31.03.2022 | Presseinfo Nr. 11

Der Arbeitsmarkt im März – nahezu gleichbleibend gegenüber Februar

Im März ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg geringfügig gesunken, die gute Entwicklung der letzten Monate hat sich fortgesetzt, wenn auch etwas abgeschwächt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind noch nicht vorbei, gleichzeitig setzt der russische Angriff auf die Ukraine den Arbeitsmarkt unter Druck. Material-, Rohstoff und Vorproduktengpässe, steigende Energiepreise und Betriebskosten – die Unternehmen agieren aktuell beim Thema Einstellung zurückhaltend.

Eckwerte des Arbeitsmarktes

Arbeitslosenzahl im März:                                             30.266

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:            -19

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:                - 2.488

Arbeitslosenquote im März:                                          11,7%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                                  11,7%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                      12,6%

"Auf der Angebotsseite sehen wir demzufolge auch einen Rückgang der neu gemeldeten Stellen. Im März wurden uns 249 neue Stellen weniger gemeldet als im Februar. Dennoch liegt der Stellenbestand mit 4.980 freien Angeboten über dem Stellenbestand des Vormonats“, erklärt Damian Janik, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Duisburg. „Ein deutlicher Rückgang ist jedoch bei den langzeitarbeitslosen Menschen zu verzeichnen, hier ist die Zahl um 323 Personen gegenüber Februar zurückgegangen, liegt aber mit 14.216 Menschen weiter auf einem hohen Niveau.“

Arbeitslosigkeit

Mit 30.266 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 19 Personen weniger als im Februar von Arbeitslosigkeit betroffen (-0,1 Prozent). Damit waren in diesem Monat 2.488 Personen oder 7,6 Prozent weniger als vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im März wie bereits im Vormonat bei 11,7 Prozent. Im März 2021 lag die Quote bei 12,6 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.003 Personen waren im März 4 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahresmonat. Diese Zahlen liegen um 17,6 Prozent unter dem Wert von März 2021.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg im März um 87 oder 0,9 Prozent auf aktuell 9.972 und liegt um 37 (0,4 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im März auf 6.437 (+116). Das waren 360 Personen oder 5,9 Prozent mehr als im März 2021.

Im März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gesunken und liegt aktuell bei 14.216 Personen; 323 weniger als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 648 Personen oder 4,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 13.317 (-78 oder -0,6 Prozent), und damit sind es gegenüber dem März des Vorjahres 885 oder 6,2 Prozent weniger.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im März wie bereits im Vormonat bei 2,4 Prozent; im Vorjahresmonat lag sie bei 3,3 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 6.192 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 21 oder 0,3 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Februar. Vor einem Jahr, im März 2021, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 2.280 oder 26,9 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote im März wie bereits im Vormonat bei 9,3 Prozent. Im März letzten Jahres lag sie bei 9,4 Prozent. 

24.074 Personen (+2 und +/-0,0 Prozent gegenüber dem Vormonat) waren im März in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März 2021 sind in der Grundsicherung aktuell 208 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im März wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des Jobcenter Duisburg insgesamt 813 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 249 weniger als im Februar und 110 mehr als im März 2021. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereichen “Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ sowie „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ gefolgt von „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist von Februar zu März gestiegen (+28) und liegt mit 4.980 um 1.560 Stellen über dem Vorjahresniveau.

Kurzarbeit

Im März haben 25 Duisburger Betriebe für 177 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Im September 2021 befanden sich demnach 428 Betriebe mit 2.922 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag Ende September 2021[1] waren am Arbeitsort Duisburg insgesamt 179.444 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 2.358 Beschäftigte mehr als im Juni 2021 (+1,3%) und 2.359 Personen oder 1,3 % mehr als im Vorjahresquartal (September 2020). Von den Beschäftigten arbeiteten 73,7 % in Vollzeit.

Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Baugewerbe (+793 oder +9,1%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (–469 oder –1,4%).

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] ist im März gesunken – um 370 Personen auf aktuell 38.374 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.974 oder 7,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung liegt im März bei 78,9 Prozent, ein Anstieg von 0,7 Prozentpunkten gegenüber Februar. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,5 Prozent (Februar 2022: 14,6 und März 2021: 15,6).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

[1] Die Beschäftigungsstatistik wird aus den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung gewonnen. Die statistische Berichterstattung erfolgt monatlich mit einer Wartezeit von 6 Monaten. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

1 Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.