30.06.2021 | Presseinfo Nr. 38

Licht am Ende des Tunnels? Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

- Arbeitslosenquote sinkt 2,4 Prozent
- Arbeitskräftenachfrage steigt wieder
- Kurzarbeit stabilisiert die Beschäftigung auch weiterhin
     o   Zugangserleichterungen werden verlängert
     o   Anzahl der Kurzarbeiteranzeigen sinkt erheblich
- Hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen
- Neue Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit hält auch im Juni weiter an. So ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth mit den Landkreisen Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm im Juni erneut gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,4 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkt niedriger als im Mai. Vor einem Jahr betrug sie 2,6 Prozent. Aktuell sind 7.508 Personen arbeitslos gemeldet, 551 weniger als vor einem Monat und 1.581 weniger als vor einem Jahr. Hierbei ist zu beachten, dass zwei Berichtsmonate innerhalb der Pandemie miteinander verglichen werden (Juni 2021/2020).

„Langsam aber sicher erholt sich der Arbeitsmarkt wieder. Nichtsdestotrotz haben die Pandemie und der Strukturwandel erhebliche Spuren bei der Arbeitslosenzahl hinterlassen, wenn man diese mit den Vorkrisenjahren vergleicht. So waren im Juni 2019 insgesamt 5.419 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.089 weniger als aktuell. Im Juni 2018 waren es sogar nur 5.095 Arbeitslose, 2.413 weniger als in diesem Monat“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Im Juni haben sich 1.998 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 866 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 2.546 die Arbeitslosigkeit beenden, 1.096 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 7.508 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 4.691 (minus 498 im Vergleich zum Vormonat, minus 1.578 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 2.817 (minus 53 im Vergleich zum Vormonat; minus 3 zum Vorjahr) in den vier Jobcentern Donau-Ries, Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm gemeldet.

Kurzarbeit

„Trotz schrittweiser Lockerungen bleibt es für die von der Pandemie stark betroffenen Betriebe unabwägbar, ob und wann eventuell erneut Kurzarbeit erforderlich ist. Die Zugangserleichterungen und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 50 % bzw. 100 % werden daher mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 17.06.2021 auch für Fälle verlängert, in denen Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 eingeführt wird. Damit werden die Zugangserleichterungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld verlängert und eine Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 100 % um weitere drei Monate erweitert. Kurzarbeitenden Unternehmen empfehle ich, diese Zeit für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu nutzen. Denn Fachkräfte werden auch nach der Krise dringend benötigt, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unsere Experten im Arbeitgeber-Service beraten und unterstützen gerne dabei“, informiert und rät Richard Paul.

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten. Der Umfang der realisierten Kurzarbeit ist weiterhin hoch. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im Juni im Vergleich zum Vormonat nochmals deutlich gesunken und es wurden erheblich weniger Arbeitnehmer in den Anzeigen angegeben. Bis zum 24.06.2021 gingen 26 Anzeigen für 194 Beschäftigte ein. Im Mai wurden 57 Anzeigen für 1.350 Beschäftigte eingereicht.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Juni wurden 1.035 neue Arbeitsstellen gemeldet, 211 bzw. 16,9 Prozent weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 507 Stellen (plus 96 Prozent) mehr gemeldet. Hier ist aber zu beachten, dass zu Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die Stellenmeldungen komplett eingebrochen waren.

„Arbeitssuchende können aus 4.713 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 162 bzw. 3,6 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 1.002 bzw. 27 Prozent über dem Vorjahresniveau. Menschen, die im Moment schwerer auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, haben damit wieder bessere Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte, die aktuell noch eine höhere Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr aufweisen“, berichtet Paul.

Gesucht wird Personal besonders in den Berufsbereichen: Lagerwirtschaft, Verkauf, Maschinenbau, Metallbearbeitung, Schweißtechnik, Bauelektrik, Kranführer, spanenden Metallbearbeitung, Maschinen- und Anlageführung und Kraftfahrzeugtechnik.

Hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen

Von Oktober 2020 bis Juni 2021 wurden insgesamt 3.864 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 464 bzw. 10,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag hingegen bei 3.006. Das entspricht einem Rückgang von 154 bzw. 4,9 Prozent. Das Bewerber-Stellen-Verhältnis ist daher aus Sicht der Ausbildungssuchenden weiterhin positiv: Auf einen gemeldetem Bewerber kommen 1,29 gemeldete Berufsausbildungsstellen. Bisher blieben noch 1.757 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig haben 1.012 junge Menschen noch keine Ausbildung oder eine Alternative.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Der Leiter der Donauwörther Arbeitsagentur berichtet zu den neuesten Zahlen aus der Beschäftigtenstatistik: „Trotz Corona-Pandemie hat sich Beschäftigung relativ wenig verändert, was wirklich bemerkenswert ist. Ende Dezember 2020, dem letzten Quartalsstichtag, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth auf 218.598. Gegenüber dem Vorjahresquartal hat die Beschäftigtenzahl um 150 oder 0,1 Prozent leicht zugenommen.

In einigen Wirtschaftsbereichen sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen, wie zum Beispiel im Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen, Herstellung von Vorleistungsgütern (einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes), Baugewerbe, öffentliche Verwaltung und im Bereich Information und Kommunikation. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Handel/ Instandhaltung/ Reparatur von Kraftfahrzeugen (plus 599 oder 1,8 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (minus 2.144 oder 2,7 Prozent).

Arbeitsmarkt regional 

Landkreis Arbeitslose Juni 21 Alo Quote Mai 21 Alo Quote Juni 20 Alo Quote
Dillingen 1.339 2,4 2,5 2,7
Donau-Ries 1.624 2,0 2,1 2,3
Günzburg 1.650 2,2 2,5 2,8
Neu-Ulm 2.895 2,8 3,0 3,6

Landkreis Dillingen:

Licht am Ende des Tunnels?

Arbeitslosenquote sinkt auf 2,4 Prozent

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Dillingen, ist im Juni nochmals leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,4 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Mai. Vor einem Jahr betrug sie 2,7 Prozent. Aktuell sind 1.339 Personen arbeitslos gemeldet, 70 weniger als vor einem Monat und 179 weniger als vor einem Jahr. Hierbei ist zu beachten, dass zwei Berichtsmonate innerhalb der Krise miteinander verglichen werden (Juni 2021/2020).

„Langsam aber sicher erholt sich der Arbeitsmarkt wieder. Nichtsdestotrotz haben die Pandemie und der Strukturwandel erhebliche Spuren bei der Arbeitslosenzahl hinterlassen, wenn man diese mit den Vorkrisenjahren vergleicht. So waren im Juni 2019 insgesamt 971 Menschen arbeitslos gemeldet, 368 weniger als aktuell. Im Juni 2018 waren es sogar nur 848 Arbeitslose, 491 weniger als in diesem Monat“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Im Juni haben sich 355 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 162 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 423 die Arbeitslosigkeit beenden, 189 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 1.339 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 809 (minus 61 im Vergleich zum Vormonat, minus 151 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 530 (minus 9 im Vergleich zum Vormonat, minus 28 zum Vorjahr) im Jobcenter Dillingen gemeldet.

Kurzarbeit

„Trotz schrittweiser Lockerungen bleibt es für die von der Pandemie stark betroffenen Betriebe unabwägbar, ob und wann eventuell erneut Kurzarbeit erforderlich ist. Die Zugangserleichterungen und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 50 % bzw. 100 % werden daher mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 17.06.2021 auch für Fälle verlängert, in denen Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 eingeführt wird. Damit werden die Zugangserleichterungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld verlängert und eine Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 100 % um weitere drei Monate erweitert. Kurzarbeitenden Unternehmen empfehle ich, diese Zeit für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu nutzen. Denn Fachkräfte werden auch nach der Krise dringend benötigt, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unsere Experten im Arbeitgeber-Service beraten und unterstützen gerne dabei“, informiert und rät Richard Paul.

