29.06.2018 | Presseinfo Nr. 27

Der Duisburger Arbeitsmarkt im Juni 2018

„Die Rahmenbedingungen für den Duisburger Arbeitsmarkt passen: Die Beschäftigung steigt kontinuierlich, es gibt viele offene Stellen, der Rückgang bei den Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr hält unverändert an“, so die Einschätzung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Von dieser Entwicklung profitieren auch Langzeitarbeitslose, deren Zahl gegenüber dem Vorjahr weiter zurückgeht. Allerdings brauchen weiterhin 13.115 Langzeitarbeitslose ihre Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben und neue Beschäftigung. Wir in Duisburg setzen daher auf den sozialen Arbeitsmarkt, um auch diesen Menschen längerfristige Perspektiven eröffnen zu können.“

Arbeitslosenzahl im Juni: 29.216


Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: -289


Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: -2.094

Arbeitslosenquote im Juni: 11,4%


Arbeitslosenquote im Vormonat: 11,5%


Arbeitslosenquote im Vorjahr: 12,4%

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Der aktuelle Wert von Dezember 2017 liegt um 4.313 Beschäftigte über dem Vorjahreswert (+2,5 Prozent). Vom Beschäftigungsaufbau in Duisburg profitierten Männer (+2,9 Prozent) und Frauen (+ 2 Prozent) und auch der Vollzeit- (+1,3 Prozent) und der Teilzeitbereich (+6,3 Prozent).

Die höchste Steigerung der Beschäftigung zum Vorjahreszeitpunkt liegt bei der Betrachtung der Wirtschaftsbereiche in der Arbeitnehmerüberlassung (+1.158 Beschäftigte). 5,7 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Duisburg in der Zeitarbeit (letzte Erhebung Juni 2017), in NRW sind es 3,1 Prozent.

Weitere Wirtschaftsbereiche, in denen ein deutlicher Beschäftigungszuwachs erkennbar ist: Handel, Instandhaltung/Reparatur von Kfz, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (u.a. Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Reisebüros, Hausmeisterdienste und Callcenter), Baugewerbe, Heime und Sozialwesen, Öffentliche Verwaltung, Verkehr und Lagerei. Auch im Gesundheitswesen, im Gastgewerbe, bei den sonstigen Dienstleistungen/privaten Haushalten und im Bereich Wasser/Abwasser/Abfall gibt es eine positive Entwicklung.

 

Arbeitslosigkeit

Mit 29.216 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juni 2018 289 oder 1 Prozent weniger Personen als noch im Mai 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juni des Vorjahres waren 31.310 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.094 Personen oder 6,7 Prozent mehr als in diesem Juni.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent gesunken. Im Juni des Vorjahres lag sie bei 12,4 Prozent und damit um einen Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juni um 955 oder 15,3 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.224 im Mai auf jetzt 5.269 gesunken. Im Juni des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 423 oder 8,7 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Juni.

Von den 5.269 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juni 1.090 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.297 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juni 5.582. Das waren 963 oder 14,7 Prozent weniger als im Mai und 384 oder 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr im Juni 2017. 1.082 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Mai 2018: 1.256).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.476 Personen waren im Juni 26 oder 1,1 Prozent mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Mai (2.450). „Dieser leichte Anstieg muss uns keine übermäßigen Sorgen bereiten. Im Sommer naht das Schuljahres – bzw. Ausbildungsende und es melden sich in dieser Zeit mehr junge Menschen arbeitslos. Fachkräfte sind begehrt, daher finden nach der Urlaubszeit die Ex-Azubis regelmäßig schnell einen neuen Arbeitsplatz“ so Astrid Neese. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 254 oder 9,3 Prozent unter dem Wert von Juni 2017 (2.730).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juni um 30 oder 0,4 Prozent auf aktuell 8.506 (Vormonat 8.536) und liegt um 81 (-0,9 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Juni leicht im Vergleich zum Vormonat von 4.964 auf jetzt 4.981. Hier waren im Vorjahresmonat 5.003 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 22 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im Juni 2017 arbeitslos gemeldet.

Im Juni ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Mai gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.115 Personen; -71 oder -0,5 Prozent (Vormonat 13.186). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 727  Personen oder 5,3 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.669 (-128 oder –1,1 Prozent), davon befinden sich 10.237 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 817 oder 6,5 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres.

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.964 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.269 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 93 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.