01.03.2019 | Presseinfo Nr. 16

Der Arbeitsmarkt in Dortmund im Februar 2019

Im Februar wurden 32.035 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 7.578 Personen bei der Arbeitsagentur und 24.457 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Ver-gleich zum Vormonat um 317 Personen oder 1,0 Prozent gesunken.

Der Arbeitsmarkt in Dortmund im Februar 2019
  • ·Arbeitslosigkeit gesunken
  • ·Arbeitslosenquote: 10,2 Prozent (Vormonat: 10,3)
  • ·32.035 Arbeitslose in Dortmund 
  • ·Arbeitskräftenachfrage im Vergleich zu Januar gestiegen  

 Das milde Wetter sorgt für gute Nachrichten auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Dortmund im Februar gesunken. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich im Vergleich zu Januar um 0,1 Prozentpunkte und liegt damit bei 10,2 Prozent. „Die Nachfrage nach Personal hat der Winter nur minimal bremsen können. Zudem greifen viele arbeitsmarktpolitischen Angebote, wie etwa die Förderung von Weiterbildungen oder Wiedereinstiegsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose“, kommentiert Martina Würker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Die Zahl der Jugendarbeitslosigkeit ist um 0,1 Prozent auf 2.074 Personen angestiegen. „Ich bin zuversichtlich, dass sich der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit im Frühling fortsetzt. Die derzeitige Arbeitsmarktlage ist für junge, gut ausgebildete Fachkräfte günstig, es gibt tolle Chancen“, so Würker. „Auch deshalb wollen wir das Thema Ausbildung vom 11. bis 15. März besonders ins Lichtrücken“, kündigt Würker an. „In der „Woche der Ausbildung“ bietet das Jugendberufshaus jungen Menschen Unterstützung für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf.“ Neben verschiedenen Speed-Datings und Infoveranstaltungen zu ausgewählten Ausbildungsberufen, wird es die ganze Woche ein offenes Beratungsangebot im BiZ geben. Auch in der THIER Galerie steht das Jugendberufshaus mit einem Aktionsstand allen Interessierten Rede und Antwort.

Weitere Infos zur „Woche der Ausbildung“ gibt es unter www.Jugendberufhaus-Dortmund.de  

Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquoten

Im Februar wurden 32.035 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 7.578 Personen bei der Arbeitsagentur und 24.457 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 317 Personen oder 1,0 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit um 1.392 Personen oder 4,2 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 10,8 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für die Agentur liegt bei 2,4 Prozent und für das Jobcenter bei 7,8 Prozent.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, Drittes Sozialgesetzbuch, SGBIII) ist die Arbeitslosigkeit um 0,5 Prozent oder 41 Personen auf insgesamt 7.578 Personen gestiegen. Im Vorjahr lag die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich der Agentur für Arbeit bei 7.608 Personen.

Das Jobcenter Dortmund, das für die Betreuung der Arbeitslosen im Rechtskreis des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) zuständig ist, verzeichnet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. In der Zuständigkeit des Jobcenters waren im Februar 358 Menschen oder 1,4 Prozent weniger arbeitslos als im Monat zuvor. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind es 1.363 Arbeitslose weniger. Damit sind im Februar insgesamt 24.457 Personen arbeitslos gemeldet.

„Der milde Frühlingsbeginn ist auch am Arbeitsmarkt spürbar. In der Zuständigkeit des Jobcenters ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat wieder leicht gesunken. Rund 360 Menschen weniger sind arbeitslos, als noch im Januar. Im Vergleich zum Februar 2018 sind 1.363 Menschen weniger auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive. Die steigende Tendenz in der Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 0,4 Prozent auf nunmehr 239.745 verdeutlicht die positive Gesamtsituation der gegenwärtigen Wirtschaftslage, von der erfreulicherweise auch weiterhin viele Langzeitarbeitslose profitieren. Der Rückgang im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit lag im Februar bei 161 Menschen“, kommentiert der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers.

Jugendarbeitslosigkeit

Rechtskreisübergreifend bleibt die Jugendarbeitslosenquote im Vergleich zum Januar mit 8,4 Prozent unverändert. Im Februar waren 2.704 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 26 Personen mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 7,2 Prozent oder 209 Personen zurück.

Arbeitslosigkeit im Kontext von Fluchtmigration

Im Februar waren 2.859 Personen im Kontext von Fluchtmigration*1 arbeitslos gemeldet (Vormonat: 2.853), davon 2.044 Männer und 815 Frauen. Personen aus Syrien bilden hier mit 1.761 Meldungen die größte Gruppe. Es folgen 323 Personen aus dem Irak, 127 Personen aus Afghanistan und 88 Personen aus der Islamischen Republik Iran.

Geflüchtete Menschen stehen dem Arbeitsmarkt häufig aufgrund von notwendiger Förderung nicht unmittelbar zur Verfügung. Zur Einschätzung der statistischen Gesamtsituation ist es daher sinnvoll, die Unterbeschäftigung hinzuzuziehen. In der Unterbeschäftigung ist neben der Zahl der Arbeitslosen die Zahl der Personen enthalten, die zum Beispiel an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen. Die Unterbeschäftigung von Personen im Kontext von Fluchtmigration belief sich im November*2 auf 4.736. Das sind 18 Personen mehr als im Vormonat und 505 Personen oder 11,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu- und Abgänge

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit viel Bewegung. In der Stadt Dortmund wurden im Februar 6.811 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos registriert. Das sind 27 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im Vormonat. 1.851 Personen kamen davon aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 546 Personen weniger als im Vormonat und 118 Personen weniger als im Vorjahr.

7.143 Personen meldeten sich im Februar bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter aus der Arbeitslosigkeit ab (Vormonat: 5.212). 1.469 Menschen beendeten wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit. Das sind 287 Personen mehr als im Vormonat und 40 Personen weniger als im Vorjahr.

Arbeitskräftenachfrage

Im Februar ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften gestiegen. Die Dortmunder Unternehmen und Verwaltungen meldeten im aktuellen Berichtsmonat 1.333 neue Stellen. Das sind 60 Stellen mehr als im Januar, allerdings 597 Stellen weniger als im Vorjahresmonat. Der aktuelle Stellenbestand ist mit 6.564 offenen Stellen um 1,0 Prozent niedriger als im Vormonat. Neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden im Februar insbesondere im Bereich des Handels, im Gastgewerbe sowie im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung fiel im aktuellen Berichtsmonat mit 44.422 Personen um 79 Personen oder 0,2 Prozent höher aus als im Januar. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Februar um 0,9 Prozentpunkte auf 72,1 Prozent gestiegen (Vorjahr: 72,6 Prozent).

Die Unterbeschäftigungsquote bleibt im Berichtsmonat Februar unverändert bei 13,7 Prozent (Vorjahr: 14,4 Prozent).

*1 "Personen im Kontext von Fluchtmigration" umfassen Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung, einer Aufenthaltserlaubnis Flucht und einer Duldung.

*2 Die Daten werden mit einer dreimonatigen Wartezeit ermittelt.