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Der Umfang der realisierten Kurzarbeit ist weiterhin hoch. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im Juni im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken und es wurden viel weniger Arbeitnehmer in den Anzeigen angegeben. Bis zum 24.06.2021 gingen 3 Anzeigen für 26 Beschäftigte ein. Im Mai wurden 9 Anzeigen für 77 Beschäftigte eingereicht.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Juni wurden 151 neue Arbeitsstellen gemeldet, 23 weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 77 Stellen mehr gemeldet, was viel erscheinen mag. Hier ist aber zu beachten, dass zu Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die Stellenmeldungen komplett eingebrochen waren.

„Arbeitssuchende können aus 727 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 29 bzw. 4,2 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 182 bzw. 33,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Menschen, die im Moment schwerer auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, haben damit wieder bessere Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte, die aktuell noch eine höhere Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr aufweisen“, berichtet Paul.

Personal wird besonders in den Berufsbereichen: Lagerwirtschaft, Maschinenbau, Verkauf, Schweißtechnik, Altenpflege, Metallbearbeitung, Bauelektrik, Berufskraftfahrer, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und spanenden Metallbearbeitung gesucht.

Hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen

Von Oktober 2020 bis Juni 2021 wurden insgesamt 718 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 5 bzw. 0,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag hingegen bei 515. Das entspricht exakt dem Vorjahresniveau. Das Bewerber-Stellen-Verhältnis ist daher aus Sicht der Ausbildungssuchenden weiterhin positiv: Auf einen gemeldetem Bewerber kommen 1,39 gemeldete Berufsausbildungsstellen. Bisher blieben noch 327 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig haben 135 junge Menschen noch keine Ausbildung oder eine Alternative.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Der Leiter der Donauwörther Arbeitsagentur berichtet zu den neuesten Zahlen aus der Beschäftigtenstatistik: „Trotz Corona-Pandemie hat die Beschäftigung nur leicht abgenommen, was wirklich bemerkenswert ist. Ende Dezember 2020, dem letzten Quartalsstichtag, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Landkreis Dillingen auf 34.634. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Abnahme um 101 oder 0,3 Prozent. Dass die Beschäftigung kaum eingebrochen ist, verdanken wir der Kurzarbeit, die bei Konjunktureinbrüchen und besonders seit Beginn der Pandemie die Existenz von Betrieben und Arbeitnehmern sichert.“

In einigen Wirtschaftsbereichen sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen, wie zum Beispiel in der Herstellung von Vorleistungsgütern (einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes), Handel, Instandhaltung / Reparatur Kraftfahrzeugen, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung, Heime und Sozialwesen und im Bereich Wasser / Abwasser / Abfall. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei der Herstellung von Vorleistungsgütern (plus 316 oder 19,8 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung bei der Herstellung von überwiegend häuslich konsumierten Gütern, einem anderen Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes (minus 474 oder 22,6 Prozent).


Landkreis Donau-Ries:

Licht am Ende des Tunnels?

Arbeitslosenquote sinkt deutlich auf 2,0 Prozent

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Donau-Ries ist im Juni weiter gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,0 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Mai. Vor einem Jahr betrug sie 2,3 Prozent. Aktuell sind 1.624 Menschen arbeitslos gemeldet, 55 weniger als vor einem Monat und 184 weniger als vor einem Jahr. Hierbei ist zu beachten, dass zwei Berichtsmonate innerhalb der Krise miteinander verglichen werden (Juni 2021/2020).

„Langsam aber sicher erholt sich der Arbeitsmarkt wieder. Nichtsdestotrotz haben die Pandemie und der Strukturwandel erhebliche Spuren bei der Arbeitslosenzahl hinterlassen, wenn man diese mit den Vorkrisenjahren vergleicht. Sehr deutlich wird dies mit einem Blick auf die Arbeitslosenzahlen aus den Vorkrisenjahren. So waren im Juni 2019 insgesamt 1.108 Menschen arbeitslos gemeldet, 516 weniger als aktuell. Im Juni 2018 waren es 1.166 Arbeitslose, 458 weniger als diesen Monat“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Im Juni haben sich 454 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 211 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 500 die Arbeitslosigkeit beenden, 195 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 1.624 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.019 (minus 38 im Vergleich zum Vormonat, minus 207 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 605 (minus 17 im Vergleich zum Vormonat, plus 23 zum Vorjahr) im Jobcenter Donau-Ries gemeldet.

