30.09.2019 | Presseinfo Nr. 39

Rückgang der Arbeitslosigkeit im September

Arbeitslosenzahl im September:                           27.388
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   - 733
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       - 621
 
Arbeitslosenquote im September.:                       10,6%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                          10,9%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              10,9%

„Die Herbstbelebung macht sich auch am Duisburger Arbeitsmarkt bemerkbar. Alle Altersgruppen haben im September profitiert, ganz besonders die jungen Erwachsenen unter 25 Jahren, aber auch die älteren Arbeitsuchenden über 50. Die Unternehmen stellen weiterhin Fachkräfte ein und haben uns auch im vergangenen Monat wieder über 1000 freie Stellen gemeldet,“ erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Der Gesundheits- und Pflegebereich ist in Duisburg die viertstärkste Branche, hier werden seit Jahren händeringend Fachkräfte gesucht. Um junge Erwachsene für Pflegeberufe zu interessieren, haben wir heute gemeinsam mit der “Zukunftsinitiative Pflege“ im Rahmen einer Ausbildungsbörse 15 Aussteller eingeladen, die über die Berufe informieren. So können alle Fragen über diese anspruchsvollen Tätigkeiten unmittelbar geklärt werden. Besonders gut gelingt das, wenn die aktuellen Auszubildenden diese Informationen weitergeben.“

Die Zukunftsinitiative Pflege umfasst neben der Kommunalen Gesundheitskonferenz und der Pflegekonferenz Vertreter der Duisburger Krankenpflegeschulen, der Fachseminare für Altenpflege, der Krankenhäuser, der Berufskollegs, der Einrichtungen der stationären Altenhilfe, der ambulanten Alten- und Krankenpflege, des Amtes für schulische Bildung, die Agentur für Arbeit und das jobcenter Duisburg.


Arbeitslosigkeit

Mit 27.388 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im September 733 Personen weniger als im August von Arbeitslosigkeit betroffen (- 2,6 Prozent). Damit waren in diesem Monat 621 Personen oder 2,2 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (September 2018: 28.009 Arbeitslose).

Die Arbeitslosenquote liegt mit 10,6 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als im August (10,9 Prozent). Im September des Vorjahres lag sie bei 10,9 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im September um 275 oder 4,4 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.261 im August auf jetzt 5.986 gesunken.

Von den 5.986 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im September 1.373 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt, 163 oder 10,6 Prozent weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn haben sich 12.781 Menschen aus dem 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet, 360 mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kamen auch im August die meisten Arbeitslosmeldungen wieder aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, den „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und dem „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz.“.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im September 6.820. Das waren 645 oder 10,4 Prozent mehr Menschen als im August (6.175) und 111 oder 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr (6.709). 1.430 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden, 368 oder 34,7 Prozent mehr zu August und 26 weniger als im September 2018. Seit Beginn des Jahres beendeten 9.850 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt und damit 521 weniger als im gleichen Zeitraum 2018.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.343 Personen waren im September 186 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im August (2.529). Diese Zahlen liegen um 321 oder 12,0 Prozent unter dem Wert von September 2018 (2.664).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im September um 158 oder 1,9 Prozent auf aktuell 8.169 (Vormonat 8.327) und liegt um 75 (0,9 Prozent) über dem Vorjahreswert (8.094).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im September im Vergleich zum Vormonat von 5.031 auf jetzt 4.968 (-63). Hier waren im Vorjahresmonat 4.812 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 63 Personen oder 1,3 Prozent weniger als im September 2018 arbeitslos gemeldet.

Auch im September ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber August leicht zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.158 betroffenen Personen; 61 weniger als im Vormonat (Vormonat 11.219). Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.367 Personen oder 10,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.451 (-65 oder -0,6 Prozent), davon befinden sich 9.732 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 105 oder 0,9 Prozent mehr als im September des Vorjahres (11.346).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im September bei 2,2 Prozent, -0,1 Prozent zum Vormonat und 0,1 Prozent über der Quote des Vorjahresmonats.

Im aktuellen Monat waren 5.744 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 186 oder 3,1 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im August (5.930). Vor einem Jahr, im September 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 290 oder 5,3 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.454).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote mit 8,4 Prozent 0,2 Prozentpunkt unter der Quote des Vormonats. Im Vorjahr lag sie im September noch bei 8,8 Prozent. 

21.644 Personen (-547 und -2,5 Prozent) waren im September in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (August: 22.191). Im Vergleich zum September 2018 (22.555) sind in der Grundsicherung aktuell 911 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist weiterhin gestiegen (+155 zu August) und liegt mit 4.886 mit 38 Stellen über dem Vorjahresniveau. Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten wie bereits im Vormonat aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“, gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im August leicht gesunken – um 287 Personen oder 0,8 Prozent auf aktuell 37.388 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 190 oder 0,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im August gesunken und liegt aktuell bei 73,3 Prozent (Vergleich Vormonat: 74,6 Prozent, Vorjahresmonat: 74,5 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat wie bereits im Juli bei 14,1 Prozent (September 2018: 14,3 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

Die Pflegebranche in Duisburg

Die Beschäftigtenzahl lag im Dezember 2018 in Duisburg bei 176.874 Personen. Hiervon arbeiteten 25.718 Menschen oder 14,5 Prozent in den Gesundheits- und Pflegebereich. Damit ist dies die viertgrößte Branche in Duisburg.

Im September 2018 waren 25.529 Personen und damit 189 Menschen weniger in diesem Bereich beschäftigt. Die Entwicklung der Beschäftigten in diesem Sektor liegt über dem NRW Niveau.

Betrachtet man dagegen die Entwicklung der Beschäftigten der Berufe in der Krankenpflege im Ruhrgebiet, so fiel der Anstieg schwächer aus. Zudem wiesen die beschäftigten in Duisburg im Vergleich ein schlechteres Qualifikationsniveau aus.

Anders stellte es sich in den Berufen der Altenpflege dar: hier lag der Anstieg der Beschäftigten über dem Niveau der anderen Städte des Ruhrgebiets.