01.12.2020 | Presseinfo Nr. 37

Rückgang der Arbeitslosigkeit im November

Arbeitslosenzahl im November: 32.384
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 479
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: + 5.624
Arbeitslosenquote im November: 12,5%
Arbeitslosenquote im Vormonat: 12,7%
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 10,4%

„Im November verzeichnen wir in Duisburg einen Rückgang der Zahl der arbeitslosen Men-schen von 479, somit sind aktuell 32.384 Personen im Stadtgebiet arbeitslos. Wie bereits im Oktober ist auch die Jugendarbeitslosigkeit wieder gesunken: im November sind 2.487 junge Leute arbeitslos, ein Rückgang von 267. Vergleicht man die aktuellen Zahlen jedoch mit dem November 2019, so liegt die Zahl aller arbeitslosen Duisburgerinnen und Duisburger mit ei-nem Plus von 5.624 über dem Vorjahresniveau. Die Pandemie hat natürlich auch den Duis-burger Arbeitsmarkt deutlich getroffen. Umso wichtiger ist es daher für die Betriebe, weiterhin Kurzarbeit zu nutzen und so die Beschäftigten im Unternehmen zu halten. Im November ha-ben 174 Betriebe für 1.836 Beschäftige Kurzarbeit angezeigt," kommentiert Marcus Zimmer-mann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg die aktuel-len Zahlen. „In diesem Monat liegen uns auch die Zahlen der realisierten Kurzarbeit für die ersten drei Monate der Pandemie vor. So waren es im März 1.460 Betriebe mit 8.191 und im April 2.493 Betriebe mit 18.687 Beschäftigten. Im Mai stiegen diese Zahl weiter an, so dass sich im Mai 2.126 Betriebe mit 25.324 Beschäftigte in Kurzarbeit befanden. Wichtig ist es, die Zeit der Kurzarbeit zur Qualifizierung zu nutzen. Wir bieten verschieden Möglichkeiten an und beraten unsere Kundinnen und Kunden hierzu umfassend."


Arbeitslosigkeit

Mit 32.384 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 479 Perso-nen weniger als im Oktober von Arbeitslosigkeit betroffen (-1,5 Prozent). Damit waren in die-sem Monat 5.624 Personen oder 21 Prozent mehr als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im November bei 12,5 Prozent (Oktober noch 12,7). Im Novem-ber 2019 lag sie bei 10,4 Prozent und damit um 2,1 Prozentpunkte unter dem aktuellen Wert.


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.487 Personen waren im November 267 junge Leute unter 25 weniger von Jugendar-beitslosigkeit betroffen als im Oktober. Diese Zahlen liegen um 391 oder 18,7 Prozent über dem Wert von November 2019.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg im Oktober um 48 oder 0,5 Prozent auf aktuell 9.661 und liegt um 1.665 (20,8 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im November auf 5.795 (+23). Das waren 933 Personen oder 19,2 Prozent mehr als im November 2019.

Im November ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegt aktuell bei 13.574 Personen; 181 mehr als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 2.637 Personen oder 24,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 13.889 (-259 oder -1,8 Prozent), und damit sind es gegenüber dem November des Vorjahres 2.431 oder 21,2 Prozent mehr.


Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Novem-ber bei 3,2 Prozent, im Oktober lag sie bei 3,3 Prozent und im Vorjahresmonat bei 2,1 Pro-zent.

Im aktuellen Monat waren 8.416 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 241 oder 2,8 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Oktober. Vor einem Jahr, im November 2019, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 2.915 oder 53 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote bei 9,2 Prozent, im Oktober lag sie bei 9,3 Prozent und in November letzten Jahres bei 8,2 Prozent.

23.968 Personen (-238 und -1 Prozent) waren im November in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum November 2019 sind in der Grundsicherung aktuell 2.709 Men-schen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.


Arbeitskräftenachfrage

Im November wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duis-burg und des jobcenter Duisburg insgesamt 667 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 61 weniger als im Oktober und 266 weniger als im November 2019. Nachfrage nach neuen Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Ge-sundheit, Soziales, Lehre und Erziehung" sowie „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit" gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung". Der Bestand an gemeldeten Stellen ist von Oktober zu November gesunken (-73) und liegt mit 3.366 um 933 Stellen unter dem Vorjahresniveau.


Kurzarbeit

Im November haben 174 Duisburger Betriebe für 1.836 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für März, April und Mai vor und damit für den Beginn der Corona Krise. Im März befanden sich in Duis-burg 1.460 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 8.191 Mitarbeiter/innen betroffen. Im April wa-ren es 2.493 Betriebe mit 18.687 Beschäftigten und im Mai 2.126 Betriebe mit 25.324 Beschäftigten.


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im November gesunken – um 309 Personen oder 0,8 Prozent auf aktuell 40.664 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duis-burg um 3.752 oder 10,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im November gegenüber Oktober auf 79,6 Prozent gesunken (Vergleich Vormonat: 80,2 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,3 Prozent, (Oktober 2020: 15,4 und November 2019: 13,9).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in ent-lastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Per-sonen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Ar-beitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.