10.05.2019 | Presseinfo Nr. 33

Dortmund braucht Pflegepersonal

In Dortmund wächst der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften. Grund ist unter anderem die demographische Entwicklung. Fachkräfte werden dringend gesucht. Zum internationalen "Tag der Pflege" am 12. Mai stellt die Agentur für Arbeit Dortmund die wichtigsten Fakten des so wichti-gen Berufsfeldes vor und informiert über die neue, modernisierte Pfle-geausbildung.

01 Die Pflegebranche boomt 

Die Pflegebranche boomt. Aktuell sind in der Kranken- und Altenpflege in Dortmund 13.582 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 2.214 Beschäftige mehr als noch vor fünf Jahren. Von 2013 bis 2018 ist allein die Zahl der Altenpfleger und Altenpflegerinnen um 50,4 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In Dortmund ist die Beschäftigung im selben Zeitraum um 13,9 Prozent gestiegen.

02 Frauen dominieren die Pflege-Branche

Rund 78 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Dortmund sind in der Kranken- und Altenpflege in Dortmund Frauen - der Anteil der Männer liegt bei lediglich 22 Prozent. Dabei hat sich der Männer-Anteil in den letzten Jahren nur leicht vergrößert. So ist er von 2014 bis 2018 um 0,9 Prozent gestiegen.

03 Mehr offene Stellen, weniger Arbeitslose – Fachkräfte sind knapp

Um die hohe Arbeitskräftenachfrage zu decken, setzen Pflegebetriebe verstärkt auf Beschäftigte aus anderen Staaten. Der steigende Anteil von Pflegekräften aus dem Ausland ist hauptsächlich Folge der hohen Arbeitskräftenachfrage. Vor allem bei Altenpflegekräften besteht ein Mangel. Gesucht werden besonders examinierte Fachkräfte. Das Verhältnis der gemeldeten Arbeitsstellen zu arbeitslosen Frauen und Männer ist 4:1. Ähnlich verhält es sich für Fachkräfte in der Krankenpflege. Das Verhältnis ist hier 2:1.

04 Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen Qualifizierung

Angesichts des Fachkräfteengpasses in der Kranken- und Altenpflege setzt die Dortmunder Arbeitsagentur und das Jobcenter verstärkt auf die berufliche Weiterbildung für Arbeitslose. So haben in den letzten fünf Jahren 379 Dortmunderinnen und Dortmunder eine Qualifizierung zur examinierten Altenpflegefachkraft aufgenommen, 842 haben sich zur/m Altenpflegehelfer/in und Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in mit einjährigem Pflegeexamen sowie zur/m Alltagbetreuer/-in und Assistent/in der Altenpflege qualifiziert.  Dabei hilft auch, dass Arbeitsagenturen und Jobcenter im Rahmen der „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ bis Ende 2019 die Weiterbildung vollständig fördern können. Zudem bietet die Pflege nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern auch attraktive Entwicklungsmöglichkeiten. So bieten sich berufliche Perspektiven durch Fort- und Weiterbildungen etwa zur Stationsleitung in einem Alten- und Pflegeheim oder zur Fachlehrkraft an einer Pflegeschule oder auch zur Praxisanleiter/in für Auszubildende.

05 Ausbildungsstellen im Pflegebereich

In Dortmund gibt aktuell noch viele Ausbildungsstellen in der Kranken- und Ausbildungspflege. So sind aktuell 41 Stellen für die Ausbildung des/der Altenpfleger/in und 23 Ausbildungsstellen als Gesundheits- und Krankenpfleger/in gemeldet. Weitere Informationen hierzu gibt es bei der Berufsberatung: 0 800 4 5555 00.

06 Grundstein für zukunftsfähige Pflegeausbildung 

Mit einer Reform der Pflegeberufe wurde der Grundstein für eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige Pflegeausbildung für die Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege bereits gelegt. Die Ausbildungen in der Kranken- und Kinderkrankenpflege sowie in der Altenpflege werden ab dem 1. Januar 2020 zusammengelegt. Dadurch wird die Ausbildung modernisiert und an die veränderten Anforderungen angepasst. Zudem wird die Qualität durch eine bessere Anleitung und Begleitung der Auszubildenden weiter erhöht.

Auszubildende, die Leistungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung erhalten können, haben wie bisher bei Umschulungen in die neuen Pflegeberufe die Möglichkeit, ihre Lehrgangskosten über die Weiterbildungsförderung der Arbeitsagentur und dem Jobcenter finanziert zu bekommen. Wer sich für eine Umschulung in Pflegeberufe interessiert, kann unter 0 800 4 5555 00 einen Termin vereinbaren und sich über Möglichkeiten informieren.