Arbeitslosgenquote Jul 21 Arbeitslosgenquote Aug 20
Agenturbezirk gesamt         7.450 2,4 2,3 3,1
Landkreis Dillingen         1.360 2,4 2,4 2,9
Landkreis Donau-Ries          1.754 2,2 2,1 2,5
Landkreis Günzburg        1.604 2,1 2,0 3,0
Landkreis Neu-Ulm          2.732 2,6 2,6 3,8

Landkreis Dillingen:

Arbeitslosenquote unverändert bei 2,4 Prozent

„Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Dillingen leicht an. Entgegen dem saisonüblichen Muster macht sich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit dieses Jahr erst zeitverzögert im August bemerkbar. Die Gründe liegen in der pandemiebedingten Verschiebung von schulischen und beruflichen Abschlussprüfungen. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 2,4 Prozent. Derzeit sind 1.306 Menschen ohne Arbeit, 44 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 2,9 Prozent und 241 Personen mehr waren ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher.“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

„Bei den jungen Menschen bis unter 25 Jahren verzeichnen wird den stärksten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit 38,8 Prozent, während sich das Plus bei den anderen Personengruppen auf einem niedrigen einstelligen Wert bewegt bzw. sogar ein Minus zu verzeichnen ist. Die Jugendlichen haben nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung nicht immer nahtlos eine Anschlussbeschäftigung und müssen sich deshalb arbeitslos melden. Insgesamt sind 161 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 45 mehr als im Juli, aber 101 weniger als vor einem Jahr“ so Möritz weiter.

Im August haben sich 462 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 182 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 420 die Arbeitslosigkeit beenden, 128 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 1.360 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 840 (plus 43 im Vergleich zum Vormonat, minus 208 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 520 (plus 1 im Vergleich zum Vormonat; minus 33 zum Vorjahr) im Jobcenter Dillingen gemeldet.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im August wurden 144 neue Arbeitsstellen gemeldet, 44 bzw. 23,4 Prozent weniger als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 16 Stellen (minus 10,0 Prozent) weniger gemeldet.

Arbeitssuchende können aus 810 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 6 bzw. 0,7 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 248 bzw. 44,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Insgesamt gesehen ist der Stellenmarkt weiter auf Erholungskurs, beim Bestand wurde bereits das Vorkrisenniveau überschritten. So wurden im August 2019 beispielsweise 225 Stellen neu gemeldet und wir hatten 763 Arbeitsstellen im Bestand“ bewertet der stellvertretende Agenturleiter die Situation.

Personal wird besonders in folgenden Berufsbereichen gesucht: Lagerwirtschaft, Verkauf, Maschinenbau, Schweißtechnik, spanenden Metallbearbeitung, Altenpflege, Bauelektrik, Kraftfahrzeugtechnik, Reinigung und Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW).

Kurzarbeit

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Bis zum 25.08.2021 wurden im Landkreis Dillingen für den August 4 Anzeigen von den Arbeitgebern für 97 Beschäftige eingereicht. Im Juli war es keine einzige Anzeige.

Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt zeigt sich von der Corona-Pandemie unbeeindruckt. Seit Oktober, dem Beginn des Berufsberatungsjahres, wurden im Landkreis Dillingen insgesamt 733 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Es wurde sogar eine Stelle mehr gemeldet als im letzten Jahr. Im gleichen Zeitraum haben sich 546 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 4 junge Menschen weniger (minus 0,7 Prozent) als im Vorjahr. Insgesamt 52 Jugendliche haben noch keine Ausbildung oder eine andere Alternative.

„Eine duale Berufsausbildung ist eine stabile Basis für die Zukunft und bringt zugleich das erste eigene Gehalt. Viele erfolgreiche Führungskräfte und Selbständige haben mit einer Ausbildung angefangen und später erst eine Aufstiegsfortbildung absolviert. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen, Geld verdienen oder Karriere machen, oder beides gleichzeitig. Im Landkreis sind 282 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, hat sogar bessere Chancen für den Ausbildungsstart im Herbst als vor der Corona-Krise“, so Werner Möritz.

