29.05.2019 | Presseinfo Nr. 21

Der Ausbildungsmarkt im Mai 2019


 

Ausbildungsmarkt

Gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen:   3.242

Vergleich zum Vorjahr:                                              +15 / +0,5%

 

Versorgte Bewerber                                                    1.905

Vergleich zum Vorjahr:                                               -13 / -0,7%

 

Gemeldete Berufsausbildungsstellen:                        2.858                           

(davon 52 außerbetrieblich)

Vergleich zum Vorjahr:                                               +346 / +13,8%

 

Gemeldete betriebliche Berufsausbildungsstellen:    2.806

Vergleich zum Vorjahr:                                              +314 / +12,6%

 

„Schon im zweiten Jahr melden uns Betriebe und Verwaltung mehr Ausbildungsplätze. Das ist ein deutliches Zeichen, dass Unternehmen bei anhaltendem Fachkräftemangel verstärkt den Weg der Ausbildung suchen, was unbedingt zu begrüßen ist,“ so die Feststellung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Doch selbst wenn Berufswunsch eines jungen Menschen und das Ausbildungsstellenangebot inhaltlich übereinstimmen, kommt es nicht automatisch zum Vertragsabschluss. Die besten Bewerber suchen sich mittlerweile ihren Favoriten unter den Ausbildungsbetrieben aus. Da entscheidet oftmals auch, wie sich ein Unternehmen in den sozialen Netzwerken präsentiert. Für junge Menschen, die noch in der klassischen Bewerbersituation sind, wird es anstrengender. Ein Jugendlicher muss seine Motivation für den Beruf überzeugend darlegen können. Mit einem gezielten Bewerbungscoaching verhelfen wir als Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg den Azubis von morgen zu einer besseren Startposition. Das Ganze wird dann zum Erfolgsrezept, wenn auch mehr Bewerberinnen und Bewerber eine Ausbildungschance erhalten. Es wäre gut, wenn auch dieses Jahr am Ende wieder mehr Ausbildungsverträge geschlossen werden als im Vorjahr. Die Zutaten für das Erfolgsrezept sind bekannt:

 

Bewerberinnen und Bewerber sind offen für alternative Ausbildungswege.

Unternehmen geben auch Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance, die nicht auf den ersten Blick alle Voraussetzungen erfüllen, aber motiviert sind.

Jugendliche und Betriebe nutzen die Unterstützung der Agentur für Arbeit: Beratung, Vermittlung, Bewerbungstrainings, Berufsvorbereitung und ausbildungsbegleitende Hilfen.

„Es lohnt sich, ausgetretene Pfade zu verlassen.“ sollte das Motto sein – so haben wir es zum Beispiel bei unserem Kletterevent für Dachdecker- und Gerüstbauer-Berufe im Landschaftspark Nord im März gezeigt. Jugendliche kann man mit innovativen Ideen auch für Berufe begeistern, die nicht auf der Top-Ten-Liste der Berufswünsche stehen. Neben Praktikumsangeboten steht jetzt der Abschluss eines ersten Ausbildungsvertrages an.“

 

Gemeldete Ausbildungsstellen und Bewerber

Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2018 haben sich 3.242 Bewerber/innen für Ausbildungsstellen bei der Berufsberatung in Duisburg gemeldet, das sind 15 mehr als im Vorjahr. Davon gelten aktuell 1.905 mit einer Ausbildungsstelle, einem Studienplatz oder sonstiger Alternative versorgt. 1.337 junge Menschen suchen aktuell noch eine Ausbildung. Hinzu kommen die 402 Bewerber und Bewerberinnen, die zwar schon eine Alternative zu einer Ausbildungsstelle haben, aber vorrangig ihren Ausbildungswunsch noch verwirklichen möchten.

Demgegenüber konnte der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg insgesamt schon 2.806 betriebliche Ausbildungsstellen akquirieren, 314 mehr als im letzten Jahr. Von diesen sind aktuell noch 1.278 Ausbildungsstellen unbesetzt (33 weniger als im Mai 2018).

 

Bewerberstruktur

Nach wie vor ist ein Schulabschluss eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung. Von den aktuell 3.242 gemeldeten Bewerbern verfügen 3.149 Personen und damit 97 % über einen Schulabschluss. 20 Prozent der Jugendlichen bewerben sich mit einem Hauptschulabschluss. Über einen mittleren Bildungsabschluss/Realschulabschluss verfügen fast 40 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber. 20 Prozent können die Fachhochschulreife nachweisen und knapp 18 Prozent haben das Abitur.

Doch nach wie vor gelingt der Einstieg in die Ausbildung nicht immer unmittelbar nach der Schule. Die Hälfte aller Bewerber (1.624) hat die Schule nicht im Berichtsjahr, sondern in den Vorjahren verlassen und zunächst eine Alternative zur Ausbildung ergriffen.

 

Freie Stellen gibt es vor allem noch in diesen Berufen (Top 10):

 

Kaufmann/-frau im Einzelhandel (98)

Verkäufer/in (81)

Kaufmann/-frau - Büromanagement (69)

Kaufmann/-frau - Spedition/Logistikdienstleistungen (60)

Elektroniker/in für Betriebstechnik (50)

Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (45)

Medizinische/r Fachangestellte/r (42)

Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk - Bäckerei (36)

Fachkraft - Lagerlogistik (33)

Industriemechaniker/in (31)