29.11.2018 | Presseinfo Nr. 49

Der Duisburger Arbeitsmarkt im November 2018

Die Arbeitslosenzahlen sinken weiter in kleinen Schritten und die Quote liegt mit 10,7 % noch einmal unter dem Wert des Vormonats. Auch zum Jahresende können wir mit einem Wert unter 11 Prozent rechnen.

Bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung startet am Montag!

 

Arbeitslosenzahl im November:                                      27.533
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:                     -43
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:                    -2.243

Arbeitslosenquote im November:                                     10,7%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                                      10,8%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                          11,8%


„Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust und hält Kurs. Die Arbeitslosenzahlen sinken weiter in kleinen Schritten und die Quote liegt mit 10,7 % noch einmal unter dem Wert des Vormonats. Auch zum Jahresende können wir mit einem Wert unter 11 Prozent rechnen. Doch eine Personengruppe hat es auch in Zeiten stabiler Konjunktur und steigender Beschäftigung nach wie vor schwer, den Zugang in Beschäftigung zu finden. Zur bundesweiten Aktionswoche für Menschen mit Behinderung vom 3. bis 7. Dezember möchten wir das Potenzial von Menschen mit Behinderung und ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt deutlich machen. Die Zahl der arbeits-losen Menschen mit Schwerbehinderung verändert sich nur marginal und liegt in den letzten beiden Jahren um 2.000,“ so die Analyse von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Für diesen Personenkreis haben wir speziell ausgebildete Fachkräfte, die nach der besten Lösung für Menschen mit Handicap und einstellungsbereite Unternehmen suchen. Diese individuelle Leistung bietet ein vielfältiges Unterstützungsangebot für jeden: Dazu gehört zum Beispiel eine Probebeschäftigung in Unternehmen, technische Arbeitshilfen mit behindertengerechter Arbeitsplatzausstattung, eine Kfz-Förderung, die Förderung einer Assistenzkraft am Arbeitsplatz, Weiterbildung und vor allem eine intensive Beratung von Arbeitsuchenden und Betrieben.

Doch in zahlreichen Unternehmen wird diese Gruppe an Bewerbern eher nicht be-rücksichtigt. Oftmals sind die Kenntnisse über Hilfsmöglichkeiten nicht transparent, manchmal sind auch Vorurteile der Grund. Mit dieser Situation können wir nicht zu-frieden sein. Über die Hälfte der schwerbehinderten Arbeitslosen sind Fachkräfte. Hier sollten Unternehmen mit Personalbedarf eine große Chance sehen. Die Reha-Spezialisten im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg beraten die Betriebe bei der Einstellung von Menschen mit Schwerbehinderung.

Am 6. Dezember werden wir von 10:00 – 18:00 Uhr mit einem Tag der offenen Tür für berufliche Rehabilitation und Teilhabe in unserem Berufsinformationszentrum für Transparenz sorgen. Wir bieten allen Duisburgerinnen und Duisburgern die Mög-lichkeit, sich über die Angebote der Arbeitsagentur von Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, Berufsorientierung, Arbeitsmarktberatung, Qualifizierung und vieles mehr zu informieren. Das Angebot richtet sich sowohl an Arbeitnehmer, Arbeitsu-chende und Arbeitgeber.
Ein Infoabend für eingeladene Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Schwerbe-hinderung an den Duisburger Schulen im „Gemeinsamen Lernen“ gibt wichtige In-formationen für den Übergang von der Schule in den Beruf.  Die Wanderausstellung „Talente zu entdecken“ des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Niederrhein zeigt am Tag der offenen Tür Potenziale von Frauen mit Behinderung und vor allem, wie auch die Betriebe von der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung profitieren können!“ 

Arbeitgebern, die einer Einstellung von Menschen mit Behinderung offen gegenüberstehen, erhalten Unterstützung unter der kostenlosen Service-Nummer 0800 4 5555 20. Unternehmen, die zunächst einmal Informationen wünschen, können sich unverbindlich unter dieser Service-Nummer beraten lassen.

