05.04.2019 | Presseinfo Nr. 25

Halbjahresbilanz des Ausbildungsmarktes 2018/ 2019 in Dortmund

Der Blick auf die Halbjahresbilanz des Ausbildungsmarkts zeigt: für alle jungen Erwachsenen, die sich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz befinden, gibt es
aktuell viele, gute Möglichkeiten, sich eine Azubi-Stelle zu sichern.
 

Halbjahresbilanz des Ausbildungsmarktes 2018/2019 in Dortmund

  • Zur Halbzeit Zuwachs bei gemeldeten Ausbildungsstellen
  • Verhältnis von Ausbildungsstellen je Bewerber verbessert
  • Zahl der Bewerberinnen und Bewerber gesunken  
  • Ausbildung für Unternehmen und Bewerber wertvoller denn je

„Zum Beginn der heißen Phase am Ausbildungsmarkt hat sich in Dortmund die Lücke zwischen Nachfrage und Angeboten verringert. Aus Sicht der jungen Erwachsenen verbesserte sich das Angebot von einem Verhältnis im vergangenen Jahr von nur 90 Lehrstellen je 100 Bewerber auf eine Ausbildungsstelle je Bewerber im aktuellen Monat. Das sind gute Voraussetzungen, um sich noch diesen Frühling oder Sommer einen Ausbildungspatz zu sichern“, kommentiert Martina Würker, Chefin der Agentur für Arbeit Dortmund, die Lage auf dem Dortmunder Ausbildungsmarkt. „Die Zwischenbilanz zum Beginn der heißen Phase ist allerdings nur ein erster Eindruck der aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Dortmund“, so Würker weiter.

Nach den ersten sechs Monaten des Ausbildungsjahres 2018/2019 verbucht die Agentur für Arbeit Dortmund einen Zuwachs bei den gemeldeten Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für Berufsausbildungsstellen ist nur leicht gesunken. So haben sich seit Oktober 2018 bei der Berufsberatung 3.297 junge Erwachsene als Bewerber für einen Ausbildungsplatz gemeldet. Das sind 242 Jugendliche oder 6,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen liegt aktuell bei 3.263. Dies sind im Vorjahresvergleich 92 Stellen oder 2,9 Prozent mehr.

„Wir alle wissen, dass Unternehmen es zunehmend schwerer haben, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Der demografische Wandel und die damit ansteigende Zahl der Rentenabgänge verstärkt den Fachkräfteengpass in einigen Branchen. Ohne qualifizierten Nachwuchs bleiben diese Stellen in Dortmund unbesetzt. Deshalb ist es für die Unternehmen in Dortmund wichtiger denn je, in die Ausbildung ihres Nachwuchses und ihrer Fachkräfte zu investieren“ so Würker. Die Anforderungen, die Unternehmen aufgrund des zunehmenden Wandels der Arbeitswelt an ihre Azubis stellen, würden immer vielseitiger, doch genauso müssten Unternehmen sich auf die individuellen Seiten der lokalen Bewerberinnen und Bewerber einlassen, wenn sie erfolgreich Auszubildende finden wollen. „Die geeignete Azubine oder der geeignete Azubi macht sich nicht mehr ausschließlich am Zeugnis fest. Längst sind andere Qualitäten der jungen Erwachsenen gefragt, die zum Unternehmen passen -  meist sind es ganz individuelle“, so Würker.

„Der Blick auf die Halbjahresbilanz des Ausbildungsmarkts zeigt: für alle jungen Erwachsenen, die sich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz befinden, gibt es aktuell viele, gute Möglichkeiten, sich eine Azubi-Stelle zu sichern. Das Angebot und die Bandbreite der offenen Stellen sind zu Beginn der heißen Phase groß. Wer jetzt noch unentschlossen ist, sollte keine unnötigen Schleifen an der Schule drehen. Die Chancen für gelerntes Fachpersonal stehen gut. Doch auch Bewerberinnen und Bewerber sollten offen für Alternativen sein und Vorurteile überdenken. Bei viele Azubi-Stellen lohnt sich der zweite Blick“, kommentiert Martina Würker die Lage auf dem Dortmund Ausbildungsmarkt. 

