Kurzarbeit

Regelung zur Vermeidung von Entlassungen und zur Fachkräftesicherung

Mit der Möglichkeit von Kurzarbeit und dem Kurzarbeitergeld (Kug) hat der Gesetzgeber eine Regelung geschaffen, die effektiv hilft, Entlassungen zu vermeiden. Unternehmen werden dabei unterstützt - gerade auch in auftragsschwachen Zeiten - die Fachkräfte an die Firma zu binden.

So hat der Bundestag/-rat aufgrund der aktuellen Entwicklung die gesetzlichen Regelungen gelockert*:

  • Kurzarbeitergeld kann bereits gewährt werden, wenn im jeweiligen Kalendermonat 10% der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer/Innen von einem Entgeltausfall von jeweils mehr als 10% (bis zu 100%) betroffen sind
  • Dabei kann auf den Einsatz von negativen Arbeitszeitsalden ganz oder teilweise verzichtet werden, es sei denn tarifvertragliche oder betriebliche Vorschriften sehen andere Regelungen vor, dann sind diese zu beachten
  • Erstattung der vom Arbeitgeber allein zu tragende Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer/Innen
  • Auch für Leiharbeitnehmer//Innen kann Kurzarbeitergeld beantragt werden

Wesentliche Voraussetzung zur Gewährung von Kurzarbeitergeld ist den Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit anzuzeigen. Den Vordruck zur Anzeige finden Sie hier. Sie können diesen Online ausfüllen und dann an die Agentur senden.

Daneben können Sie auch den Weg über unsere eServices gehen.

Da die Dienststelle ab sofort nur noch für notwendige Einzelfälle für den Kundenverkehr geöffnet ist, bitten wir Sie auf persönliche Vorsprachen zu verzichten und an deren Stelle telefonischen Kontakt über folgende Rufnummer 0800 4 5555 20 (gebührenfrei) oder per Mail an Duesseldorf.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de herzustellen.
 

Unter nachstehendem Link finden Sie zwei kurze Videos zu den weiteren Voraussetzungen für Kurzarbeit sowie der Anzeige und Beantragung. 

Im „Merkblatt „Kurzarbeit“ sind zudem alle Informationen zusammengefasst.


Zentrale Informationen der Bundesagentur für Arbeit:

 

*Vorbehaltlich des endgültigen Gesetzesbeschlusses (17.03.2020)