Der Arbeitsmarkt im September

− Arbeitslosigkeit: 18.897 Arbeitslose
Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich: -680 Arbeitslose/ -3,5 %
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich: +901 Arbeitslose/ +5,0 %
− Arbeitslosenquote: 6,1 Prozent
Quote im Vormonat: 6,4 % / Quote im Vorjahresmonat: 6,0 %
− Stellenmeldungen im Monatsverlauf: 949 neue Stellen
Stellen im Vormonatsvergleich: -109 / -10,3 %
Stellen im Vorjahresvergleich: -127 / -11,8 %
− Beschäftigung: 280.039 soz.-vers.-pflichtig Beschäftigte
4.419 mehr als im Vorjahresquartal, das entspricht +1,6 %

29.09.2023 | Presseinfo Nr. 37

I. Überblick

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Berichtsmonat um 680 gesunken. Damit sind aktuell 18.897 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren das 901 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, verringerte sich um 0,3 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 6,1 Prozent. Im gleichen Monat des Vorjahres lag diese Quote bei 6,0 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen

Der aktuelle Monat im 3-Jahresvergleich

JahrArbeitslose
202117.510
202217.996
202318.897

II. Die Entwicklung im Monatsverlauf mit Blick auf die Rechtskreise

Gerlinde Hildebrand, Chefin der Dresdner Arbeitsagentur, zur aktuellen Entwicklung:

Zitat:

„Nachdem in den Sommermonaten die Zahl der Arbeitslosen anstieg, sorgt die übliche Herbstbelebung für Entspannung am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im September verringert, wovon alle Alters- und Personengruppen in nahezu gleichem Umfang profitierten. Erwartungsgemäß wird dieser Rückgang hauptsächlich von den jugendlichen Arbeitslosen getragen, was dafür spricht, dass die nach Ende der Ausbildung nicht nahtlos erfolgten Einstellungen nun nachgeholt wurden und die frisch gebackenen jungen Fachkräfte ihren Weg ins Berufsleben gefunden haben.“
„Die Arbeitskräftenachfrage verringerte sich gegenüber den vergangenen Monaten und liegt sowohl unter den Vormonats- als auch den Vorjahreszahlen. Schaut man auf den Bestand der aktuell gemeldeten Stellen, bewegt sich dieser seit Monaten um die 6.000. Fachkräfte sind gesucht und wo die Fachlichkeit nicht ausreicht oder bereits beschäftigte Mitarbeiter qualifiziert werden müssen, unterstützt die Agentur für Arbeit gern mit entsprechenden Förderungen.“
„Die aktuell vorliegende Beschäftigtenstatistik zeigt, dass Dresden gute Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind rund 4.400 Menschen mehr in Beschäftigung. Die stärkste Zunahme erfolgte bei den sonstigen Wirtschaftlichen Dienstleistungen, dem Gastgewerbe und dem Verarbeitenden Gewerbe. Der größte Rückgang war im Handel sowie der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen zu verzeichnen. Wie auch in den letzten Berichtsquartalen stieg die Teilzeit-Beschäftigung stärker als die Vollzeitbeschäftigung.“

SGB III – Agentur für Arbeit

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 5.853 Arbeitslose von der Agentur für Arbeit Dresden betreut. Das waren 306 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 908 mehr Männer und Frauen gemeldet. Die Arbeitslosenquote im Bereich des SGB III, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sank um 0,1 Prozentpunkte und liegt bei 1,9 Prozent. Im gleichen Monat des Vorjahres lag diese Quote bei 1,6 Prozent.

SGB II – Jobcenter Dresden

Die Mehrheit der arbeitslosen Männer und Frauen gehört zum Rechtskreis SGB II und wird vom Jobcenter Dresden betreut. Im Berichtsmonat waren das 13.044 Arbeitslose, 374 weniger als im Vormonat und sieben weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bereich der Grundsicherung, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank um 0,2 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 4,2 Prozent. Im Vorjahresmonat lag diese Quote bei 4,3 Prozent.

