12.04.2019 | Presseinfo Nr. 15

Neue Zahlen zur Beschäftigung in Duisburg - Beschäftigung steigt weiter

Zum Stichtag 30. September 2018 waren in Duisburg 177.495 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Vorjahresvergleich fällt mit einem Plus von 3.511 sehr positiv aus.

 

 

„Mit aktuell rund 177.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei Duisburger Unternehmen wurde ein neuer Höchststand nach Mitte der 90er Jahre erreicht,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

 „Schon jetzt ist der Fachkräftemangel bei dieser Beschäftigungslage akut und demographisch bedingt wird er sich Jahr für Jahr verschärfen. Jeder fünfte Arbeitnehmer geht in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Hier gilt es aus Unternehmenssicht Vorsorge zu treffen und rechtzeitig junge Arbeitnehmer einzustellen. Im Idealfall sichert man sich den Kräftenachwuchs über die Ausbildung. Vom Anteil an der Beschäftigung sind die Frauen unterrepräsentiert. Hier hat Duisburg Nachholbedarf und es liegt noch Potential für Fachkräfte brach. Unternehmen, die sich familienfreundlich zeigen, werden profitieren.  Flexible Teilzeitmodelle, Kinderbetreuung, Home-Office sind also die richtigen Ansätze, um bei der Arbeitskräftesuche erfolgreicher zu werden.“ 

 

Positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Der Vorjahresvergleich ergibt ein Plus von 2 Prozent oder 3.511 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

Der größte Zugewinn im Vorjahresvergleich mit 1.553 Beschäftigungen entfällt in Duisburg auf den Bereich Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Bereich sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+661). Hier werden u.a. Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Reisebüros, Hausmeisterdienste und Callcenter zusammengefasst. Weitere spürbare Zugewinne verzeichnen die Bereiche Heime und Sozialwesen (+545), Baugewerbe (+410) und Handel, Instandhaltung/Reparatur Kraftfahrzeuge (+364). Zulegen konnten auch die Bereiche Erziehung und Unterricht (+278), Gastgewerbe (+200), Information/Kommunikation (+161) und auch Finanz-/Versicherungsdienstleistungen (+77) und die öffentliche Verwaltung (+60).

Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung ist dagegen ein spürbarer Rückgang der Beschäftigung in Duisburg zu erkennen (-411). Auch im verarbeitenden Gewerbe geht die Beschäftigung in Duisburg erkennbar zurück (- 264 Beschäftigte). In dieser Branche ging die Beschäftigung vor allem im Bereich der Herstellung überwiegend von Privathaushalten konsumierter Güter zurück.

 

Verarbeitendes Gewerbe ist der stärkste Wirtschaftszweig in Duisburg

Die drei stärksten Wirtschaftszweige in Duisburg sind weiterhin das verarbeitende Gewerbe mit 35.218 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, das Gesundheits- und Sozialwesen (25.529) und der Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (22.114).

 

Welche Personengruppen profitieren vom Beschäftigungsaufbau?

Die große Gruppe der Beschäftigten zwischen von 25 bis unter 55 Jahren wächst um 1,2 Prozent oder 1.400 auf 121.102 Personen. Bei den über 55jährigen steigt die Beschäftigung um 6 Prozent oder 2.129 auf 37.469 Personen; Hintergrund dafür sind insbesondere die geänderten Regelungen zum (späteren) Renteneintritt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Ausländern steigt gegenüber dem Vorjahresstichtag deutlich um 9,9 Prozent oder 2.199 auf 24.385. Lediglich bei den jungen Beschäftigten (15 – 24 Jahre) ist ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent (-106) erkennbar.

 

Männer und Frauen

Die Betrachtung nach Geschlechtern ergibt ein leicht unterschiedliches Bild. Im Bezirk der Arbeitsagentur Duisburg steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den Frauen um 1,3 Prozent und bei den Männern um 2,5 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 40,7 Prozent (72.254 Personen). Der Frauenanteil in NRW beträgt 45,1 Prozent und im Bund 46,1 Prozent.

 

Teilzeitbeschäftigung

Die Teilzeitbeschäftigung steigt deutlicher (+ 3,5 Prozent) als die Vollzeitbeschäftigung (+1,5 Prozent). 75 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort Duisburg sind in einer Vollzeitbeschäftigung, 25 sind in Teilzeit beschäftigt (NRW 27,1 Prozent / Bund 28 Prozent).

 

Geringfügig entlohnte Beschäftigung

35.682 Beschäftigte arbeiten in Duisburg in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, also in einem Minijob; 0,8 Prozent oder 288 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt September 2017. 24.881 Menschen sind ausschließlich in einer geringfügigen Beschäftigung; bei 10.801 Personen ist der Minijob ein Nebenjob, der neben einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgeübt wird.

59,1 Prozent der Beschäftigten in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung sind Frauen. Fast drei Viertel (73 Prozent) davon arbeiten ausschließlich in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Bei Männern ist der Anteil in ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung mit 66 Prozent niedriger.