Das Angebot an offenen Ausbildungsstellen ist breit gefächert. In diesen Berufen gibt es noch besonders viele unbesetzte Berufsausbildungsstellen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk – Bäckerei, Anlagenmechaniker - Sanitär-/Heizung-Klimatechnik, Maurer/in, Handelsfachwirt/in (Ausbildung), Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Zimmerer/Zimmerin, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk – Fleischerei, Medientechnologe/-technologin Druck. Aber auch in vielen anderen Berufsfeldern gibt es noch attraktive Ausbildungsstellen. Das Angebot kann ganz einfach mit dem Handy über die Jobbörse auf www.arbeitsagentur.de abgerufen werden. Wer noch unentschlossen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Berufsberatung wenden. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater helfen bei allen Fragen rund um Ausbildung und bieten Termine in der Arbeitsagentur oder per Videoberatung an.

Landkreis Donau-Ries:

Arbeitslosenquote steigt leicht auf 2,2 Prozent

„Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Donau-Ries nochmals leicht an. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,2 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Juli. Derzeit sind 1.754 Menschen ohne Arbeit, 106 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 2,5 Prozent und 226 Personen mehr waren ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

„Bei den jungen Menschen bis unter 25 Jahren verzeichnen wird den stärksten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit 37,6 Prozent, während sich das Plus bei den anderen Personengruppen auf einem niedrigen einstelligen Wert bewegt. Die Jugendlichen haben nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung nicht immer nahtlos eine Anschlussbeschäftigung und müssen sich deshalb arbeitslos melden. Insgesamt sind 322 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 88 mehr als im Juli und 5 weniger als vor einem Jahr“ so Möritz weiter.

Im August haben sich 611 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 235 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 502 die Arbeitslosigkeit beenden, 188 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 1.754 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.176 (plus 116 im Vergleich zum Vormonat, minus 257 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 578 (minus 10 im Vergleich zum Vormonat; plus 31 zum Vorjahr) im Jobcenter Donau-Ries gemeldet.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im August wurden 332 neue Arbeitsstellen gemeldet, 48 bzw. 12,6 Prozent weniger als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 78 Stellen (plus 30,7 Prozent) mehr gemeldet.

Arbeitssuchende können aus 1.497 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 61 bzw. 4,2 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 326 bzw. 27,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Insgesamt gesehen ist der Stellenmarkt weiter auf Erholungskurs, das Vorkrisenniveau ist aber in unserer Region noch nicht erreicht. So wurden im August 2019 beispielsweise 442 Stellen neu gemeldet und wir hatten 1.736 Arbeitsstellen im Bestand“ bewertet der stellvertretende Agenturleiter die Situation.

Personal wird besonders in folgenden Berufsbereichen gesucht: Verkauf, Lagerwirtschaft, Metallbearbeitung, Kraftfahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenführung, Bürokräfte, Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW), Bauelektrik, Kranführer/Bediener Hebeeinrichtungen und Schweißtechnik.

Kurzarbeit

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im August im Vergleich zum Vormonat stark gesunken. So gingen im Juli 14 Anzeigen für 292 Beschäftigte ein. Im August war es bis zum Stichtag am 25.08.2021 keine einzige.

Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt zeigt sich von der Corona-Pandemie unbeeindruckt. Seit Oktober, dem Beginn des Berufsberatungsjahres, wurden im Landkreis Donau-Ries insgesamt 1.476 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 51 beziehungsweise 3,3 Prozent weniger als im letzten Jahr. Im gleichen Zeitraum haben sich 969 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 52 junge Menschen weniger (minus 5,1 Prozent) als im Vorjahr. Insgesamt 77 Jugendliche haben noch keine Ausbildung oder eine andere Alternative.

„Eine duale Berufsausbildung ist eine stabile Basis für die Zukunft und bringt zugleich das erste eigene Gehalt. Viele erfolgreiche Führungskräfte und Selbständige haben mit einer Ausbildung angefangen und später erst eine Aufstiegsfortbildung absolviert. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen, Geld verdienen oder Karriere machen, oder beides gleichzeitig. Im Landkreis sind 497 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, hat also gute Chancen für den Ausbildungsstart im Herbst“, so Werner Möritz.

Das Angebot an offenen Ausbildungsstellen ist breit gefächert. In diesen Berufen gibt es noch besonders viele unbesetzte Berufsausbildungsstellen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Maurer/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Anlagenmechaniker - Sanitär-/Heizung-Klimatechnik, Handelsfachwirt/in (Ausbildung), Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk – Fleischerei, Friseur/in. Aber auch in vielen anderen Berufsfeldern gibt es noch attraktive Ausbildungsstellen. Das Angebot kann ganz einfach mit dem Handy über die Jobbörse auf www.arbeitsagentur.de abgerufen werden. Wer noch unentschlossen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Berufsberatung wenden. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater helfen bei allen Fragen rund um Ausbildung und bieten Termine in der Arbeitsagentur oder per Videoberatung an.