Ausbildungsmarkt in Zahlen

1.513 Bewerberinnen und Bewerber haben seit Beginn des Ausbildungsjahres bereits einen Ausbildungsvertrag sichern können oder sie haben eine Alternative (Vorjahr: 1.537). Aktuell sind noch 1.784 Bewerber im Agenturbezirk auf Ausbildungssuche. Gleichzeitig gibt es bei der Agentur für Arbeit Dortmund 2.430 unbesetzte Ausbildungsstellen, unter anderem in folgenden Berufen: Kaufmann/frau Einzelhandel (127), Kaufmann/frau für Büromanagement (118), Bankkaufrau/-mann (85), Fachkraft Lagerlogistik (79), Verkäufer/in (75), Handelsfachwirt/in (73), Bachelor of Laws (FH – Verwaltung) (66), Medizinische(r) Fachangestellte(r) (64), Fachinformatiker/-in Systemintegration (63), Kauffrau/-mann Versicherung und Finanzen (53).

Altersstruktur und Schulbildung

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in den Altersgruppen unter 20 Jahre sind rückläufig (-159 oder 7,6 Prozent). Die Gruppe der unter 25-Jährigen ist ebenfalls um 6,6 Prozent oder 220 jungen Erwachsenen gesunken, auch die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber über 25 Jahre (204) hat um 9,6 Prozent nachgelassen. Hierbei handelt es sich verstärkt um Studienabbrecher, die sich für eine Ausbildung entscheiden sowie um Bewerber im Kontext von Fluchtmigration. 

Allein 32,5 Prozent der Bewerber (1.071 Personen) verfügen über die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife (Vorjahr: 33,1 Prozent). 37,9 Prozent oder 1.249 Absolventen besitzen einen Realschulabschluss (Vorjahr: 37,0 Prozent). Leicht gesunken ist die Zahl bei den Bewerbern mit Hauptschulabschluss. Aktuell sind hier 745 Personen in der Berufsberatung gemeldet, 4,1 Prozent oder 32 Absolventen weniger als 2017.

Ausbildung im Kontext von Fluchtmigration

Die Zahl der ausländischen Bewerber ist im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 Prozent oder 118 Personen auf 709 Personen gesunken. Hier spielt der Zugang geflüchteter junger Menschen eine wichtige Rolle. So haben sich seit Beginn des Berichtsjahres 237 junge Erwachsene im Kontext von Fluchtmigration als Bewerber gemeldet. 87 Bewerber haben bereits einen Ausbildungsvertrag sichern können oder sie haben eine Alternative. 150 Bewerber sind noch auf Ausbildungssuche.

Tipps und Veranstaltungen für Jugendliche

Wer eine ausführliche persönliche Berufsberatung nutzen möchte, um über seine Pläne nach der Schule Klarheit zu erlangen, sollte schnellstens einen Termin vereinbaren. Das geht telefonisch unter 0800 4 5555 00 (kostenlos) oder online unter www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch.

Dortmunder Nacht der Ausbildung (17. Mai)

Spannende Berufe live vor Ort erleben – das können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Dortmunder Unternehmen und Institutionen mit rund 1.000 Ausbildungsplätzen.

Weitere Infos unter: http://www.dortmunder-nacht-der-ausbildung.de/

Messe Duales Studium (15. Juni)

Ausbildung und Studium kombinieren – bei namhaften Unternehmen, im öffentlichen Dienst und an Hochschulen

Veranstaltungsort: Westfälischen Industrieklub Dortmund, Markt 6-8

DASA Jugendkongress (18./ 19 September)

Neue Ausbildungsideen und spannende Perspektiven für das Leben nach der Schule bietet der DASA Jugendkongress. Der Eintritt ist frei.

Halbjahresbilanz des Ausbildungsmarktes (PDF, )

Ausbildungsmarktreport-März (PDF, )