02.03.2022 | Presseinfo Nr. 5

Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar

Im Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg gegenüber dem Vormonat gesunken. Es haben sich weniger Duisburgerinnen und Duisburger aus einer Beschäftigung heraus arbeitslosen melden müssen.

Eckwerte des Arbeitsmarktes

Arbeitslosenzahl im Februar:                                        30.285
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:            -284
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:                - 2.906
 
Arbeitslosenquote im Februar:                                     11,7%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                                  11,8%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                      12,8%

 

Arbeitsmarkt

„Im Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg gegenüber dem Vormonat gesunken. Es haben sich weniger Duisburgerinnen und Duisburger aus einer Beschäftigung heraus arbeitslosen melden müssen. Ebenso konnten im Februar 1.546 Menschen eine neue Beschäftigung aufnehmen, das sind 354 mehr als im Vormonat. Auch die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen in Duisburg ist gesunken, liegt aktuell aber mit 14.539 Menschen weiterhin auf einem hohen Niveau“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Auf der Stellenseite ist ein deutlicher Zuwachs an neuen Angeboten zu verzeichnen; im Februar wurden 1.062 neue Stellen gemeldet, das sind 32,1 Prozent oder 258 Stellen mehr als im Januar. Dabei richten sich über 80 Prozent der Stellen an Fachkräfte und damit nur ein sehr geringer Teil an ungelernte Kräfte. Das unterstreicht sehr deutlich den Stellenwert von Ausbildung und Qualifizierung, um am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.“

Arbeitslosigkeit

Mit 30.285 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 284 Personen weniger als im Januar von Arbeitslosigkeit betroffen (-0,9 Prozent). Damit waren in diesem Monat 2.906 Personen oder 8,8 Prozent weniger als vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 11,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom Januar. Im Februar 2021 lag die Quote bei 12,8 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkten über dem aktuellen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 1.999 Personen waren im Februar 42 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahresmonat. Diese Zahlen liegen um 20,3 Prozent unter dem Wert von Februar 2021.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 63 oder 0,6 Prozent auf aktuell 9.885 und liegt um 165 (1,6 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Februar auf 6.321 (+2). Das waren 187 Personen oder 3,0 Prozent mehr als im Februar 2021.

Im Februar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gesunken und liegt aktuell bei 14.539 Personen; 238 weniger als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 26 Personen oder 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 13.395 (-129 oder -1,0 Prozent), und damit sind es gegenüber dem Februar des Vorjahres 861 oder 6,0 Prozent weniger.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Februar wie bereits im Vormonat bei 2,4 Prozent; im Vorjahresmonat lag sie bei 3,5 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 6.213 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 113 oder 1,8 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Januar. Vor einem Jahr, im Februar 2021, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 2.756 oder 30,7 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote im Februar wie bereits im Vormonat bei 9,3 Prozent. Im Februar letzten Jahres lag sie ebenfalls bei 9,3 Prozent. 

24.072 Personen (-171 und -0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat) waren im Februar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Februar 2021 sind in der Grundsicherung aktuell 150 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im Februar wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des Jobcenter Duisburg insgesamt 1.062 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 258 mehr als im Januar und 327 mehr als im Februar 2021. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereichen “Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ sowie „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ gefolgt von „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist von Januar zu Februar gestiegen (+81) und liegt mit 4.952 um 1.664 Stellen über dem Vorjahresniveau.

Kurzarbeit

Im Februar haben 51 Duisburger Betriebe für 631 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Im August 2021 befanden sich demnach 549 Betriebe mit 3.148 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] ist im Februar gesunken – um 131 Personen auf aktuell 38.730 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.807 oder 6,8 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung liegt im Februar bei 78,2 Prozent, ein Rückgang von 0,5 Prozentpunkten gegenüber Januar. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,6 Prozent (Januar 2022: 14,7 und Februar 2021: 15,6).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

1 Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.