30.10.2019 | Presseinfo Nr. 42

Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober

Arbeitslosenzahl im Oktober:                                26.835
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   - 553
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       - 741
 
Arbeitslosenquote im Oktober:                             10,4%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                          10,6%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              10,8%
 

„Der Arbeitsmarkt in Duisburg trotzt weiterhin erfolgreich allen konjunkturellen Unwägbarkeiten. Im Oktober ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg noch einmal gesunken. Von dieser Entwicklung profitieren alle, besonders auch Langzeitarbeitslose und junge Menschen. Für langzeitarbeitslose Menschen wirken bessere Förderinstrumente und junge Erwachsene finden nach erfolgreicher Ausbildung schnell eine neue Beschäftigung. Der Fachkräftemangel ist nach wie vor ausgeprägt,“ erläutert Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Wenn wir unser arbeitsmarktpolitisches Engagement weiter so hochhalten und alle Förderinstrumente in voller Breite ausschöpfen, verschaffen wir Menschen eine bessere Ausgangsposition auf eine Neubeschäftigung. Bei mehr als 4700 freien Stellen können wir zuversichtlich sein, dass der Arbeitsmarkt bis Jahresende stabil bleibt.“

Arbeitslosigkeit

Mit 26.835 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Oktober 553 Personen weniger als im September von Arbeitslosigkeit betroffen (-2,0 Prozent). Damit waren in diesem Monat 741 Personen oder 2,7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Oktober 2018: 27.576 Arbeitslose).

Die Arbeitslosenquote liegt mit 10,4 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im September (10,6 Prozent). Im Oktober des Vorjahres lag sie bei 10,8 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Oktober um 525 oder 8,8 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.986 im September auf jetzt 6.511 gestiegen.

Von den 6.511 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Oktober 1.510 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt, 137 oder 10,0 Prozent mehr als im Vormonat. Seit Jahresbeginn haben sich 14.291 Menschen aus dem 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet, 391 mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kamen auch im Oktober die meisten Arbeitslosmeldungen wieder aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, den „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und dem „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz.“.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Oktober 7.133. Das waren 313 oder 4,6 Prozent mehr Menschen als im September (6.820) und 794 oder 12,5 Prozent mehr als vor einem Jahr (6.339). 1.295 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden, 135 oder 9,4 Prozent weniger zu September und 61 oder 4,9 Prozent mehr als im Oktober 2018. Seit Beginn des Jahres beendeten 11.145 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt und damit 460 weniger als im gleichen Zeitraum 2018.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.132 Personen waren im Oktober 211 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im September (2.343). Diese Zahlen liegen um 364 oder 14,6 Prozent unter dem Wert von Oktober 2018 (2.496).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Oktober um 85 oder 1,0 Prozent auf aktuell 8.084 (Vormonat 8.169) und liegt um 138 (1,7 Prozent) über dem Vorjahreswert (7.946).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Oktober im Vergleich zum Vormonat von 4.968 auf jetzt 4.900 (-68). Hier waren im Vorjahresmonat 4.722 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 178 Personen oder 3,8 Prozent mehr als im Oktober 2018 arbeitslos gemeldet.

Auch im Oktober ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber September leicht zurückgegangen und liegt aktuell bei 10.974 betroffenen Personen; 184 weniger als im Vormonat (Vormonat 11.158). Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.233 Personen oder 10,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.384 (-67 oder -0,6 Prozent), davon befinden sich 9.633 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 141 oder 1,3 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres (11.243).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Oktober wie im Vormonat bei 2,2 Prozent und 0,1 Prozent über der Quote des Vorjahresmonats.

Im aktuellen Monat waren 5.606 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 138 oder 2,4 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im September (5.744). Vor einem Jahr, im Oktober 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 175 oder 3,2 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.431).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote mit 8,2 Prozent 0,2 Prozentpunkt unter der Quote des Vormonats. Im Vorjahr lag sie im Oktober noch bei 8,6 Prozent. 

21.229 Personen (-415 und -1,9 Prozent) waren im Oktober in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (September: 21.644). Im Vergleich zum Oktober 2018 (22.145) sind in der Grundsicherung aktuell 916 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist gesunken (-169 zu September) und liegt dennoch mit 4.717 mit 130 Stellen über dem Vorjahresniveau. Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten wie bereits im Vormonat aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“, gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Oktober gesunken – um 426 Personen oder 1,1 Prozent auf aktuell 36.952 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 228 oder 0,6 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Oktober gesunken und liegt aktuell bei 72,6 Prozent (Vergleich Vormonat: 73,3 Prozent, Vorjahresmonat: 74,2 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 13,9 Prozent, (September 2019: 14,1 und Oktober 2018: 14,1 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.