29.03.2018 | Presseinfo Nr. 13

Der Arbeitsmarkt in Duisburg im März 2018

Die Entwicklungen am Duisburger Arbeitsmarkt halten den positiven Trend.

Arbeitslosenzahl im März:                                   30.286
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:    - 385
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:        - 2.220
Arbeitslosenquote im März:                                  12,0 %
Arbeitslosenquote im Vormonat:                          12,2 %
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              13,1%

„Die Entwicklungen am Duisburger Arbeitsmarkt halten den positiven Trend. Das Beschäftigungswachstum ist ungebrochen und steigt von Quartal zu Quartal. Gerade hat uns die Meldung erreicht, dass Ende September 2017 in Duisburger Unternehmen fast 174.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Arbeitslose nutzen die Chancen dieser Entwicklung, denn es gehen mehr Menschen aus Arbeitslosigkeit wieder in Beschäftigung als noch ein Jahr zuvor. Daher behalten wir als Arbeitsagentur und jobcenter unseren offensiven Kurs in der Arbeitsmarktpolitik bei, um möglichst vielen Arbeitslosen mit Bewerbungstrainings, Orientierungshilfen sowie Qualifizierung den Sprung in den Arbeitsmarkt wieder zu ermöglichen. Diese erfreuliche Tendenz lässt uns optimistisch die kommenden Monate angehen. Man sieht, in Duisburg geht etwas voran“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

Arbeitslosigkeit

Mit 30.286 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im März 385 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 2.220 Personen beziehungsweise 6,8 Prozent.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,0 Prozent und entspricht damit einem Rückgang um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat beziehungsweise um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum März 2017.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im März um 65 Personen oder 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit im Vergleich zu Februar auf 6.007 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der Zugänge bei 273 Personen oder 4,8 Prozent.

Von den 6.007 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im März 1.372 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt. Das sind 9 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat (-0,7 Prozent). Im gesamten 1. Quartal 2018 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 147 Menschen weniger aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt in die Arbeitslosigkeit gegangen.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März 6.452 Personen. Das waren 227 Personen oder 3,6 Prozent mehr als im Februar und 271 Personen oder 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. 1.243 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat ihre Arbeitslosigkeit beenden, 129 mehr als noch im Februar (+11,6 Prozent). Seit Jahresbeginn haben 137 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum eine Arbeit aufgenommen (+ 4,5 %).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.588 Personen waren im März sechs junge Menschen mehr unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Februar. Diese Zahlen liegen mit 233 Personen oder 8,3 Prozent doch deutlich unter dem Wert von März 2017.

Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen sank im März im Vergleich zum Vormonat um 83 Personen oder 1,0 Prozent auf aktuell 8.513 Personen und liegt um 461 Personen (-5,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahren sank im März im Vergleich zum Vormonat um 56 Personen auf aktuell 4.951 Personen. In dieser Altersgruppe sind somit 161 Personen oder 3,1 Prozent weniger als im März 2017 arbeitslos gemeldet.

Im März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Februar gesunken und liegt aktuell bei 13.322 betroffenen Personen (-171 Personen oder -1,3 Prozent zum Vormonat). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 865 Personen oder 6,1 Prozent unter dem des Vorjahresmonats (14.187 Personen).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf 12.225, das sind 57 Personen weniger als im Vormonat (-0,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.056 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 1.950 Personen darunter sind arbeitslos; 91,9 Prozent der Arbeitsuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt für die beiden Rechtskreise SGB III und SGB II, so waren im aktuellen Monat 5.651 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 206 Personen oder 3,5 Prozent weniger Arbeitslose als im Februar. Vor einem Jahr waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 258 Personen oder 4,4 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote sank im Versicherungsbereich (SGB III) im Vergleich zum Vormonat auf 2,2 Prozent. Der März-Wert 2018 liegt mit 2,4 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Niveau von März 2017.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II) 

In der Grundsicherung (SGB II) waren im März  24. 635 Personen arbeitslos gemeldet (-179 und –0,7 Prozent zum Vormonat). Im Vergleich zum März 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.962 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat sank im Vergleich zu Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 10,7 Prozent. 

Arbeitskräftenachfrage

1.032 neue Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg im März 2018 neu gemeldet, 54 Stellen weniger als im letzten Monat und 21 weniger als im März 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist weiterhin hoch und liegt aktuell bei 4.352 Stellenangeboten (+89 im Vergleich zu Februar). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahres (+491 Stellenangebote im Vergleich zu März 2017).

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag (Ende September 2017) waren in Duisburg insgesamt 173.984 Personen beschäftigt. Das waren 3.988 mehr als im März 2017. Den stärksten Anstieg verzeichnete die in Duisburg ohnehin stark ausgeprägte Branche der Zeitarbeit.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im März im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen – um 274 Personen oder 0,7 Prozent auf aktuell 39.650 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.791 Personen oder 4,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März leicht gesunken und liegt aktuell bei 76,4 Prozent (Vergleich zum Vormonat: 76,8 Prozent / zum Vorjahresmonat: 78,4 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,4 Prozent und sank damit im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte.

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.508 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 107 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung. 194 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.650 Personen). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.626 Personen (80 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.