30.09.2021 | Presseinfo Nr. 34

Belebungskurs nimmt weiter Fahrt auf

Wieder weniger Arbeitslose in Düsseldorf
 

  • Die Arbeitslosigkeit sinkt in Düsseldorf im September 2021 um 3,7 Prozent auf 26.332 Personen.
  • Die Arbeitslosenquote beträgt jetzt 7,6 Prozent.
  • Saisontypisch ist die Jugendarbeitslosigkeit zurückgegangen.
     

Die Belebungstendenzen auf dem Arbeitsmarkt in Düsseldorf setzen sich fort. Die Arbeitslosigkeit sank in Düsseldorf innerhalb eines Monats um 1.021 Personen oder 3,7 Prozent auf 26.332 Männer und Frauen. Die Arbeitslosenquote fiel somit um 0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. Saisontypisch hatten sich gerade in den Sommermonaten jüngere Menschen arbeitslos gemeldet. Im September ging die Arbeitslosigkeit bei dieser Personengruppe deutlich zurück. Die Arbeitslosigkeit ist immer noch höher als vor der Corona-Krise. Im September 2019 lag die Arbeitslosenquote bei 6,6 Prozent.

„Der stetige Rückgang der Arbeitslosigkeit in Düsseldorf ist ein positives Signal. Wir sehen insgesamt eher Anzeichen einer stabilen Erholung und Belebung des Arbeitsmarktes“, kommentiert Birgitta Kubsch-von Harten die heute eingetroffenen Statistiken zum Arbeitsmarkt. „Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen die Menschen jedoch nicht in gleichem Maße. Seit Corona gibt es mehr Menschen in Düsseldorf, die über lange Zeit keine Arbeit finden.“

Vertiefter Blick auf die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Düsseldorf
Die Arbeitslosigkeit ist von August auf September 2021 um 1.021 Frauen und Männer gesunken (-3,7 Prozent). 26.332 Menschen sind in Düsseldorf aktuell arbeitslos, 2.307 Personen weniger als im September 2020 (-8,1 Prozent).

Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,6 Prozent. Im August 2021 lag sie bei 7,9 Prozent, vor einem Jahr bei 8,3 Prozent.

Die Zahl der Personen, die sich aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, stieg zum Vormonat. 1.656 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer meldeten sich aus einer Beschäftigung heraus im September arbeitslos. Das sind 61 Personen oder 3,8 Prozent mehr als im Vormonat. 1.926 Personen traten im selben Zeitraum eine neue Arbeitsstelle an. Das waren 305 Personen oder 18,8 Prozent mehr als im August 2021.

Im September waren 1.757 unter 25-Jährige arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen nahm im Vergleich zum Vormonat deutlich um 257 Personen ab. Die Arbeitslosenquote bei der Personengruppe der Jugendlichen liegt aktuell bei 6,2 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 7,1 Prozent, vor einem Jahr 7,0 Prozent.

11.781 Männer und Frauen sind aktuell länger als ein Jahr arbeitslos. Das sind 54 Personen weniger als im August 2021 (-0,5 Prozent) und 2.242 Personen oder 23,5 Prozent mehr als im September vor einem Jahr.

„Der Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit heraus geht über Qualifizierung und Weiterbildung“, erklärt Kubsch-von Harten. „Wer eine Umschulung oder eine Qualifikation absolviert, findet schneller einen neuen Job. „Zudem haben wir mit dem Teilhabechancengesetz ein gutes Instrument für Menschen, die weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind. Arbeitgebern werden dabei Lohnkosten erstattet, wenn sie Langzeitarbeitslose einstellen.“ Der beste Weg sei es aber, wenn Langzeitarbeitslosigkeit gar nicht erst entstünde. „Unsere Aufgabe ist es, mithilfe intensiver Beratungen und umfassenden Unterstützungsangeboten Arbeitslosigkeit zu unterbrechen und Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt ein wichtiges Thema in der Arbeitsmarktpolitik. Für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf bzw. für die Unternehmen sind viele Potentiale und Talente zu heben. “

Unterbeschäftigung
Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im September 34.350 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote, die unter anderem auch die Personen umfasst, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden, liegt aktuell bei 9,7 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 10,0 Prozent, vor einem Jahr 10,4 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage
Im September 2021 wurden der Agentur für Arbeit Düsseldorf 1.164 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet, 158 Stellen weniger als im Vormonat und103 Stellen mehr als im September 2020 (+9,7 Prozent). 4.929 Arbeitsstellen stehen aktuell insgesamt für die Vermittlung zur Verfügung. Im Vergleich zum August sind das 184 Stellen mehr (+3,9 Prozent) und 1.318 Stellen mehr als im September 2020 (+36,5 Prozent).

Gesucht werden insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich von Gesundheit, Sozialem und Erziehung (1.100 Stellen im Bestand), bei kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus (970 Stellen im Bestand) sowie im Sektor Verkehr, Logistik und Sicherheit (723 Stellen im Bestand).

Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
Nach den jüngsten Daten von Ende März 2021 ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 432.708 Frauen und Männern in Düsseldorf um 1.044 Beschäftigungsverhältnisse innerhalb eines Jahres gesunken (-0,2 Prozent).

Entwicklung der angezeigten und realisierten Kurzarbeit
Für Mai 2021 rechneten mit der Agentur für Arbeit Düsseldorf nach neu vorliegenden Zahlen 3.641 Betriebe Kurzarbeit für 53.354 Angestellte ab. Im April 2021 waren es 56.574 Angestellte gewesen, für die 3.883 Betriebe Kurzarbeit abgerechnet hatten.

Die Zahl der neuen oder erneuten Anzeigen von Kurzarbeit, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bei der Agentur für Arbeit eingehen, ist in den vergangenen Wochen in Düsseldorf gesunken. Im September 2021 sind bei der Arbeitsagentur 12 Anzeigen von konjunktureller Kurzarbeit für maximal 158 Personen neu oder erneut angemeldet worden. Im August 2021 zeigten 18 Betriebe für maximal 928 Beschäftigte Kurzarbeit an. Vor einem Jahr im September 2020 waren es noch 110 Betriebe für 1.153 Beschäftigte.

Hinweis zur Statistik konjunktureller Kurzarbeit: Die September-Zahlen zu den Anzeigen Kurzarbeit sind vorläufig. Die Anzahl der Kurzarbeit-Anzeigen kann von der Anzahl der tatsächlich realisierten Kurzarbeit abweichen. Zunächst zeigen die Unternehmen an, dass sie Kurzarbeit in Anspruch nehmen werden. Nach der Anzeige können die Unternehmen das Instrument flexibel entsprechend ihres Bedarfs einsetzen. Rückwirkend werden die Abrechnungen bei der Agentur für Arbeit eingereicht. Erst der rückwirkende Antrag enthält eine detaillierte Aufstellung der tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit. Für diesen Antrag haben die Unternehmen drei Monate Zeit. Bei den Daten zur Inanspruchnahme der konjunkturellen Kurzarbeit für April und Mai 2021 handelt es sich um Hochrechnungen. Die endgültigen Daten werden nach einer Wartezeit von sechs Monaten veröffentlicht.