Kurzarbeit

„Trotz schrittweiser Lockerungen bleibt es für die von der Pandemie stark betroffenen Betriebe unabwägbar, ob und wann eventuell erneut Kurzarbeit erforderlich ist. Die Zugangserleichterungen und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 50 % bzw. 100 % werden daher mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 17.06.2021 auch für Fälle verlängert, in denen Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 eingeführt wird. Damit werden die Zugangserleichterungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld verlängert und eine Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 100 % um weitere drei Monate erweitert. Kurzarbeitenden Unternehmen empfehle ich, diese Zeit für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu nutzen. Denn Fachkräfte werden auch nach der Krise dringend benötigt, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unsere Experten im Arbeitgeber-Service beraten und unterstützen gerne dabei“, informiert und rät Richard Paul.

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Der Umfang der realisierten Kurzarbeit ist weiterhin hoch. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im Juni im Vergleich zum Vormonat sehr deutlich gesunken und es wurden erheblich weniger Arbeitnehmer in den Anzeigen angegeben. Bis zum 24.06.2021 gingen 8 Anzeigen für 47 Beschäftigte ein. Im Mai wurden 22 Anzeigen für 1.089 Beschäftigte eingereicht.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Juni wurden 282 neue Arbeitsstellen gemeldet, 79 weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 126 Stellen mehr gemeldet, was viel erscheinen mag. Hier ist aber zu beachten, dass zu Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die Stellenmeldungen komplett eingebrochen waren.

„Arbeitssuchende können aus 1.338 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 38 bzw. 2,9 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 123 bzw. 10,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Menschen, die im Moment schwerer auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, haben damit wieder bessere Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte, die aktuell noch eine höhere Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr aufweisen“, berichtet Paul.

Gesucht wird Personal besonders in den Berufsbereichen: Verkauf, Metallbearbeitung, Bauelektrik, Maschinen- und Anlagenführung, Schweißtechnik, Bürokräfte, Kranführer, Berufskraftfahrer und Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik.

Hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen

Von Oktober 2020 bis Juni 2021 wurden insgesamt 1.394 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 58 bzw. 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag hingegen bei 932. Das entspricht einem Rückgang von 48 bzw. 4,9 Prozent. Das Bewerber-Stellen-Verhältnis ist daher aus Sicht der Ausbildungssuchenden weiterhin positiv: Auf einen gemeldetem Bewerber kommen 1,5 gemeldete Berufsausbildungsstellen. Bisher blieben noch 615 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig haben 224 junge Menschen noch keine Ausbildung oder eine Alternative.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Der Leiter der Donauwörther Arbeitsagentur berichtet zu den neuesten Zahlen aus der Beschäftigtenstatistik: „Trotz Corona-Pandemie hat die Beschäftigung leicht zugenommen, was wirklich bemerkenswert ist. Ende Dezember 2020, dem letzten Quartalsstichtag, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Landkreis Donau-Ries auf 63.587. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 490 oder 0,8 Prozent. Dass die Beschäftigung nicht eingebrochen ist, verdanken wir der Kurzarbeit, die bei Konjunktureinbrüchen und besonders seit Beginn der Pandemie die Existenz von Betrieben und Arbeitnehmern sichert.“

In einigen Wirtschaftsbereichen sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen, wie zum Beispiel in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie, Heime und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Handel, Instandhaltung / Reparatur Kraftfahrzeugen, Gesundheitswesen, Herstellung von Vorleistungsgütern (einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes) und im Baugewerbe.

Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (plus 161 oder 1,0 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Arbeitnehmerüberlassung (minus 279 oder 10,7 Prozent).


