01.03.2019 | Presseinfo Nr. 7

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg im Februar 2019

„Nach einem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist der Rückgang im Februar ein gutes Zeichen. Dennoch sehen wir, dass am Arbeitsmarkt derzeit viel Bewegung ist."

Arbeitslosenzahl im Februar:                                      28.414

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:          - 254

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:              - 2.257

 

Arbeitslosenquote im Februar:                                  11,1%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                               11,2%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                   12,2%

 

„Nach einem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist der Rückgang im Februar ein gutes Zeichen. Dennoch sehen wir, dass am Arbeitsmarkt derzeit viel Bewegung ist. So sind mehr Menschen aus Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit gegangen als im Vorjahreszeitraum; gleichzeitig konnten weniger arbeitslose Personen eine neue Arbeit aufnehmen“ Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg sieht dennoch eine gute Basis für Arbeitsuchende: „Gleichzeitig meldeten uns im Februar die Unternehmen über 1.100 neue Stellen. Vor diesem Hintergrund können wir auch dieses Jahr mit einer Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten rechnen. Hiervon werden besonders junge Menschen profitieren, die sich jetzt nach Ausbildungsende bei uns arbeitslos melden mussten. Die Nachfrage nach Fachkräften ist ungebrochen hoch. Der Schritt in die Weiterbildung sollte gerade für arbeitslose Menschen die höchste Priorität haben, wenn sie nicht mehr über aktuelle Qualifikationen verfügen. Schon jetzt sind fast 20 Prozent mehr Menschen durch Arbeitsagentur und jobcenter in beruflicher Weiterbildung als vor einem Jahr. Das Budget macht im rechtlichen Rahmen alle Qualifizierungsbedarfe realisierbar und ermöglicht in 2019 noch mindestens 2.800 neue Eintritte in Weiterbildung.“

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,1 Prozent (Vormonat 11,2 Prozent). Im Februar des Vorjahres lag sie bei 12,2 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Februar leicht um 12 oder 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.993 im Januar auf jetzt 5.981 gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.072 und damit um 91 oder 1,5 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Februar.

Von den 5.981 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Februar 1.502 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.773 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (- 271, - 15,3 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.                                                                                                                         

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Februar 6.263. Das waren 1.646 oder 35,7 Prozent mehr Menschen als im Januar (4.617) und 38 oder 0,6 Prozent mehr als vor einem Jahr (6.225). 1.048 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (+ 201, + 23,7 Prozent zu Januar 2019).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.422 Personen waren im Februar 63 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Januar (2.359). Diese Zahlen liegen um 160 oder 6,2 Prozent unter dem Wert von Februar 2018 (2.582). Im Februar enden viele dreieinhalbjährige Ausbildungen (und verlängerte zwei- und dreijährige Ausbildungen); dies führt zu einem kurzzeitigen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Diese Jugendlichen werden in Unternehmen als frisch ausgebildete Fachkräfte benötigt und habe deshalb sehr hohe Chancen auf eine schnelle Vermittlung in Arbeit.

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 144 oder 1,7 Prozent auf aktuell 8.279 (Vormonat 8.423) und liegt um 317 (-3,7 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.596).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Februar im Vergleich zum Vormonat von 4.948 auf jetzt 4.856 (-92). Hier waren im Vorjahresmonat 5.007 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 151 Personen oder 3 Prozent weniger als im Februar 2018 arbeitslos gemeldet.

Im Februar ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Januar wieder zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.744 betroffenen Personen; 287 oder 2,4 Prozent weniger (Vormonat 12.031). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.749 Personen oder 13 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (13.493).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.493 (- 112 oder - 1 Prozent), davon befinden sich 9.575 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 789 oder 6,4 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres (12.282).

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.709 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.412 sind davon arbeitslos; rund 94 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Arbeitslosigkeit

Mit 28.414 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Februar 254 Personen weniger als im Januar 2019 von Arbeitslosigkeit betroffen          (- 0,9 Prozent).

Damit waren in diesem Monat 2.257 Personen oder 7,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Februar 2018: 30.671 Arbeitslose).