Landkreis Günzburg:

Arbeitslosenquote steigt leicht auf 2,1 Prozent

„Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Donau-Günzburg leicht an. Entgegen dem saisonüblichen Muster macht sich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit dieses Jahr erst zeitverzögert im August bemerkbar. Die Gründe liegen in der pandemiebedingten Verschiebung von schulischen und beruflichen Abschlussprüfungen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,1 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Juli. Derzeit sind 1.604 Menschen ohne Arbeit, 73 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 3,0 Prozent und 681 Personen mehr waren ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

„Bei den jungen Menschen bis unter 25 Jahren verzeichnen wird den stärksten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit 22,8 Prozent, während sich das Plus bei den anderen Personengruppen auf einem niedrigen einstelligen Wert bewegt bzw. ein Rückgang zu verzeichnen ist. Die Jugendlichen haben nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung nicht immer nahtlos eine Anschlussbeschäftigung und müssen sich deshalb arbeitslos melden. Insgesamt sind 221 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 41 mehr als im Juli und 154 weniger als vor einem Jahr“ so Möritz weiter.

Im August haben sich 587 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 230 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 516 die Arbeitslosigkeit beenden, 184 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 1.604 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.126 (plus 84 im Vergleich zum Vormonat, minus 697 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 478 (minus 11 im Vergleich zum Vormonat; plus 16 zum Vorjahr) im Jobcenter Günzburg gemeldet.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im August wurden 323 neue Arbeitsstellen gemeldet, 143 bzw. 30,7 Prozent weniger als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 108 Stellen (plus 50,2 Prozent) mehr gemeldet.

Arbeitssuchende können aus 1.495 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 12 bzw. 0,8 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 620 bzw. 70,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Insgesamt gesehen ist der Stellenmarkt beim Stellenzugang auf einem deutlichen Erholungskurs, jedoch ist beim Stellenbestand das Vorkrisenniveau in unserer Region noch nicht erreicht. So wurden im August 2019 beispielsweise 396 Stellen neu gemeldet und wir hatten 1.994 Arbeitsstellen im Bestand“ bewertet der stellvertretende Agenturleiter die Situation.

Personal wird besonders in folgenden Berufsbereichen gesucht: Lagerwirtschaft, Verkauf, Papier- und Verpackungstechnik, Metallbearbeitung, Post- und Zustelldienste, Schweißtechnik, Kranführer / Bediener Hebeeinrichtungen, Maschinenbau, Metallbau und Kunststoff- und Kautschukherstellung.

Kurzarbeit

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist weiterhin stark rückläufig. So ging im August bis zum 25.08.2021 keine einzige Anzeige der Unternehmen ein.  

Ausbildungsmarkt

Seit Oktober, dem Beginn des Berufsberatungsjahres, wurden im Landkreis Günzburg insgesamt 885 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 181 beziehungsweise 17 Prozent weniger als im letzten Jahr. Im gleichen Zeitraum haben sich 644 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 62 junge Menschen weniger (minus 8,8 Prozent) als im Vorjahr. Insgesamt 55 Jugendliche haben noch keine Ausbildung oder eine andere Alternative.

„Eine duale Berufsausbildung ist eine stabile Basis für die Zukunft und bringt zugleich das erste eigene Gehalt. Viele erfolgreiche Führungskräfte und Selbständige haben mit einer Ausbildung angefangen und später erst eine Aufstiegsfortbildung absolviert. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen, Geld verdienen oder Karriere machen, oder beides gleichzeitig. Im Landkreis sind 285 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, hat also gute Chancen für den Ausbildungsstart im Herbst“, so Werner Möritz.

Das Angebot an offenen Ausbildungsstellen ist breit gefächert. In diesen Berufen gibt es noch besonders viele unbesetzte Berufsausbildungsstellen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachkraft – Lagerlogistik, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk – Fleischerei, Fleischer/in, Metallbauer/in – Konstruktionstechnik, Maschinen- und Anlagenführer/in, Maurer/in, Fachlagerist/in, Kaufmann/-frau – Büromanagement. Aber auch in vielen anderen Berufsfeldern gibt es noch attraktive Ausbildungsstellen. Das Angebot kann ganz einfach mit dem Handy über die Jobbörse auf www.arbeitsagentur.de abgerufen werden. Wer noch unentschlossen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Berufsberatung wenden. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater helfen bei allen Fragen rund um Ausbildung und bieten Termine in der Arbeitsagentur oder per Videoberatung an.