 

Arbeitslosigkeit

Mit 27.533 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im November 2018 43 oder 0,2 Prozent weniger Personen als noch im Oktober 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im November des Vorjahres waren 29.776 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.243 Personen oder 7,5 Prozent mehr als in diesem November.  Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 10,7 Prozent gesunken. Im November des Vorjahres lag sie bei 11,8 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im November um 271 oder 4,6 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.857 im Oktober auf jetzt 5.586 gesunken. Im November des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 631 oder 10,1 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Monat. Von den 5.586 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im November 1.450 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.479 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos. Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im November 5.670. Das waren 669 oder 10,6 Prozent weniger als im Oktober und 595 oder 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. 1.147 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Oktober 2018: 1.234).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen


1.982 Menschen mit Schwerbehinderung waren im November arbeitslos gemeldet, 29 weniger als im Vormonat und vier mehr als im November 2017 (1.978). 7,2 Prozent der Arbeitslosen in Duisburg sind schwerbehindert.
Mit 2.347 Personen waren im November 149 oder 6 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Oktober (2.496). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 187 oder 7,4 Prozent unter dem Wert von November 2017 (2.534).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im November um 21 oder 0,3 Pro-zent auf aktuell 7.967 (Vormonat 7.946) und liegt um 257 (-3,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Novem-ber im Vergleich zum Vormonat leicht von 4.722 auf jetzt 4.738. Hier waren im Vor-jahresmonat 4.791 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 53 Personen oder 1,1 Prozent weniger als im November 2017 arbeitslos gemeldet.
Im November ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Oktober weiter gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 12.059 Personen; -148 oder -1,2 Prozent (Vormonat 12.207). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.458 Personen oder 10,8 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer leicht auf jetzt 11.272 (+29 oder +0,3 Prozent), davon befinden sich 9.593 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 706 oder 5,9 Prozent weniger als im November des Vorjahres.

 

Geflüchtete Menschen


In Duisburg sind 4.848 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.321 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 94 Prozent der Arbeitssuchenden im Kon-text Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskrei-sen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent. Der November-Wert 2018 liegt damit auch leicht über dem Wert von November 2017 mit 2,1 Pro-zent.
Im aktuellen Monat waren 5.589 Duisburgerinnen und Duisburger im Versiche-rungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 158 oder 2,9 Prozent mehr arbeitslose Personen als im Oktober (5.431). Vor einem Jahr, im November 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 188 oder 3,5 Prozent weniger Menschen von Ar-beitslosigkeit betroffen.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) bleibt die Arbeitslosenquote bei 8,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie im November bei 9,7 Prozent. 
21.944 Personen (-201 und -0,9 Prozent) waren im November in der Grundsiche-rung arbeitslos gemeldet (Oktober 22.145). Im Vergleich zum November 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 2.431 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betrof-fen als vor einem Jahr.

 

Arbeitskräftenachfrage

928 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 5 oder 0,5 Prozent mehr als im Vormonat (Oktober 2018: 923) und 140 oder 13,1 Prozent weniger als im November 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im November gestiegen und liegt aktuell bei 4.738 Stellenangeboten (+151, +3,3 Prozent im Vergleich zu Oktober). Damit be-wegt sich der aktuelle Monat weiterhin über dem Stellenbestand des Vorjahresmo-nats (4.492 Stellenangebote im November 2017, +246 Stellen / +5,5 Prozent).

Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meis-ten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (1.179 Stellen), ge-folgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (1.034 Stellen). An dritter Stel-le liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (706 Stellen).

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im November leicht angestiegen – um 158 Personen oder 0,4 Prozent auf aktuell 37.349 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in Duisburg deutlich um 2.033 Personen oder 5,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im November gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 73,7 Prozent gesunken (Vergleich Vorjahresmonat 75,6 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,2 Prozent; Vormonat: 14,1 Prozent (-1,1 Prozentpunkte gegenüber November 2017).
In den Wert der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.670 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr als vor einem Jahr in beruflicher Weiterbildung (+ 160). 441 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.198). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.396 Personen (359 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

Der Duisburger Arbeitsmarkt im November 2018 (PDF, 720)