Der Arbeitsmarkt im Februar

Arbeitslosigkeit: 17.161 Arbeitslose; Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich: - 88 Arbeitslose/ - 0,5 Prozent; Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich: - 3.021 Arbeitslose/ - 15,0 Prozent; Arbeitslosenquote: 5,7 Prozent; Stellenmeldungen im Monatsverlauf: 1.486 neue Stellen

02.03.2022 | Presseinfo Nr. 9

I. Überblick

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Berichtsmonat um 88 gesunken. Damit sind aktuell 17.161 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren das 3.021 Arbeitslose weniger.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ist im Vergleich zum Vormonat bei 5,7 Prozent. Im gleichen Monat des Vorjahres lag diese Quote bei 6,7 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen

Der aktuelle Monat im 3-Jahresvergleich

JahrArbeitslose
202016.711
202120.182
202217.161

II. Die Entwicklung im Monatsverlauf mit Blick auf die Rechtskreise

„Nach einem saisonbedingt zurückhaltenden Start im Januar zeigt sich der Arbeitsmarkt im Februar in ziemlich dynamischer Verfassung. Mit 88 weniger Arbeitslosen wirkt sich der Rückgang zwar kaum auf die Statistik aus und auch die Arbeitslosenquote bleibt davon unberührt. Viel wichtiger ist jedoch die Botschaft, die sich mit dieser Entwicklung verbindet; es geht aufwärts.“, kommentiert Jan Pratzka, Leiter der Dresdner Arbeitsagentur die Monatsstatistik zum Arbeitsmarkt.
„Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im Berichtsmonat sehr deutlich erhöht. Mit einem Zuwachs der gemeldeten Arbeitsstellen um mehr als 60 Prozent zum Vormonat formuliert Dresdens Wirtschaft einen klaren Fachkräftebedarf. Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln werden Arbeitsagentur und Jobcenter bestmöglich unterstützen, um diesen Bedarf gerecht zu werden.“, so Pratzka weiter.

SGB III – Agentur für Arbeit

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 5.521 Arbeitslose von der Agentur für Arbeit Dresden betreut. Das waren 145 Personen weniger als im Vormonat. Im Vergleich zu Vorjahresmonat waren damit 2.419 Männer und Frauen weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote im Bereich des SGB III, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, verringerte sich geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent. Im gleichen Monat des Vorjahres lag die Quote bei 2,6 Prozent.

SGB II – Jobcenter Dresden

Die Mehrheit der arbeitslosen Männer und Frauen gehört zum Rechtskreis SGB II und wird vom Jobcenter Dresden betreut. Im Berichtsmonat waren das 11.640 Arbeitslose, 57 Männer und Frauen mehr als im Vormonat, jedoch 602 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bereich der Grundsicherung, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen verblieb, wie im Vormonat, bei 3,8 Prozent. Im Vorjahresmonat lag diese Quote bei 4,1 Prozent.

III. Bewegung am Arbeitsmarkt

Zugang

Im Berichtsmonat meldeten sich 3.403 Männer und Frauen in der Stadt Dresden neu oder erneut arbeitslos. Das waren 35 mehr als im Vormonat und 395 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Insgesamt 1.270 Personen meldeten sich aus Erwerbstätigkeit arbeitslos, das waren 484 weniger als im Vormonat und 36 weniger als vor einem Jahr. 982 Personen kamen aus Ausbildung und Qualifizierung, 333 mehr als vergangenen Monat und 121 mehr als im Februar 2021.

Abgang

Gleichzeitig konnten im Berichtsmonat 3.502 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 922 mehr als im Vormonat und 755 mehr als im Vorjahresmonat. Davon nahmen 1.287 Personen eine Erwerbstätigkeit auf, 288 mehr als im Vormonat und 170 mehr als im Februar 2021. Insgesamt 832 Männer und Frauen gingen in Ausbildung oder Qualifizierung, 370 mehr als im vergangenen Monat und 306 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

IV. Ausgewählte Alters- und Personengruppen

U25

Bei den jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahren ist im Berichtsmonat die Zahl der Arbeitslosen von 1.426 im Vormonat auf 1.459 im Berichtsmonat gestiegen. Damit sind insgesamt 33 Jugendliche mehr arbeitslos gemeldet als noch im letzten Monat, jedoch 452 weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.

Ü50

Gesunken ist die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen. Aktuell sind 5.545 über 50-Jährige arbeitslos gemeldet, das sind 42 weniger als im Vormonat und 464 Menschen weniger als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 69 auf aktuell 6.591 Männer und Frauen gesunken, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind. Damit waren insgesamt auch 477 Langzeitarbeitslose weniger als im gleichen Monat des Vorjahres gemeldet.

V. Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage ist in diesem Monat kräftig gestiegen. Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Dresden wurden insgesamt 1.486 Stellenangebote zur Besetzung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Das waren 566 mehr als im Vormonat und 761 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Von den Stellenmeldungen kamen die meisten aus den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (232 Stellen), dem Gesundheits- und Sozialwesen (163 Stellen), der öffentlichen Verwaltung (156 Stellen) sowie der Zeitarbeit (150 Stellen) und den Bereichen Erziehung & Unterricht sowie dem Handel ( jeweils 127 Stellen).

Stellenzugang

Der aktuelle Monat im 3-Jahresvergleich

JahrStellen
2020934
2021725
20221.486

VI. Kurzarbeit

Für den Monat Oktober 2021 gibt es erste Hochrechnungen zur realisierten Kurzarbeit. Danach haben bisher 629 Betriebe für 3.305 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt. Für August 2021 liegen nun endgültige Daten zur realisierten Kurzarbeit vor. Insgesamt befanden sich 842 Betriebe in Kurzarbeit und diese beantragten für 4.773 Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Das sind 19,9 Prozent weniger Betriebe und 40,0 Prozent weniger Personen im Vergleich zum Vormonat. Der durchschnittliche Arbeitsausfall betrug 33,1 Prozent.

Betrachtet man die eingegangenen Anzeigen zur Kurzarbeit, die ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung sind, haben im Februar 87 regionale Betriebe für 765 Beschäftigte Kurzarbeit neu angezeigt, deutlich weniger als im letzten Monat und ebenfalls deutlich weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat.

VII. Unterbeschäftigung

Nach vorläufigen Berechnungen belief sich die Zahl der Arbeitslosen und Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die den Arbeitsmarkt entlasten, im Berichtsmonat auf 22.217 Männer und Frauen, das sind 2.823 weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im Berichtsmonat bei 7,2 Prozent (Vormonat: 7,3 Prozent/ Vorjahr: 8,2 Prozent).

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