Landkreis Günzburg:

Licht am Ende des Tunnels?

Arbeitslosenquote sinkt deutlich auf 2,2 Prozent

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Günzburg ist im Juni nochmals deutlich gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,2 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Mai. Vor einem Jahr betrug sie 2,8 Prozent. Aktuell sind 1.650 Menschen arbeitslos gemeldet, 245 weniger als vor einem Monat und 436 weniger als vor einem Jahr. Hierbei ist zu beachten, dass zwei Berichtsmonate innerhalb der Krise miteinander verglichen werden (Juni 2021/2020).

„Langsam aber sicher erholt sich der Arbeitsmarkt wieder. Nichtsdestotrotz haben die Pandemie und der Strukturwandel erhebliche Spuren bei der Arbeitslosenzahl hinterlassen, wenn man diese mit den Vorkrisenjahren vergleicht. Sehr deutlich wird dies mit einem Blick auf die Arbeitslosenzahlen aus den Vorkrisenjahren. So waren im Juni 2019 insgesamt 1.223 Menschen arbeitslos gemeldet, 427 weniger als aktuell. Im Juni 2018 waren es sogar nur 1.132 Arbeitslose, 518 weniger als diesen Monat“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Im Juni haben sich 404 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 189 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 648 die Arbeitslosigkeit beenden, 355 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 1.650 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.144 (minus 222 im Vergleich zum Vormonat, minus 447 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 506 (minus 23 im Vergleich zum Vormonat, plus 11 zum Vorjahr) im Jobcenter Günzburg gemeldet.

Kurzarbeit

„Trotz schrittweiser Lockerungen bleibt es für die von der Pandemie stark betroffenen Betriebe unabwägbar, ob und wann eventuell erneut Kurzarbeit erforderlich ist. Die Zugangserleichterungen und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 50 % bzw. 100 % werden daher mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 17.06.2021 auch für Fälle verlängert, in denen Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 eingeführt wird. Damit werden die Zugangserleichterungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld verlängert und eine Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 100 % um weitere drei Monate erweitert. Kurzarbeitenden Unternehmen empfehle ich, diese Zeit für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu nutzen. Denn Fachkräfte werden auch nach der Krise dringend benötigt, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unsere Experten im Arbeitgeber-Service beraten und unterstützen gerne dabei“, informiert und rät Richard Paul.

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Der Umfang der realisierten Kurzarbeit ist weiterhin hoch. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im Juni im Vergleich zum Vormonat erneut gesunken. Bis zum 24.06.2021 gingen 10 Anzeigen für 86 Beschäftigte ein. Im Mai wurden 14 Anzeigen für 64 Beschäftigte eingereicht.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Juni wurden 321 neue Arbeitsstellen gemeldet, 8 weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 203 Stellen mehr gemeldet, was viel erscheinen mag. Hier ist aber zu beachten, dass zu Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die Stellenmeldungen komplett eingebrochen waren.

„Arbeitssuchende können aus 1.228 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 22 bzw. 1,8 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 239 bzw. 24,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Menschen, die im Moment schwerer auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, haben damit wieder bessere Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte, die aktuell noch eine höhere Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr aufweisen“, berichtet Paul.

Gesucht wird Personal besonders in den Berufsbereichen: Lagerwirtschaft, Post- und Zustelldienste, Metallbearbeitung, Maschinenbau, Verkauf, Kranführer, Schweißtechnik, Maschinen- und Anlagenführung, Metallbau und Kraftfahrzeugtechnik.

Ausbildungsmarkt – Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und der Jugendlichen zurückhaltender als in früheren Jahren

Von Oktober 2020 bis Juni 2021 wurden insgesamt 840 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 182 bzw. 17,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag hingegen bei 613. Das entspricht einem Rückgang von 64 bzw. 9,5 Prozent.

