03.01.2018 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg im Dezember 2017

Arbeitslosenzahl im Dezember: 29.415
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 361
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.019
Arbeitslosenquote im Dezember: 11,7% (Vormonat 11,8%)

Arbeitslosigkeit

Mit 29.415 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Dezember 2017 361 Personen weniger als im November 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Dezember des Vorjahres waren 31.434 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.019 Personen oder 6,4 Prozent mehr als in diesem Dezember.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,7 Prozent (Vormonat 11,8 Prozent). Im Dezember des Vorjahres lag sie bei 12,6 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Dezember um 837 oder 13,5 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.217 im Dezember auf jetzt 5.380 gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.055 und damit um 675 oder 11,1 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Dezember.

Von den 5.380 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Dezember 1.291 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.482 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Dezember 5.775. Das waren 490 oder 7,8 Prozent weniger Menschen als im November (6.265) und 294 oder 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.069). 1.045 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (November 2017: 1.160).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.429 Personen waren im Dezember 105 weniger junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im November (2.534). Diese Zahlen liegen sehr deutlich um 441 oder 15,4 Prozent unter dem Wert von Dezember 2016 (2.870).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Dezember um 43 oder 0,5 Prozent auf aktuell 8.181 (Vormonat 8.224) und liegt um 382 (-4,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.563).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Dezember im Vergleich zum Vormonat von 4.791 auf jetzt 4.757 (-34). Hier waren im Vorjahresmonat 4.884 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 127 Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Dezember 2016 arbeitslos gemeldet.

Im Dezember ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber November leicht gesunken und liegt aktuell bei 13.421 betroffenen Personen; 96 oder 0,7 Prozent weniger (Vormonat 13.517). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 670 Personen oder 4,8 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.091).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.701 (- 277 oder – 2,3 Prozent), davon befinden sich 10.285 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 574 oder 4,7 Prozent weniger als Dezember des Vorjahres (12.275).

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.118 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.798 sind davon arbeitslos; 91,6 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so bleibt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) bei 2,1 Prozent. Der Dezember-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Dezember 2016 mit 1,8 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.335 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 66 oder 1,2 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im November (5.401). Vor einem Jahr, im Dezember 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 760 oder 16,6 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.575).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 9,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Dezember bei 10,8 Prozent. 

24.080 Personen (-295 und -1,2 Prozent) waren im Dezember in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (November 24.375). Im Vergleich zum Dezember 2016 (26.859) sind in der Grundsicherung aktuell 2.779 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:

Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage

832 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 236 Stellen weniger als im Vormonat (November 2017: 1.068) und 218 oder 20,8 Prozent weniger als im Dezember 2016 (1.050).

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Dezember leicht zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.288 Stellenangeboten (-204, - 4,5 Prozent im Vergleich zu November) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.467 Stellenangebote im Dezember 2016, +821 Stellen / + 23,7 Prozent).

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Dezember erneut gesunken – um 346 Personen oder 0,9 Prozent auf aktuell 39.105 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.686 oder 4,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Dezember leicht gesunken und liegt aktuell bei 75,2 Prozent (Vergleich Vormonat 75,5 Prozent, Vorjahresmonat 77,1 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,2 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im November 2017.

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.389 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 303 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung. 308 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.800). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.104 Personen (251 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.