29.03.2019 | Presseinfo Nr. 23

Der Arbeitsmarkt in Dortmund März 2019

Im März wurden 31.566 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 7.325 Personen bei der Arbeitsagentur und 24.241 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 469 Personen oder 1,5 Prozent gesunken.

  • Arbeitslosigkeit gesunken
  • Arbeitslosenquote: 10,1 Prozent (Vormonat: 10,2)
  • 31.566 Arbeitslose in Dortmund
  • Arbeitskräftenachfrage zum Frühjahrsbeginn gestiegen

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Dortmund weiter gesunken. „Der Rückgang um 469 Personen auf 31.566 arbeitslos gemeldete Menschen bestätigt die andauernde stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt“, kommentiert Martina Würker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund. Die Arbeitslosenquote sank auf 10,1 Prozent - vor einem Jahr lag sie um 0,5 Punkte höher. Die Frühjahresbelebung sorgte in Dortmund für einen steigenden Bedarf an Arbeitskräften. „Die Arbeitskräftenachfrage ist im Vergleich zum Vormonat um 22 Prozent gestiegen. Besonders gefragt sind Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung. Bei der Agentur für Arbeit sind aktuell rund zwei Drittel freie Stellen für Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung gemeldet. Der Bedarf an Fachkräften ist und bleibt in Dortmund hoch. Insofern ist eine gute qualifizierte Ausbildung für junge Menschen, aber auch für Unternehmen, wertvoller denn je,“ kommentiert Würker die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. 

Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquoten

Im März wurden 31.566 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 7.325 Personen bei der Arbeitsagentur und 24.241 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 469 Personen oder 1,5 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit um 1.235 Personen oder 3,8 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 10,6 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für die Agentur liegt bei 2,3 Prozent und für das Jobcenter bei 7,7 Prozent.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, Drittes Sozialgesetzbuch, SGBIII) ist die Arbeitslosigkeit um 3,3 Prozent oder 253 Personen auf insgesamt 7.325 Personen gesunken. Im Vorjahr lag die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich der Agentur für Arbeit bei 7.376 Personen.

Auch das Jobcenter Dortmund, das für die Betreuung der Arbeitslosen im Rechtskreis des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) zuständig ist, verzeichnet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. In der Zuständigkeit des Jobcenters waren im März 216 Menschen oder 0,9 Prozent weniger arbeitslos als im Monat zuvor. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind es 1.184 Arbeitslose weniger. Damit sind im März insgesamt 24.241 Personen arbeitslos gemeldet.

„„Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzt sich im März weiter fort. In der Zuständigkeit des Jobcenters ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkt gesunken. 216 Menschen sind weniger arbeitslos, als noch im Februar. Im Vergleich zum März 2018 sind 1.184 Menschen weniger ohne Beschäftigungsverhältnis. Besonders deutlich sind die Rückgänge mit 119 Menschen im Bereich der Langzeitarbeitslosen und mit 156 bei Menschen, die bereits das 50 Lebensjahr überschritten haben. Erstmals konnte mit 7,7 Prozent bei der SGB-II-Arbeitslosenquote der niedrigste Märzwert seit Bestehen des Jobcenters erreicht werden“, kommentiert der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers.

Jugendarbeitslosigkeit

Rechtskreisübergreifend bleibt die Jugendarbeitslosenquote im Vergleich zum Februar mit 8,4 Prozent unverändert. Im März waren 2.709 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 5 Personen mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 3,9 Prozent oder 109 Personen zurück.

Arbeitslosigkeit im Kontext von Fluchtmigration

Im März waren 2.926 Personen im Kontext von Fluchtmigration*1 arbeitslos gemeldet (Vormonat: 2.859), davon 2.085 Männer und 841 Frauen. Personen aus Syrien bilden hier mit 1.806 Meldungen die größte Gruppe. Es folgen 336 Personen aus dem Irak, 134 Personen aus Afghanistan und 90 Personen aus der Islamischen Republik Iran.

Geflüchtete Menschen stehen dem Arbeitsmarkt häufig aufgrund von notwendiger Förderung nicht unmittelbar zur Verfügung. Zur Einschätzung der statistischen Gesamtsituation ist es daher sinnvoll, die Unterbeschäftigung hinzuzuziehen. In der Unterbeschäftigung ist neben der Zahl der Arbeitslosen die Zahl der Personen enthalten, die zum Beispiel an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen. Die Unterbeschäftigung von Personen im Kontext von Fluchtmigration belief sich im Dezember*2 auf 4.710. Das sind 26 Personen weniger als im Vormonat und 517 Personen oder 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu- und Abgänge

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit viel Bewegung. In der Stadt Dortmund wurden im März 6.505 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos registriert. Das sind 306 Personen oder 4,5 Prozent weniger als im Vormonat. 1.633 Personen kamen davon aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 218 Personen weniger als im Vormonat und 212 Personen weniger als im Vorjahr.

6.996 Personen meldeten sich im März bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter aus der Arbeitslosigkeit ab (Vormonat: 7.143). 1.516 Menschen beendeten wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit. Das sind 47 Personen mehr als im Vormonat und 70 Personen mehr als im Vorjahr.

Arbeitskräftenachfrage

Im März ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften gestiegen. Die Dortmunder Unternehmen und Verwaltungen meldeten im aktuellen Berichtsmonat 1.635 neue Stellen. Das sind 22,7 Prozent oder 302 Stellen mehr als im Februar, allerdings 51 Stellen weniger als im Vorjahresmonat. Der aktuelle Stellenbestand ist mit 6.403 offenen Stellen um 2,5 Prozent niedriger als im Vormonat. Neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden im März insbesondere im Bereich des Handels, im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit, im Gesundheits- und Sozialwesen, sowie im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung gesucht.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung fiel im aktuellen Berichtsmonat mit 44.317 Personen um 128 Personen oder 0,3 Prozent niedriger aus als im Februar. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März um 0,9 Prozentpunkte auf 71,2 Prozent gesunken (Vorjahr: 72,0 Prozent).

Die Unterbeschäftigungsquote ist im Berichtsmonat März um 0,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent gesunken (Vorjahr: 14,3 Prozent).

*1 "Personen im Kontext von Fluchtmigration" umfassen Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung, einer Aufenthaltserlaubnis Flucht und einer Duldung.

*2 Die Daten werden mit einer dreimonatigen Wartezeit ermittelt.

Der Arbeitsmarkt in Dortmund im März 2019 (PDF, )

Der Arbeitsmarktreport März (PDF, )