III. Bewegungen am Arbeitsmarkt

Zugang

Im Berichtsmonat meldeten sich 3.799 Männer und Frauen in der Stadt Dresden neu oder erneut arbeitslos. Das waren 534 weniger als im Vormonat, jedoch 110 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Insgesamt 1.288 Personen meldeten sich aus Erwerbstätigkeit arbeitslos, das waren 141 weniger als im Vormonat und 23 weniger als vor einem Jahr. 1.288 Frauen und Männer kamen aus Ausbildung und Qualifizierung, 292 weniger als vergangenen Monat, jedoch 157 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.
Abgang
Gleichzeitig konnten im Berichtsmonat 4.455 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 973 mehr als im Vormonat und 178 mehr als im Vorjahresmonat. Davon nahmen 1.421 Personen eine Erwerbstätigkeit auf, 280 mehr als im Vormonat und 32 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt 1.583 Männer und Frauen gingen in Ausbildung oder Qualifizierung, 601 mehr als im vergangenen Monat und 158 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

IV. Ausgewählte Alters- und Personengruppen

U25

Bei den jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahren ist im Berichtsmonat die Zahl der Arbeitslosen von 2.138 im Vormonat auf 2.036 im Berichtsmonat gesunken. Damit sind insgesamt 102 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als im letzten Monat, jedoch 301 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Ü50

Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen ist im Berichtsmonate ebenfalls gesunken. Aktuell sind 5.729 über 50-Jährige arbeitslos gemeldet, das sind 126 weniger als im Vormonat, jedoch 40 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, also Männer und Frauen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind, ist im Vergleich zum Vormonat um 71 auf aktuell 6.106 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das jedoch noch 37 mehr.

Schwerbehinderte Menschen

Auch die Zahl der schwerbehinderten Menschen, also mit einem Grad der Behinderung von 50 Prozent oder mehr, ist im Berichtsmonate gesunken. Aktuell sind 1.288 Arbeitslose mit Schwerbehinderung gemeldet, das sind 28 weniger als im Vormonat, jedoch noch 79 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

Ausländer

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer ist von 6.253 im Vormonat auf 5.988 im Berichtsmonat gesunken. Das sind insgesamt 265 weniger als im letzten Monat, jedoch noch 86 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

V. Arbeitskräftenachfrage

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Dresden wurden im Berichtsmonat insgesamt 949 Stellenangebote zur Besetzung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Das waren 109 weniger als im Vormonat und 127 weniger als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Von den Stellenmeldungen kamen neben den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (225 Stellen) die meisten aus der Öffentlichen Verwaltung (125 Stellen), der Zeitarbeit (109 Stellen) sowie aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (76 Stellen) und dem Handel (72 Stellen).

Stellenzugang

Der aktuelle Monat im 3-Jahresvergleich

JahrStellen
20211.004
20221.076
2023949

VI. Kurzarbeit

Für März 2023 liegen nun endgültige Daten zur realisierten Kurzarbeit vor. Insgesamt befanden sich 38 Betriebe in Kurzarbeit und diese erhielten für 210 Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Das sind 7,1 Prozent weniger kurzarbeitende Personen im Vergleich zum Vormonat. Der durchschnittliche Arbeitsausfall betrug 42,3 Prozent. Hochgerechnete Daten ergeben für den Mai 2023 vorerst 24 Betriebe und 113 Personen in Kurzarbeit.

VII. Unterbeschäftigung

Nach vorläufigen Berechnungen belief sich die Zahl der Arbeitslosen und Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die den Arbeitsmarkt entlasten, im Berichtsmonat auf 24.889 Männer und Frauen, das sind 1.232 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im Berichtsmonat bei 8,0 Prozent (Vormonat: 8,1 Prozent/ Vorjahr: 7,7 Prozent).

VIII. Beschäftigung

Im März 2023 (letzter Quartalsstichtag) waren in der Stadt Dresden 280.039 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies ist ein Anstieg von 4.419 gegenüber dem Vorjahresquartal und entspricht einem Plus von 1,6 Prozent.
Der Zuwachs an Beschäftigung erfolgte stärker bei den Männern (plus 2,0 Prozent) als bei den Frauen (plus 1,2 Prozent). Betrachtet nach Arbeitszeit stieg die Vollbeschäftigung lediglich um 0,7 Prozent, die Teilzeitbeschäftigung erzielte dagegen einen Zuwachs von 3,4 Prozent. Insbesondere bei den jüngeren Beschäftigten unter 25 Jahre (plus 4,4 Prozent) und bei den Beschäftigten über 55 Jahre (plus 3,4 Prozent) gab es einen sehr deutlichen Beschäftigungsanstieg.
Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+1.076), in der Gastronomie (+1.014) und im Verarbeitenden Gewerbe (+691). Aber auch die Bereiche Immobilien, freiberufliche/wissenschaftliche/technische Dienstleistungen (+584), Information & Kommunikation (+439), Erziehung & Unterricht (+421) und Verkehr & Lagerei (+352) zählten deutlich mehr Beschäftigte.
Ein Rückgang der Beschäftigten erfolgte im Handel (-476), in der Zeitarbeit (-266), dem Baugewerbe (-82) sowie in der Land- und Forstwirtschaft (-39) und der Öffentlichen Verwaltung (-10).