30.10.2018 | Presseinfo Nr. 44

Der Duisburger Arbeitsmarkt im Oktober 2018

Die Quote liegt weiter unter 11 Prozent. Diese gute Entwicklung des Duisburger Arbeitsmarktes bietet mehr Menschen eine Chance auf den beruflichen Wiedereinstieg

Arbeitslosenzahl im Oktober:                                27.576

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:     -433

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:         -2.208

 

Arbeitslosenquote im Oktober:                             10,8%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                          10,9%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              11,8%

 

 „Die Quote liegt weiter unter 11 Prozent. Diese gute Entwicklung des Duisburger Arbeitsmarktes bietet mehr Menschen eine Chance auf den beruflichen Wiedereinstieg. Gerade bei Berufen in Produktion und Fertigung, Verkehr und Logistik, bei den Gesundheitsberufen, im kaufmännischen Bereich, bei Hotel- und Gaststättenberufen, in der Gebäudetechnik und der Unternehmensorganisation gibt es viele Möglichkeiten in Duisburg,“ so die Analyse von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Dabei spielt die berufliche Weiterbildung eine wichtige Rolle. Sie ist oft der entscheidende Schritt zurück ins Berufsleben. Aktuell sind über 1.600 Menschen, die von uns und vom jobcenter Duisburg unterstützt werden, in einer beruflichen Weiterbildung, über 120 mehr als vor einem Jahr. Das Spektrum der Qualifizierungen ist dabei fast so vielfältig wie die unterschiedlichen beruflichen Voraussetzungen, die arbeitsuchende Menschen mitbringen. Und mit unserer Beratung und den Eignungstests, die wir anbieten, nehmen wir den Menschen auch die Angst vor einer Qualifizierung, die sie oft besser absolvieren, als von ihnen selbst erwartet. So treten wir mit Aus- und Weiterbildung dem Fachkräftemangel entgegen. Dafür haben Agentur für Arbeit und jobcenter in diesem Jahr rund 21 Mio. Euro eingeplant!“

  

Arbeitslosigkeit

Mit 27.576 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Oktober 2018 433 oder 1,5 Prozent weniger Personen als noch im September 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Oktober des Vorjahres waren 29.784 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.208 Personen oder 7,4 Prozent mehr als in diesem Oktober.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent gesunken. Im Oktober des Vorjahres lag sie bei 11,8 Prozent und damit um 1,0 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Oktober um 67 oder 1,2 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.790 im September auf jetzt 5.857 gestiegen. Im Oktober des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 70 oder 1,2 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Monat.

Von den 5.857 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Oktober 1.479 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.322 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Oktober 6.339. Das waren 370 oder 5,5 Prozent weniger als im September und 575 oder 8,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. 1.234 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (September 2018: 1.404 ).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.496 Personen waren im Oktober 168 oder 6,3 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im September (2.664). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 156 oder 5,9 Prozent unter dem Wert von Oktober 2017 (2.652).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Oktober um 148 oder 1,8 Prozent auf aktuell 7.946 (Vormonat 8.094) und liegt um 214 (-2,6 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Oktober im Vergleich zum Vormonat von 4.812 auf jetzt 4.722. Hier waren im Vorjahresmonat 4.740 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 18 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im Oktober 2017 arbeitslos gemeldet.

Im Oktober ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber September weiter gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 12.207 Personen; -318 oder -2,5 Prozent (Vormonat 12.525). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.269 Personen oder 9,4 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.243 (-103 oder –0,9 Prozent), davon befinden sich 9.658 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 884 oder 7,3 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres.

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.953 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.408 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 94 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so blieb die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) wie Vormonat bei 2,1 Prozent. Der Oktober-Wert 2018 liegt damit auf dem Niveau von Oktober 2017 mit ebenfalls 2,1 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.431 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 23 oder 0,4 Prozent weniger arbeitslose Personen als im September (5.454). Vor einem Jahr, im Oktober 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 77 oder 1,4 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) sinkt die Arbeitslosenquote auf 8,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Oktober bei 9,7 Prozent. 

22.145 Personen (-410 und -1,8 Prozent) waren im Oktober in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (September 22.555). Im Vergleich zum Oktober 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 2.285 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

 

Arbeitskräftenachfrage

923 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 128 oder 12,2 Prozent weniger als im Vormonat (September 2018: 1.051) und 235 oder 20 Prozent weniger als im Oktober 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Oktober gesunken und liegt aktuell bei 4.587 Stellenangeboten (-261, -5,4 Prozent im Vergleich zu September). Damit bewegt sich der aktuelle Monat immer noch über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (4.531 Stellenangebote im Oktober 2017, +56 Stellen / +1,2 Prozent).

Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (1.108 Stellen), gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (980 Stellen). An dritter Stelle liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (667 Stellen).

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Oktober weiter gesunken – um 392 Personen oder 1,0 Prozent auf aktuell 37.190 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in Duisburg deutlich um 2.230 Personen oder 5,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 74,1 Prozent gesunken (Vergleich Vorjahresmonat 75,6 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,1 Prozent; Vormonat: 14,3 Prozent (-1,2 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2017). 

In den Wert der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.621 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr als vor einem Jahr in beruflicher Weiterbildung (+ 126). 296 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.210). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.414 Personen (385 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.