01.07.2019 | Presseinfo Nr. 26

Der Duisburger Arbeitsmarkt geht stabil in die Sommerpause

Arbeitslosenzahl im Juni: 27.921
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 394
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 1.295
Arbeitslosenquote im Juni: 10,8%
Arbeitslosenquote im Vormonat: 11,0%
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 11,4%

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ging im Juni weiter zurück und lag unter 28.000, die Quote betrug 10,8 Prozent. Damit geht der Arbeitsmarkt in Duisburg stabil in die Sommerpause. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist bei allen Altersgruppen zu verzeichnen. Auch die Zahl der Menschen, die langzeitarbeitslos sind, ist im Vergleich zum Juni letzten Jahres deutlich zurückgegangen. Mit über 4.500 freien Stellen bietet der Duisburger Arbeitsmarkt weiter gute Chancen zum Wiedereinstieg in den Beruf," erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Auch, wenn wir seit Jahresanfang leicht erhöhten Zugang in die Arbeitslosigkeit nach einer Beschäfti-gung verzeichnen, halten die Betriebe in Duisburg grundsätzlich ihre Fachkräfte im Unternehmen und suchen weiterhin Nachwuchskräfte. Eine abgeschlossene Ausbildung oder Qualifizierung ist die Basis, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder schnell wieder den Weg zurück in die Beschäftigung zu finden. Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg werden auch im Sommer nicht nachlassen, Qualifizierung in hohem Umfang zu ermöglichen und die Menschen in Duisburg so beim Wiedereinstieg in den Beruf aktiv zu unterstützen. So werden viele Menschen in Duisburg rechtzeitig zur Herbstbelebung des Ar-beitsmarktes ihre neu erworbenen Kenntnisse als Fachkraft in den Betrieben einsetzen können."

Arbeitslosigkeit

Mit 27.921 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juni 394 Personen weniger als im Mai 2019 von Arbeitslosigkeit betroffen (- 0,3 Prozent). Damit waren in diesem Monat 2.669 Personen oder 1,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Juni 2018: 26.626 Arbeitslose).

Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,8 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vor-monat. Im Juni des Vorjahres lag sie bei 11,4 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juni um 826 oder 13,2 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.276 im Mai auf jetzt 5.450 gesunken.

Von den 5.450 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juni 1.263 aus einer vor-hergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.302 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (- 39, -3,0 Prozent gegenüber dem Vormonat).

Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kamen auch im Juni die meisten Arbeitslosmeldungen wieder aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung", „Wirt-schaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)" und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz".

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juni 5.867. Das waren 143 oder 2,4 Prozent weniger Menschen als im Mai (6.010) und 285 oder 5,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (5.595). 1.060 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (-61, - 5,4 Prozent zu Mai 2019).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.364 Personen waren im Juni 61 junge Leute unter 25 weniger von Jugendar-beitslosigkeit betroffen als im Mai (2.425). Diese Zahlen liegen um 112 oder 4,5 Prozent unter dem Wert von Juni 2019 (2.399).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juni um 90 oder 1,1 Prozent auf aktuell 8.233 (Vormonat 8.323) und liegt um 273 (-3,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.506).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juni im Vergleich zum Vormonat von 4.915 auf jetzt 4.909 (-6) Hier waren im Vorjahresmonat 4.981 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 72 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Juni 2018 arbeitslos gemeldet.

Im Juni ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Mai weiter zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.275 betroffenen Personen. Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.840 Personen oder 14 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.589 (-139 oder -1,2 Prozent), davon befinden sich 9.977 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 80 oder 0,7 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres (11.669).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) wie im Vormonat bei 2,1 Prozent. Der Juni-Wert 2019 liegt damit 0,1 Prozent höher als Vorjahresmonat (Juni 2018 2,0 Prozent).

Im aktuellen Monat waren 5.412 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 100 oder 1,8 Prozent weniger arbeits-lose Personen als noch im Mai (5.512). Vor einem Jahr, im Juni 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 174 oder 3,3 Prozent mehr Menschen von Arbeits-losigkeit betroffen (5.238).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 1,3 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 8,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juni bei 9,4 Prozent.

22.509 Personen (-294 und -1,3 Prozent) waren im Juni in der Grundsicherung ar-beitslos gemeldet (Mai 22.803). Im Vergleich zum Juni 2018 (23.978) sind in der Grundsicherung aktuell 1.469 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist minimal gestiegen (+4 zum Mai) und liegt mit 4.531 weiterhin leicht über Vorjahresniveau (+90). Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten wie bereits im Vormonat aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit", gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung" und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung".

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Juni gesunken – um 447 Personen oder 1,2 Prozent auf aktuell 37.483 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.020 oder 2,6 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unter-beschäftigung ist im Juni leicht gesunken und liegt aktuell bei 74,5 Prozent (Vergleich Vormonat 74,7 Prozent, Vorjahresmonat 75,9 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,1 Prozent; im Mai lag sie bei 14,3 Pro-zent (Juni 2018: 14,6 Prozent). In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.711 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 208 Personen mehr in verschie-denen Qualifizierungen. 571 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.172). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.507 Personen (819 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt, 25 mehr als im Vormonat) teilnehmen.