29.05.2019 | Presseinfo Nr. 20

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg im Mai 2019

In der Grundsicherung wurden bundesweit die für die Erfassung der Arbeitslosigkeit relevanten Kundendateneinträge überprüft und fehlerhafte Einträge korrigiert

Im Anschluss an diese qualitätssichernde Maßnahme werden die Überprüfungen monatlich regelmäßig weiter durchgeführt. Auch vor diesem Hintergrund zeigt sich der Arbeitsmarkt in Duisburg bei einer Quote von 11 Prozent und einem leichten Anstieg von knapp 300 Personen recht stabil, zumal aktuell die geringste Arbeitslosenzahl in einem Mai in Duisburg seit 1992 zu verzeichnen ist. Und mit über 4.500 offenen Stellen sind weiterhin Beschäftigungschancen in allen Branchen geben. Dass nach wie vor ein Fachkräftebedarf in den Unternehmen besteht, zeigt sich auch dadurch, dass im Mai weniger Menschen aus Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit gekommen sind. Gleichzeitig machen sich aber auch die weniger stabilen Konjunkturdaten in den ersten Branchen bemerkbar. So steigen die Arbeitslosmeldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung und der Logistik an,“ so die Analyse von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Wir werden diesen Entwicklungen mit einem verstärkten Angebot an Qualifizierungen und Fortbildungen auch zukünftig offensiv entgegentreten.“

 

Arbeitslosenzahl im Mai:                                            28.315

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:          + 296

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:              - 1.190

 

Arbeitslosenquote im Mai:                                          11,0%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                               10,9%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                   11,5%

 

Arbeitslosigkeit

Mit 28.315 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Mai 296 Personen mehr als im April 2019 von Arbeitslosigkeit betroffen (+1,1 Prozent). Damit waren in diesem Monat 1.190 Personen oder 4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Mai 2018: 29.505 Arbeitslose).

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11 Prozent, 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Im Mai des Vorjahres lag sie bei 11,5 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Mai um 266 oder 4,4 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.010 im April auf jetzt 6.276 gestiegen.

Von den 6.276 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Mai 1.302 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.466   Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (- 164, -11,2 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.  

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Mai 6.010. Das waren 585 oder 8,9 Prozent weniger Menschen als im April (6.595) und 535 oder 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.545). 1.121 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (-39, - 3,4 Prozent zu April 2019).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.425 Personen waren im Mai 26 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im April (2.399). Diese Zahlen liegen um 25 oder 1 Prozent unter dem Wert von Mai 2018 (2.450).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im Mai um 111 oder 1,4 Prozent auf aktuell 8.323 (Vormonat 8.212) und liegt um 213 (-2,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.536).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Mai im Vergleich zum Vormonat von 4.861 auf jetzt 4.915 (+54) Hier waren im Vorjahresmonat 4.964 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 49 Personen oder 1 Prozent weniger als im Mai 2018 arbeitslos gemeldet.

Im Mai ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber April minimal zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.425 betroffenen Personen; 4 weniger (Vormonat 11.429). Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.761 Personen oder 13,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.728 (+307 oder +2,7 Prozent), davon befinden sich 10.079 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 69 oder 0,6 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres (11.797).

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so sinkt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,1 Prozent. Der Mai-Wert 2019 liegt damit auf Vorjahresniveau (Mai 2018 ebenfalls 2,1 Prozent).

Im aktuellen Monat waren 5.512 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 166 oder 2,9 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im April (5.678). Vor einem Jahr, im Mai 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 225 oder 4,3 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.287).

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gestiegen und liegt jetzt bei 8,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Mai bei 9,4 Prozent. 

22.803 Personen (+462 und +2,1 Prozent) waren im Mai in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (April 22.341). Im Vergleich zum Mai 2018 (24.218) sind in der Grundsicherung aktuell 1.415 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

 

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist erneut leicht zurückgegangen (- 77 zum April), doch liegt er mit 4.527 weiterhin über Vorjahresniveau (+140). Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“, gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Mai gestiegen – um 258 Personen oder 0,7 Prozent auf aktuell 37.895 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.101 oder 2,8 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Mai leicht gestiegen und liegt aktuell bei 74,7 Prozent (Vergleich Vormonat 74,4 Prozent, Vorjahresmonat 75,7 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent; wie im April (Mai 2018: 14,8 Prozent). In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.792 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 300 Personen mehr in verschiedenen Qualifizierungen. 673 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.163). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.480 Personen (809 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt, 174 mehr als im Vormonat) teilnehmen.