02.03.2021 | Presseinfo Nr. 6

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar

Arbeitslosenzahl im Februar:                                33.191
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   - 23
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       + 5.214
 
Arbeitslosenquote im Februar:                             12,8%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                          12,8%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              10,8%

„Der saisonbedingte Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Frühling ist im Februar auch in Duisburg zu verzeichnen, wenn auch nur geringfügig; zu bedenken ist, dass wir uns in einem harten Lockdown befinden und nahezu das gesamte öffentliche Leben stillsteht. Die Zahl der Menschen, die sich aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden mussten, ist im Februar geringer ausgefallen als im Vormonat, eine positive Entwicklung, die - wie bereits in der gesamten Zeit der Corona-Pandemie – zu einem großen Teil auf die Nutzung der Kurzarbeit zurückzuführen ist. Die Unternehmen behalten ihre Fachkräfte im Betrieb, um bei der Wiedereröffnung gut aufgestellt zu sein. Für Menschen, die sich bereits länger in ihrer Arbeitslosigkeit befinden, stellt sich die aktuelle Situation jedoch herausfordernd dar. Um wieder eine Beschäftigung zu finden, ist Qualifizierung ein wesentlicher Faktor. Hier bieten Agentur für Arbeit und jobcenter zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung “, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Auf der Stellenseite sind 142 neue Angeboten gemeldet worden, damit liegt der Bestand freier Arbeitsplatzangebote ebenfalls über den Werten vom Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen nahezu alle Eckwerte rund um den Arbeitsmarkt natürlich weiterhin unter den Werten der Zeit vor der Pandemie. Betrachten wir jedoch die Entwicklung, seitdem die Maßnahmen zur Eindämmung auf den Arbeitsmarkt einwirken, zeigt sich der Duisburger Arbeitsmarkt durchaus robust. Uns liegen nun Analysezahlen zu einem Jahr Corona-Pandemie vor und es überrascht nicht, dass die höchsten Zugänge an Arbeitslosigkeit aus der Dienstleistungsbranche zu verzeichnen sind: hierunter fallen zum Beispiel die Reisebüros, Messe- und Ausstellungsveranstalter und die Unternehmen aus der Zeitarbeit. Wir sehen aber auch, dass die Kurzarbeit vielen Unternehmen und Beschäftigten geholfen hat und so Arbeitsplätze gesichert werden konnten.“


Arbeitslosigkeit

Mit 33.191 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 23 Personen weniger als im Januar von Arbeitslosigkeit betroffen (-0,1Prozent). Damit waren in diesem Monat 5.214 Personen oder 18,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Februar wie bereits im Januar bei 12,8 Prozent. Im Februar 2020 lag sie bei 10,8 Prozent und damit um 2,0 Prozentpunkte unter dem aktuellen Wert.


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.508 Personen waren im Februar 30 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Januar. Diese Zahlen liegen um 157 oder 6,7 Prozent über dem Wert von Februar 2020.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 22 oder 0,2 Prozent auf aktuell 10.050 und liegt um 1.962 (24,3 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Februar auf 6.134 (+35). Das waren 1.290 Personen oder 26,6 Prozent mehr als im Februar 2020.

Im Februar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegt aktuell bei 14.513 Personen; 184 mehr als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 3.626 Personen oder 33,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 14.192 (108 oder +0,8 Prozent), und damit sind es gegenüber dem Februar des Vorjahres 2.104 oder 17,4 Prozent mehr.


Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Februar bei 3,5 Prozent, im Januar lag sie ebenfalls bei 3,5 Prozent und im Vorjahresmonat bei 2,4 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 8.969 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 197 oder 2,1 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Januar. Vor einem Jahr, im Februar 2020, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 2.674 oder 42,5 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote bei 9,3 Prozent, im Januar lag sie ebenfalls bei 9,3 Prozent und im Februar letzten Jahres bei 8,4 Prozent. 

24.222 Personen (+174 und +0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat) waren im Februar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Februar 2020 sind in der Grundsicherung aktuell 2.540 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.


Arbeitskräftenachfrage

Im Februar wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 735 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 142 mehr als im Januar und 211 weniger als im Februar 2020. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ sowie „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ gefolgt von „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist von Januar zu Februar gestiegen (+122) und liegt mit 3.288 um 783 Stellen unter dem Vorjahresniveau.


Kurzarbeit

Im Februar haben 290 Duisburger Betriebe für 3.083 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für die ersten 6 Monate der Corona-Pandemie vor: im März befanden sich in Duisburg 1.460 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 8.191 Mitarbeiter/innen betroffen. Im April waren es 2.493 Betriebe mit 18.687 Beschäftigten, im Mai 2.126 Betriebe mit 25.324 Beschäftigten, im Juni 1.696 Betriebe mit 24.070 Beschäftigten, Juli 1.351 mit 19.232 Beschäftigten und im August 1.190 Betriebe mit 17.162 Beschäftigten.


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Februar gestiegen – um 263 Personen oder 0,6 Prozent auf aktuell 41.675 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duisburg um 3.665 oder 9,6 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Februar gegenüber Januar auf 79,6 Prozent gesunken (Vergleich Vormonat: 80,2 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,7 Prozent (Januar 2020: 15,6 und Februar 2020: 14,3).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen

Arbeitsmarktbericht


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