Das Bewerber-Stellen-Verhältnis ist grdsl. aus Sicht der Ausbildungssuchenden positiv. Rein rechnerisch kommen auf einen gemeldeten Bewerber 1,37 gemeldete Berufsausbildungsstellen. Es sind aktuell noch 377 Ausbildungsstellen unbesetzt, aber gleichzeitig haben 197 junge Menschen noch keine Ausbildung oder eine Alternative. Aber es gibt sicher einige Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die noch nicht wissen, wie es nach dem Sommer für sie weitergeht. Denen empfehle ich, jetzt Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen Gerne würden wir den ausbildungswilligen Jugendlichen mehr Ausbildungsplätze anbieten. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Wochen noch mehr Ausbildungsplätze von den Firmen gemeldet werden. Eventl. ist auch durch die Neuerungen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ (Zahlung von Ausbildungsprämie, Ausbildungszuschuss) eine Förderung möglich. Unsere Arbeitgeberservicefachkräfte geben gerne weitere Auskünfte.“, appelliert Richard Paul.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Der Leiter der Donauwörther Arbeitsagentur berichtet zu den neuesten Zahlen aus der Beschäftigtenstatistik: „Trotz Corona-Pandemie hat die Beschäftigung leicht zugenommen, was wirklich bemerkenswert ist. Ende Dezember 2020, dem letzten Quartalsstichtag, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Landkreis Günzburg auf 54.387. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 825 oder 1,5 Prozent. Dass die Beschäftigung nicht eingebrochen ist, verdanken wir der Kurzarbeit, die bei Konjunktureinbrüchen und besonders seit Beginn der Pandemie die Existenz von Betrieben und Arbeitnehmern sichert.“

In einigen Wirtschaftsbereichen sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen, wie zum Beispiel im Handel, Instandhaltung / Reparatur Kraftfahrzeugen, Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen, Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, öffentliche Verwaltung, Baugewerbe und Erziehung und Unterricht.

Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Handel, Instandhaltung / Reparatur Kfz (plus 251 oder 3,7 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (minus 277 oder 1,6 Prozent).


Landkreis Neu-Ulm

Licht am Ende des Tunnels?

Arbeitslosenquote sinkt auf 2,8 Prozent

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Neu-Ulm ist im Juni nochmals gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,8 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkt niedriger als im Mai. Vor einem Jahr betrug sie 3,6 Prozent. Aktuell sind 2.895 Menschen arbeitslos gemeldet, 181 weniger als vor einem Monat und 782 weniger als vor einem Jahr. Hierbei ist zu beachten, dass zwei Berichtsmonate innerhalb der Krise miteinander verglichen werden (Juni 2021/2020).

„Langsam aber sicher erholt sich der Arbeitsmarkt wieder. Nichtsdestotrotz haben die Pandemie und der Strukturwandel erhebliche Spuren bei der Arbeitslosenzahl hinterlassen, wenn man diese mit den Vorkrisenjahren vergleicht. Sehr deutlich wird dies mit einem Blick auf die Arbeitslosenzahlen aus den Vorkrisenjahren. So waren im Juni 2019 insgesamt 2.117 Menschen arbeitslos gemeldet, 778 weniger als aktuell. Im Juni 2018 waren es sogar nur 1.949 Arbeitslose, 946 weniger als diesen Monat“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Im Juni haben sich 785 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 304 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 975 die Arbeitslosigkeit beenden, 357 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Von den 2.895 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.719 (minus 177 im Vergleich zum Vormonat, minus 773 zum Vorjahr) bei der Arbeitsagentur und 1.176 (minus 4 im Vergleich zum Vormonat, minus 9 zum Vorjahr) im Jobcenter Neu-Ulm gemeldet.

Kurzarbeit

„Trotz schrittweiser Lockerungen bleibt es für die von der Pandemie stark betroffenen Betriebe unabwägbar, ob und wann eventuell erneut Kurzarbeit erforderlich ist. Die Zugangserleichterungen und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 50 % bzw. 100 % werden daher mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 17.06.2021 auch für Fälle verlängert, in denen Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 eingeführt wird. Damit werden die Zugangserleichterungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld verlängert und eine Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu 100 % um weitere drei Monate erweitert. Kurzarbeitenden Unternehmen empfehle ich, diese Zeit für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu nutzen. Denn Fachkräfte werden auch nach der Krise dringend benötigt, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unsere Experten im Arbeitgeber-Service beraten und unterstützen gerne dabei“, informiert und rät Richard Paul.

