29.11.2019 | Presseinfo Nr. 82

Der Arbeitsmarkt in Dortmund im November 2019

Weiter gute Entwicklung – Arbeitsmarkt hält Kurs
Arbeitslosenquote sinkt auf 9,9 Prozent 
31.278 Arbeitslose in Dortmund 
Jugendarbeitslosigkeit geht weiter zurück
Arbeitskräftenachfrage saisonbedingt leicht rückläufig

„Der Dortmunder Arbeitsmarkt zeigt sich robust und trotzt weiterhin allen konjunkturellen Unwägbarkeiten. Die Arbeitslosenzahlen sinken weiter; mit rund 31.300 Arbeitslosen wurde im November der in diesem Jahr niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit erreicht. Die Quote hat erstmalig wieder die 10-Prozent-Marke unterschritten. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, Fachkräfte werden dringend benötig, die Einstellungsbereitschaft ist auch im späten Herbst noch hoch. Im November profitierten insbesondere Frauen vom angelaufenen Weihnachtsgeschäft. Wir gehen gut gerüstet in die Winterzeit und sind zuversichtlich, dass der Arbeitsmarkt bis Jahresende stabil bleibt“, kommentiert Heike Bettermann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund die Lage auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt.

Handlungsbedarf sieht die Agenturchefin bei der Gruppe der schwerbehinderten Menschen und weist insbesondere auf die bundesweite Aktionswoche vom 02. bis 06. Dezember 2019 hin. „In der Aktionswoche nehmen wir besonders Menschen mit Behinderung in den Blick. Deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den vergangenen Jahren nicht entscheidend verbessert, sie partizipieren nicht in gleichem Maße an der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wie andere Personengruppen. Diese Woche soll sichtbare Zeichen setzen für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihre Situation ins Blickfeld der Öffentlichkeit richten“, so Bettermann.

„Die wirtschaftliche Gesamtlage und die weiterhin bestehende hohe Nachfrage an Arbeitskräften zeigen sich sehr stabil. Im Vergleich zum Vormonat verzeichnen wir in der Zuständigkeit des Jobcenters 316 Menschen weniger, die arbeitslos sind. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Zahl der arbeitslosen Menschen in unserer Betreuung um weitere 43 Personen niedriger aus. Die rückläufige Arbeitslosigkeit zieht sich durch alle Alters- und Personengruppen. Zudem ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um weitere 80 zurückgegangen. Mehr Menschen profitieren von auskömmlichem Lohn, wodurch Unterstützungsbedarfe sinken. In diesem Monat ist es gelungen, mit der Arbeitslosenquote wieder unter die 10-Prozent-Marke zu kommen. Wir sehen, dass auch scheinbar verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit durch chancengebende Arbeitgeber und attraktive Förderinstrumente, die uns das Teilhabechancengesetz an die Hand gibt, erfolgreich durchbrochen werden kann“, erklärt die Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund, Dr. Regine Schmalhorst. 

Arbeitslosenquote auf Tiefstand 2019

Im November wurden 31.278 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 7.058 Personen bei der Arbeitsagentur und 24.220 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 442 Personen oder 1,4 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit um 451 Personen oder 1,5 Prozent höher. Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sinkt im aktuellen Berichtmonat auf 9,9 Prozent und liegt damit erstmalig 2019 unter der 10-Prozent-Marke.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit viel Bewegung. In der Stadt Dortmund wurden im November 6.149 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos registriert. 1.628 Personen kamen davon aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 157 Personen weniger als im Vormonat. 6.621 meldeten sich im August bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter aus der Arbeitslosigkeit ab. 1.499 Menschen beendeten wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit. Das sind 365 Personen weniger als im Vormonat.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt weiter

Rechtskreisübergreifend ist die Jugendarbeitslosenquote im Vergleich zum Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent gesunken. Im November waren damit 2.632 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang um 76 Personen oder 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Viele Jugendliche haben jetzt mit einer Ausbildung angefangen, ein Studium begonnen oder haben als Absolventen einer Ausbildung nach einer kurzen Phase der Arbeitslosigkeit im Zuge der Herbstbelebung nun als begehrte Fachkraft den Weg zurück in Arbeit gefunden.

Arbeitskräftenachfrage saisonbedingt leicht rückläufig

Im November ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften leicht rückläufig. Die Dortmunder Unternehmen und Verwaltungen meldeten im aktuellen Berichtsmonat 1.633 neue Stellen. Das sind 51 Stellen weniger als im Oktober. Der aktuelle Stellenbestand ist mit 7.073 offenen Stellen um 1,0 Prozent niedriger als im Vormonat. Neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden im Oktober insbesondere im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, im Gesundheits- und Sozialwesen, sowie in der Zeitarbeit gesucht.

Unterbeschäftigung sinkt

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne der Sozialgesetzbücher (SGBIII und SGBII) gelten, weil sie zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

Wie die Arbeitslosigkeit, so ist auch die Unterbeschäftigung erneut in diesem Monat gesunken. Insgesamt sind im November 44.081 Personen in der Unterbeschäftigung registriert. Das sind im Vergleich zum Vormonat 138 Personen weniger. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im November um 0,7 Prozentpunkte auf 71,0 Prozent gesunken. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im Berichtsmonat November unverändert bei 13,5 Prozent (Vorjahr: 13,4 Prozent).