Landkreis Neu-Ulm

Arbeitslosenquote unverändert auf 2,6 Prozent

„Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Neu-Ulm leicht an. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 2,6 Prozent. Derzeit sind 2.732 Menschen ohne Arbeit, 21 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 3,8 Prozent und 1.187 Personen mehr waren ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher.“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

„Bei den jungen Menschen bis unter 25 Jahren verzeichnen wird den stärksten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit 14,7 Prozent, während sich das Plus bei den anderen Personengruppen auf einem niedrigen einstelligen Wert bewegt bzw. sogar ein Minus zu verzeichnen ist. Die Jugendlichen haben nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung nicht immer nahtlos eine Anschlussbeschäftigung und müssen sich deshalb arbeitslos melden. Insgesamt sind 305 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 39 mehr als im Juli, aber 250 weniger als vor einem Jahr“ so Möritz weiter.

Im Juli haben sich 897 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 323 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 876 die Arbeitslosigkeit beenden, 278 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 2.732 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.616 (plus 27 im Vergleich zum Vormonat, minus 1.216 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 1.116 (minus 6 im Vergleich zum Vormonat; plus 29 zum Vorjahr) im Jobcenter Neu-Ulm gemeldet.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im August wurden 478 neue Arbeitsstellen gemeldet, 61 bzw. 14,6 Prozent mehr als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 199 Stellen (plus 71,3 Prozent) mehr gemeldet.

Arbeitssuchende können aus 1.699 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 100 bzw. 6,3 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 727 bzw. 74,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Insgesamt gesehen ist der Stellenmarkt weiter auf Erholungskurs, das Vorkrisenniveau ist aber in unserer Region noch nicht erreicht. So wurden im August 2019 beispielsweise 570 Stellen neu gemeldet und wir hatten 2.067 Arbeitsstellen im Bestand“ bewertet der stellvertretende Agenturleiter die Situation.

Personal wird besonders in folgenden Berufsbereichen gesucht: Verkauf, Lagerwirtschaft, spanenden Metallbearbeitung, Mechatronik, Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW), Maschinenbau, Kinderbetreuung und -erziehung, Kranführer/Bediener Hebeeinrichtungen, Schweiß- und Verbindungstechnik und Metallbearbeitung.

Kurzarbeit

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im August im Vergleich zum Vormonat nochmals gesunken und es wurden weit weniger Arbeitnehmer in den Anzeigen angegeben. Bis zum 25.08.2021 gingen 4 Anzeigen für 8 Beschäftigte ein. Im Juli waren es 8 Anzeigen für 186 Beschäftigte.

Ausbildungsmarkt

Der Strukturwandel und die Corona-Pandemie haben auf der Angebotsseite deutliche Spuren hinterlassen. So wurden seit Oktober, dem Beginn des Berufsberatungsjahres, im Landkreis Neu-Ulm insgesamt 975 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 229 beziehungsweise 19 Prozent weniger als im letzten Jahr. Im gleichen Zeitraum haben sich 993 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 38 junge Menschen weniger (minus 3,7 Prozent) als im Vorjahr. Insgesamt 112 Jugendliche haben noch keine Ausbildung oder eine andere Alternative.

„Eine duale Berufsausbildung ist eine stabile Basis für die Zukunft und bringt zugleich das erste eigene Gehalt. Viele erfolgreiche Führungskräfte und Selbständige haben mit einer Ausbildung angefangen und später erst eine Aufstiegsfortbildung absolviert. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen, Geld verdienen oder Karriere machen, oder beides gleichzeitig. Im Landkreis sind 334 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, sollte sich unverzüglich bei der Berufsberatung melden“, so Werner Möritz.

Das Angebot an offenen Ausbildungsstellen ist breit gefächert. In diesen Berufen gibt es noch besonders viele unbesetzte Berufsausbildungsstellen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachkraft – Lagerlogistik, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Industriekaufmann/-frau, Handelsfachwirt (Ausbildung), Berufskraftfahrer/in, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk – Fleischerei, Bäcker/in Aber auch in vielen anderen Berufsfeldern gibt es noch attraktive Ausbildungsstellen. Das Angebot kann ganz einfach mit dem Handy über die Jobbörse auf www.arbeitsagentur.de abgerufen werden. Wer noch unentschlossen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Berufsberatung wenden. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater helfen bei allen Fragen rund um Ausbildung und bieten Termine in der Arbeitsagentur oder per Videoberatung an.