Viele Unternehmen nutzen auch weiterhin das Kurzarbeitergeld um ihre Beschäftigten zu halten.

Der Umfang der realisierten Kurzarbeit ist weiterhin hoch. Da die Betriebe bis zu drei Monate im Nachgang abrechnen können, liegen verlässliche Daten erst mit einem längeren zeitlichen Verzug vor. Der aktuelle Trend lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen.

Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit ist im Juni im Vergleich zum Vormonat erheblich gesunken und es wurden viel weniger Arbeitnehmer in den Anzeigen angegeben. Bis zum 24.06.2021 gingen 5 Anzeigen für 35 Beschäftigte ein. Im Mai wurden 12 Anzeigen für 120 Beschäftigte eingereicht.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Juni wurden 281 neue Arbeitsstellen gemeldet, 101 weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 101 Stellen mehr gemeldet, was viel erscheinen mag. Hier ist aber zu beachten, dass zu Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die Stellenmeldungen komplett eingebrochen waren.

„Arbeitssuchende können aus 1.420 freien Arbeitsstellen wählen. Dies sind 73 bzw. 5,4 Prozent mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand liegt mit 458 bzw. 47,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Menschen, die im Moment schwerer auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, haben damit wieder bessere Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte, die aktuell noch eine höhere Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr aufweisen“, berichtet Paul.

Gesucht wird Personal besonders in den Berufsbereichen: Lagerwirtschaft, spanenden Metallverarbeitung, Mechatronik, Verkauf, Maschinenbau, Kinderbetreuung und -erziehung, Berufskraftfahrer, Holz-, Möbel- und Innenausbau, Schweißtechnik und Bauelektrik.

Ausbildungsmarkt – zurückhaltende Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen

Von Oktober 2020 bis Juni 2021 wurden insgesamt 912 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 229 bzw. 20,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag hingegen bei 946. Das entspricht einem Rückgang von 42 bzw. 4,3 Prozent.

„Gerne würden wir den ausbildungswilligen Jugendlichen mehr Ausbildungsplätze anbieten. Rein rechnerisch kommen auf einen gemeldeten Bewerber nur 0,96 gemeldete Berufsausbildungsstellen. Es sind aktuell noch 438 Ausbildungsstellen unbesetzt, aber gleichzeitig haben 456 junge Menschen noch keine Ausbildung oder eine Alternative. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Wochen noch mehr Ausbildungsplätze von den Firmen gemeldet werden. Eventl. ist auch durch die Neuerungen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ (Zahlung von Ausbildungsprämie, Ausbildungszuschuss) eine Förderung möglich. Unsere Arbeitgeberservicefachkräfte geben gerne weitere Auskünfte“, appelliert Richard Paul.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Der Leiter der Donauwörther Arbeitsagentur berichtet zu den neuesten Zahlen aus der Beschäftigtenstatistik: „Die aktuelle Krise zeichnet sich auch im Rückgang der Beschäftigten ab. Ende Dezember 2020, dem letzten Quartalsstichtag, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Landkreis Neu-Ulm auf 65.990. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Abnahme um 1.064 oder 1,6 Prozent. Dass die Beschäftigung nicht noch weiter eingebrochen ist, verdanken wir der Kurzarbeit, die bei Konjunktureinbrüchen und besonders seit Beginn der Pandemie in hohem Maße die Existenz von Betrieben und Arbeitnehmern sichert.“

In einigen Wirtschaftsbereichen sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen, wie zum Beispiel im
Bereich Information und Kommunikation, Heime und Sozialwesen, Handel / Instandhaltung / Reparatur von Kraftfahrzeugen, Baugewerbe, Gesundheitswesen und in der öffentlichen Verwaltung.

Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Information und Kommunikation (plus 223 oder 26,8 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (minus 1.584 oder 6,8 Prozent).