28.02.2020 | Presseinfo Nr. 16

Der Arbeitsmarkt in Dortmund im Februar 2020

- Arbeitslosigkeit leicht gesunken
- Arbeitslosenquote bei 10,5 Prozent 
- 33.162 Arbeitslose in Dortmund 
- Arbeitskräftenachfrage zieht an

Nach einer kurzen Winterpause hat der Arbeitsmarkt im Februar wieder Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 197 Personen auf 33.162 Personen. Dies sind jedoch 1.127 Menschen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent. Sie lag damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Februar des Vorjahres. „Zwar verzeichnen wir mehr arbeitslos gemeldete Personen als im Februar 2019, allerdings kommt der Dortmunder Arbeitsmarkt entgegen dem langjährigen Trend erneut früh in Schwung und verzeichnet gegenüber Januar bereits einen Rückgang der Arbeitslosigkeit“, kommentiert Heike Bettermann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. Spürbar sei der Aufschwung vor allem bei der Arbeitskräftenachfrage. Im Vergleich zu Januar sind die der Agentur für Arbeit gemeldeten Arbeitsstellen um ganze 17,5 Prozent gestiegen. „Für den Wintermonat Februar ist das besonders erfreulich. Unternehmen suchen flächendeckend nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Qualifizierte Fachkräfte profitieren hier besonders“, kommentiert die Chefin der Agentur für Arbeit. Auf anderer Seite erfordere die aktuelle Engpass-Situation in einigen Berufsfeldern von Arbeitgebern, bei der Suche nach Arbeitskräften umzudenken und auch neue Zielgruppen ins Auge zu fassen.

Im März wird die Agentur für Arbeit mit der „Woche der Ausbildung“ ihren Fokus besonders auf junge Menschen richten. In der Aktionswoche vom 16. bis zum 20. März bietet das Jugendberufshaus Jugendlichen Unterstützung für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf. Neben verschiedenen Informationsveranstaltungen zu ausgewählten Ausbildungsberufen stehen Arbeitgeber verschiedenster Branchen allen Interessierten Rede und Antwort. Weitere Informationen zur „Woche der Ausbildung“ gibt es unter www.Jugendberufshaus-Dortmund.de.

„Durch den milden Jahresbeginn spüren wir bereits im Februar eine erste Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt. In der Zuständigkeit des Jobcenters sind mit 25.100 Arbeitslosen 108 Menschen weniger ohne Beschäftigung als noch im Januar. Allein 111 Menschen konnten seit Jahresbeginn über das sehr erfolgreiche Teilhabechancengesetz eine neue berufliche Perspektive beginnen. Von dieser positiven Entwicklung profitierten insbesondere Langzeitarbeitslose und Bürgerinnen und Bürger, die das 50. Lebensjahr bereits überschritten haben, was die gute Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes unterstreicht“, erklärt die Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund, Dr. Regine Schmalhorst.

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Im Februar wurden 33.162 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 8.062 Personen bei der Arbeitsagentur und 25.100 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 197 Personen oder 0,6 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit allerding um 1.127 Personen oder 3,5 Prozent höher. Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 10,2 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für die Agentur liegt bei 2,6 Prozent und für das Jobcenter bei 7,9 Prozent.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit viel Bewegung. In der Stadt Dortmund wurden im Februar 6.733 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos registriert. 1.792 Personen kamen davon aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 624 Personen weniger als im Vormonat. 6.959 meldeten sich im Februar bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter aus der Arbeitslosigkeit ab. 1.373 Menschen beendeten wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit. Das sind 342 Personen mehr als im Vormonat.

Jugendarbeitslosigkeit im Februar gestiegen

Rechtskreisübergreifend ist die Jugendarbeitslosenquote im Vergleich zum Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent gestiegen. Im Februar waren damit 2.950 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg um 101 Personen gegenüber dem Vormonat. Zurückzuführen ist der Anstieg unter anderem auf eine Vielzahl junger Fachkräfte, die sich aufgrund dem Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen zunächst arbeitslos melden mussten, weil sie in ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden. Der Arbeitsmarkt zeigt allerdings weiterhin eine gute Aufnahmefähigkeit für gut ausgebildete junge Fachkräfte.

Arbeitskräftenachfrage hat zum Jahreswechsel wieder angezogen

Im Februar ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften weiter gestiegen. Die Dortmunder Unternehmen und Verwaltungen meldeten im aktuellen Berichtsmonat 1.532 neue Stellen. Das sind 228 Stellen mehr als im Januar. Der aktuelle Stellenbestand ist mit 5.843 offenen Stellen um 4,6 Prozent höher als im Vormonat. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Februar insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht.

Unterbeschäftigung leicht gestiegen

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne der Sozialgesetzbücher (SGBIII und SGBII) gelten, weil sie zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

Die Unterbeschäftigung ist in diesem Monat gestiegen. Insgesamt sind im Februar 45.931 Personen in der Unterbeschäftigung registriert. Das sind im Vergleich zum Vormonat 295 Personen mehr. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar um 0,9 Prozentpunkte auf 72,2 Prozent gesunken. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im Berichtsmonat Februar bei 14,1 Prozent (Vorjahr: 13,7 Prozent).