10 Jahre Jugendberufshaus Dortmund – Jubiläumstag mit Berufsorientierungsrallye und Festgala

Dortmund, 3.12.2025. Das Jugendberufshaus Dortmund hat sein 10-jähriges Bestehen mit
einem vielseitigen Jubiläumstag gefeiert, der Einblicke in die tägliche Arbeit mit Jugendlichen
bot und zugleich hochrangige Gäste aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft
zusammenführte.

03.12.2025 | Presseinfo Nr. 48

Zehn Teams treten an – Berufsorientierungsrallye begeistert Jugendliche


Am Vormittag nahmen zehn Teams von Dortmunder Schulen und Trägern an einer
interaktiven Berufsorientierungsrallye teil. In kleinen Teams mit je fünf Personen durchliefen
die Schülerinnen und Schüler mehrere praxisnahe Stationen, an denen Geschick,
Fachwissen und Teamgeist gefragt waren. Gestaltet waren die Stationen von Dortmunder
Arbeitgebern, die sich vom Reifenwechsel über das Abwiegen und Verpacken von Gebäck
bis zum Abfahren einer Kundenroute mit einem ferngesteuerten Modellfahrzeug ganz
unterschiedliche Aufgaben für die Jugendlichen ausgedacht hatten.
Als Sieger setzte sich das Team vom Phoenix-Gymnasium durch, gefolgt von der Albrecht-
Dürer-Realschule und dem Träger IN VIA. Als besonderes Highlight erhalten drei Siegerteams
jeweils einen Kinoabend für die gesamte Jahrgangsstufe im Dortmunder U, inklusive
Wunschfilm, der eigens für sie gezeigt wird. Frank-Stefan Voss, Koordinator für die berufliche
Orientierung an der zweitplatzierten Albrecht-Dürer-Realschule, berichtete, dass die jungen
Teilnehmerinnen sofort von der Idee der Rallye begeistert waren, so dass das Team schon
bei der Bewerbung zur Teilnahme die Nase weit vorn hatte. „Die Vielfalt der Challenges hat
allen großen Spaß bereitet und sie auch als Gruppe noch einmal gefordert. Wir freuen uns
nun sehr auf einen gemeinsamen Kinoabend.“

Abendgala würdigt ein Jahrzehnt erfolgreiche Zusammenarbeit


Am Abend folgte die Festgala zum 10-jährigen Jubiläum des Jugendberufshauses – mit rund
120 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bildung sowie vielen weiteren
Netzwerkpartnern und -partnerinnen. 

Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, würdigte in seinem
Grußwort die Entwicklung der letzten Jahre: „Ein Jahrzehnt Engagement für die beruflichen
Wege junger Menschen zeigt: Wenn Institutionen zusammenarbeiten, entstehen echte
Chancen. Das Jugendberufshaus ist ein zentraler Ankerpunkt für junge Menschen auf dem
Weg in Ausbildung und Arbeit. Die vernetzte Zusammenarbeit aller Partnerinnen und Partner
ist bundesweit vorbildlich, denn junge Menschen profitieren am meisten, wenn Unterstützung
aus einer Hand kommt. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass keiner am Übergang
Schule Beruf verloren gehen darf. Und das wird hier vor Ort spürbar gelebt.“


Die Laudatio hielt der neue Oberbürgermeister, Alexander Kalouti. Er betont die große
Bedeutung des Jungendberufshauses für die Stadt. „Das Jugendberufshaus ist für Dortmund
weit mehr als eine Anlaufstelle - es ist ein zentraler Motor für Chancengleichheit. Seit zehn
Jahren trägt es dazu bei, jungen Menschen Orientierung, Perspektiven und Zuversicht zu
geben. Die Arbeit stärkt nicht nur jede einzelne Biografie, sondern auch unsere gesamte
Stadt.“


Der Impulsredner des Abends, Aladin El-Mafaalani, Soziologe und Professor für Migrationsund
Bildungssoziologie an der TU Dortmund, ging auf aktuelle Herausforderungen der jungen
Generation in einer alternden Gesellschaft ein. Er unterstrich dabei die Rolle des
Jugendberufshauses in einer sich wandelnden Ausbildungs- und Arbeitswelt. „Die
systematische Kooperation von Institutionen und die Verschränkung von
Unterstützungsangeboten sind beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf von
zentraler Bedeutung. In ökonomisch schwierigen Zeiten und in strukturschwachen Regionen
gilt das ganz besonders.“


Seit seiner Gründung im Dezember 2015 begleitet das Jugendberufshaus Dortmund junge
Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Arbeit. Die starke
Kooperation von Kommune, Jobcenter, Agentur für Arbeit, die enge Zusammenarbeit mit
Bildungsträgern, sozialen Einrichtungen und weiteren Partnern ermöglicht schnelle Wege,
klare Strukturen und individuelle Unterstützung aus einer Hand. „Der Jubiläumstag hat
gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert – im direkten Kontakt mit den jungen
Menschen ebenso wie im Austausch mit Partnern und Partnerinnen aus der Stadt“, resümiert
Marcus Weichert, Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.